Panorama

Korallen und KulturtempelIm Nordwesten ist Tunesien anders

27.02.2007, 09:20 Uhr

Tunesien hat mehr zu bieten als billiges Badevergnügen. Im Nordwesten wechseln sich an der Korallenküste felsige Partien und Dünen ab, das Landesinnere ist von hügeliger Anmut, und bedeutende Ruinen aus der Römerzeit sind zu bestaunen.

Tunesien hat mehr zu bieten als billiges Badevergnügen. Im Nordwesten wechseln sich an der Korallenküste felsige Partien und Dünen ab, das Landesinnere ist von hügeliger Anmut, und bedeutende Ruinen aus der Römerzeit sind zu bestaunen.

Von Tunis aus ist es ein Leichtes, diese Gegend für sich zu entdecken. Als erster Anlaufpunkt ist Raf-Raf der richtige Ort für eine gemächliche Einstimmung: In dem sympathischen Hafennest auf dem Weg von Tunis nach Bizerte kann jeder die Seele baumeln lassen, auf einer Terrasse in Ufernähe einen Tee trinken und den Fischern bei der Arbeit zuschauen. Die Häuser des Fleckens sind an der Bucht aufgereiht wie auf einer Perlenschnur. Der Strand ist nicht gerade breit, aber Baden ist hier vielleicht auch nicht angesagt.

Bizerte
Typisch für Bizerte ist der alte Hafen mit den teils bunt angemalten Fischerbooten - die nördlichste Stadt des Landes ist bei Tunesiern als Sommerresidenz beliebt. (Foto: picture-alliance/ gms)

Bizerte ist zwar die nördlichste Stadt des Landes, etwa 70 Kilometer nördlich von Tunis, und als Sommerresidenz beliebt. Dennoch bleibt der beschauliche Akzent beim Hafenbummel nicht aus. Die Strandhotels für das reine Badevergnügen liegen an der Corniche einige Kilometer entfernt. Wer nicht noch die große Moschee von 1652 mit ihrem achteckigen Minarett im ottomanischen Stil bewundern will, startet jetzt durch - 300 Kilometer Korallenküste liegen vor ihm.

Traumstrände laden zum Bade

Cap Serrat: Im Schutz des Kroumirie-Gebirges mit seinen Korkeichenwäldern zieht sich die großteils felsige Küste gen Westen. Auch in dieser Ecke laden Traumstrände zum Baden ein. So am abgelegenen Cap Serrat mit seinem Leuchtturm, einem wunderbaren und fast einsamen Strand vor einem Sumpfgebiet. Es ist Zeit für einen Plausch mit den Fischern, die für das kleine Restaurant in Strandnähe auf Fang gehen.

tabarka
Tabarka war einmal ein verschlafenes Fischernest - die Hafenstadt ist nahe der Grenze zu Algerien an einem Golf gelegen. (Foto: picture-alliance/ gms)

Tabarka - das ist eine aufstrebende Hafenstadt, früher einmal ein verschlafenes Fischernest. Im Schatten der mächtigen Genueser Festung gegenüber den "Aiguilles" - bizarren, von der Natur geschaffenen Nadelfelsen - soll eine herausragende Urlauberdestination aus dem Boden gestampft werden. Das gemütliche Leben spielt sich in Cafes rund um die nach dem Staatsgründer Habib Bourguiba benannte Hauptstraße ab. Wer es vorzieht, in den Dünen zu liegen oder in herrlichstes Mittelmeer einzutauchen, der fährt besser an den Strand Chott-Zouara.

Bulla Regia, die Unterirdische: Der südliche Weg ins Landesinnere führt zu der bemerkenswerten Ruinenstadt, bekannt für die römischen Villen mit einzigartigen Mosaiken. Die sich von Tabarka nach Bulla Regia schlängelnde Straße durch Kiefern- und Eichenwälder gilt als eine der schönsten Tunesiens.

Überreste aus römischer Zeit

Dougga ist der kulturelle Höhepunkt der Rundreise durch den Nordwesten, der dann den Bogen für die Fahrt zurück zur Hauptstadt einleitet. Die Ruinen von Dougga gelten als die am besten erhaltenen Überreste aus römischer Zeit in Nordafrika. Vom beeindruckenden Kapitol aus dem Jahr 166 nach Christus bis zu den ein Jahrhundert später gebauten Lyciniusthermen und dem Theaterrund mit schönem Panorama reichen die antiken Attraktionen. Einen besseren Schlusspunkt als mit diesem archäologischen Kleinod kann ein Ausflug in das grüne und weniger bekannte Tunesien kaum setzen.

Dougga
Ruinen von Dougga bei Teboursouk. (Foto: picture-alliance/ gms)

Informationen: Fremdenverkehrsamt Tunesien, Goetheplatz 5, 60313 Frankfurt (Tel.: 069/133 83 50, E-Mail: FVATunesien@aol.com).