Nach monatelanger Arbeit"Löffel"-Flucht für kurze Zeit
Einer inhaftierten Holländerin gelang es, vom Keller aus in mühseliger Arbeit einen schmalen Tunnel unter einer Knastmauer hindurch zu buddeln. Sie genoss immerhin vier Wochen Freiheit.
Mit einem Löffel hatte sich die Holländerin in monatelanger Arbeit einen Fluchttunnel aus dem Gefängnis gegraben - nun sitzt sie wieder. Nach vier Wochen Freiheit wurde die wegen zweifachen Mordversuches verurteilte 35-Jährige gefasst. Sie sei in einer Wohnung in Helmond festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Der Ort liegt eine gute Autostunde östlich der Haftanstalt.
Die Frau hatte noch knapp 22 Monate einer achtjährigen Gefängnisstrafe abzusitzen, als ihr die abenteuerliche "Löffelflucht" gelang. Sie wurde möglich, weil die 35-Jährige nicht mehr in einer Zelle, sondern in einem Sondergebäude untergebracht war. In dem Haus an der Gefängnismauer werden Langzeitgefangene auf die Entlassung ins Zivilleben vorbereitet. Sie haben dort mehr Bewegungsfreiheit.
Der Frau gelang es, vom Keller aus in mühseliger Arbeit einen schmalen Tunnel unter der Knastmauer hindurch zu buddeln. Sie war einst für den Versuch verurteilt worden, ihren Bruder und dessen Freundin mit einem Stilett zu erstechen.