Panorama

Verloren in Pariser KatakombenGruppe irrt tagelang umher

29.07.2011, 13:22 Uhr
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Eine Reihe Totenköpfe hängt an einer Wand der Katakomben in Paris. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Eine Party ist der Ursprung für eine zwei Tage dauernde Odyssee durch die Pariser Katakomben. Eine junge Frau und zwei Männer finden keinen Ausgang mehr. Erst die Spezialeinheit der Polizei spürt sie auf und findet sie erschöpft und schlafend.

Ohne Licht, ohne Handy, ohne Orientierung: Drei junge Leute sind im Pariser Untergrund zwei Tage lang durch die Katakomben geirrt, ohne einen Ausgang zu finden. Nach fast 48 Stunden fanden Rettungskräfte die 22-Jährige und zwei 24 und 25 Jahre alte Männer. Sie waren völlig erschöpft in einem abgelegenen Stollen eingeschlafen, berichtete die französische Zeitung "Le Parisien".

Auf der Suche nach dem perfekten Ort für eine kleine Party hatte sich die Gruppe am Montag in die Pariser Unterwelt gewagt. Schließlich waren alle so betrunken, dass sie auf der Suche nach dem Ausgang immer tiefer in die endlosen Gänge hinein irrten, berichtete das Blatt. 35 Polizisten gingen auf die Suche nach der Gruppe. Die Einheit ist speziell für Einsätze in den Katakomben geschult.

Das Stollennetz unter der französischen Hauptstadt entstand, als dort über Jahrhunderte hinweg Steine abgebaut wurden. Nach der Schließung mehrerer Pariser Friedhöfe wurden die Gebeine von sechs Millionen Menschen dorthin überführt. Während des Zweiten Weltkriegs dienten die Katakomben den Widerstandskämpfern als Zufluchtsort.

Quelle: dpa