Panorama

CIA-Folter als Erziehungsmaßnahme Kind mit Waterboarding gequält

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Melvin Morse folterte vermutlich seine Tochter. Mutter Pauline schaute angeblich zu.

Mindestens vier Mal hält ein Vater seine elfjährige Tochter mit dem Kopf unter einen Wasserhahn, bis das Wasser die Nase des Mädchens hochläuft und sie das Gefühl bekommt, zu ertrinken. Eine "Erziehungsmaßnahme", für die dem Mann jetzt eine lange Haftstrafe droht.

Ein Kinderarzt in den USA ist nach Medienberichten festgenommen worden, weil er seine Tochter als Bestrafung dem sogenannten "Waterboarding" unterzogen haben soll. Dabei handelt es sich um eine Foltermethode, die das Ertränken simuliert. Bekannt wurde sie durch den Einsatz in Geheimgefängnissen der US-Spionagebehörde CIA, die damit Terroristen zu Geständnissen zwang.

Der Kinderarzt Melvin Morse und dessen Frau Pauline Morse, die der Tortur ihres elfjährigen Mädchens angeblich untätig zusah, müssen sich jetzt wegen fahrlässiger Kindesgefährdung verantworten, wie unter anderem der Sender CNN berichtete.

Morse auf Nahtoderlebnisse spezialisiert

Der Arzt wusste offensichtlich genau, was er tat. Der 58-Jährige aus Georgetown im Bundesstaat Delaware war auf Nahtod-Erlebnisse von Kindern spezialisiert und hat darüber 1991 auch ein Buch geschrieben. Danach war er mehrere Male zu Gast in Fernsehshows.

Der Zeitung "The News Journal" zufolge alarmierten Nachbarn im Juli erstmals die Behörden, nachdem das Mädchen ihnen von Misshandlungen durch ihren Vater erzählt hatte. Demnach soll er sie damals am Bein gepackt und über eine Garagenauffahrt mit Kiesel geschleift haben.

In Gesprächen mit der Polizei habe das Kind dann berichtet, dass ihr Vater ihr Gesicht unter einen Wasserhahn gehalten habe. Dabei sei Wasser in ihre Nase hochgelaufen. Die Strafaktion, die im Zeitraum von zwei Jahren mindestens vier Mal vorgekommen sei, habe ihr Vater selbst als "Waterboarding" bezeichnet.

Quelle: ntv.de, ieh/dpa