Feuerschein über San FranciscoGroßbrand trifft Chevron

Der Gestank brennenden Öls versetzt die Anwohner einer Raffinerie an der US-amerikanischen Westküste zu Wochenbeginn in Aufregung: Bei Chevron brennt eine Anlage zur Verarbeitung von Rohöl. Die Flammen sind schnell gelöscht. Doch ein Achtel der kalifornischen Raffineriekapazität fällt bis auf weiteres aus.
Ein Großbrand in einer Ölraffinerie hat unter den Einwohnern der kalifornischen Stadt Richmond große Unruhe ausgelöst. Dicke schwarze Rauchwolken mit einer Höhe bis zu einem Kilometer zogen US-Medienberichten zufolge über die Region östlich der Großstadt San Francisco hinweg.
Tausende Einwohner wurden aufgefordert, in Gebäuden zu bleiben und alle Fenster und Türen zu schließen. Hunderte Menschen mit Atembeschwerden ließen sich medizinisch behandeln, meldete der TV-Sender NBC.
Das Feuer konnte laut Polizei nach wenigen Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Die Raffinerie des US-Ölkonzerns Chevron muss laut Experten möglicherweise für längere Zeit außer Betrieb bleiben.
Ersten Spekulationen zufolge könnte sich das auch auf die Benzinpreise an der Westküste auswirken. Das Feuer habe die Anlagen zur Verarbeitung von Rohöl schwer beschädigt, hieß es. Damit betreffe der Brand eine zentrale Komponente der Raffinerie.
Am Standort Richmond kommt Chevron im Alltagsbetrieb auf eine Kapazität von bis zu 245.000 Barrel Rohöl pro Tag. Diese Menge entspricht Unternehmensangaben zufolge etwa einem Achtel der gesamten Raffineriekapazität Kaliforniens.