Alles im Griff im OstenHochwasser, aber keine Flut

Nach Dauerregen herrscht wieder Hochwasseralarm in Ostdeutschland. Doch diesmal bleibt den Einwohnern eine große Flutkatastrophe wohl erspart. Im besonders gefährdeten Sachsen gibt es teils wieder Entwarnung. In Brandenburg allerdings steigen die Pegel noch an.
Überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller - der Osten Deutschlands kämpft abermals mit Hochwasser. Nach heftigem Dauerregen wurde in großen Teilen Sachsens und Sachsen- Anhalts Hochwasseralarm ausgerufen. Am Dienstag hörten die Niederschläge aber erstmals seit dem Wochenende wieder auf. Die Hoffnung wächst, dass es diesmal glimpflicher ausgeht. Im Süden Brandenburgs lässt die Hochwasserwelle aus Sachsen die Flüsse allerdings noch schneller als erwartet ansteigen.
Sachsen ist von einem neuen zerstörerischen Hochwasser verschont geblieben, nachdem zuvor die Pegelstände vieler Flüsse teils bedrohlich angestiegen waren. Die Situation sei noch immer angespannt, die schlimmsten Befürchtungen aber nicht eingetreten, bilanzierte Umweltminister Frank Kupfer (CDU) in Dresden. Der in der Nacht im Kreis Görlitz ausgerufene Katastrophenalarm wurde inzwischen zumindest für den Süden wieder aufgehoben.
Keine zwei Monate nach der jüngsten Flutkatastrophe mit drei Toten und Schäden in Höhe von rund 800 Millionen Euro konnte vor allem Ostsachsen wieder etwas aufatmen. Das Wasser bahnte sich derweil seinen Weg nach Brandenburg, wo erste Keller, Straßen und Felder überflutet wurden.
In Brandenburg werden die Deiche werden wie schon im Sommer mit Sandsäcken verstärkt, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) in Potsdam. Zwischen dem Fläming und der sächsischen Oberlausitz fielen in den vergangenen drei Tagen teils mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Feuerwehr in Südbrandenburg musste bereits zu hunderten Einsätzen gegen das Wasser ausrücken, wie ein Sprecher der Leitstelle Lausitz in Cottbus berichtete. Bauern holten bei Forst und Elsterwerda ihr Vieh von überschwemmten Weiden.