Panorama

Mordfall vor 41 JahrenKennedy-Neffen droht wieder Gefängnis

31.12.2016, 18:15 Uhr

Rein ins Gefängnis, dann raus und nun wieder rein? Der jahrzehntelange Rechtsstreit um den Kennedy-Neffen Michael Skakel wegen eines Mordes vor rund vier Jahrzehnten geht in die nächste Runde.

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Michael Skakel (Foto: REUTERS)

Neue Überraschung im jahrzehntelangen Rechtsstreit um den Kennedy-Neffen Michael Skakel: Drei Jahre nach seiner Freilassung muss er möglicherweise zurück ins Gefängnis, um seine Reststrafe wegen Mordes an einem Mädchen abzusitzen.

Das höchste Gericht des US-Staates Connecticut erklärte den Schuldspruch einer Geschworenenjury aus dem Jahr 2002 für gültig, nachdem eine niedrigere Instanz das Urteil 2013 ausgesetzt hatte. Skakel ist ein Neffe von Ethel Kennedy, der Witwe des ermordeten Robert Kennedy, einem Bruder des früheren Präsidenten John F. Kennedy.

In den vergangenen drei Jahren befand sich der heute 56-Jährige gegen Kaution auf freien Fuß, nachdem er zuvor bereits mehr als zehn Jahre hinter Gittern verbracht hatte. Sein Anwalt will die jüngste Gerichtsentscheidung anfechten und erreichen, dass er bis zur Ausschöpfung aller Rechtsmittel auf freiem Fuß bleiben kann.

Skakel soll im Alter von 15 - also vor 41 Jahren - die gleichaltrige Martha Moxley mit einem Baseballschläger getötet haben. Den späteren Schuldspruch, der ihm 20 Jahre bis lebenslange Haft eintrug, focht er zuletzt mit der Begründung an, sein damaliger Anwalt habe ihn im Prozess unzulänglich verteidigt.

Ein Richter folgte dem Argument 2013 und gewährte ihm einen neuen Prozess, zu dem es aber bisher nicht kam. Das höchste staatliche Gericht entschied nun, das Skakels Verteidigung durchaus angemessen gewesen und das Urteil somit gültig sei.

Quelle: ntv.de, wne/dpa