Panorama

Super-Hengst mit 7000 Nachkommen Florestan eingeschläfert

Immerhin: Ein halbes Jahr lang durfte sich Hengst Florestan natürlich fortpflanzen - er deckte dabei 130 Stuten. Doch vor allem durch künstliche Befruchtung brachte es der Hengst auf 7000 Nachkommen. Nun wurde das Tier wegen Altersschwäche eingeschläfert.

Florestan, einer der potentesten Hengste der Welt, ist tot. Das dunkelbraune Pferd sei im Alter von 26 Jahren eingeschläfert worden, teilte eine Sprecherin des Nordrhein-Westfälischen Landgestütes in Warendorf mit.

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(Foto: dpa)

"Florestan hat eine ganze Linie begründet. Er hat 7000 Nachkommen auf der Welt", sagte die Sprecherin. Mehr als 2000 von ihnen sind allein in Deutschland im Pferdesport aktiv. Darunter sind Weltmeister der jungen Dressurpferde, Bundes-Champions und international erfolgreiche Grand-Prix-Sieger.

In dem halben Jahr, in dem sich Florestan auf natürliche Weise fortpflanzen durfte, deckte er 130 Stuten. Der größte Teil seines Zuchterfolgs lief jedoch über künstliche Befruchtung. Bei einer Rangliste der erfolgreichsten Dressurpferde-Vererber landete Florestan im vorigen Jahr sogar weltweit auf Platz 2.

Das Tier, das so viele Sportskanonen zeugte, spielte im Pferdesport selbst keine Rolle. "Er ist nur bei Hengstparaden öffentlich aufgetreten", so die Sprecherin. Mit 23 Jahren war er schließlich in Rente gegangen. Das Einschläfern sei wegen Altersschwäche nicht zu vermeiden gewesen.

Quelle: ntv.de, dpa