Panorama

Mordversuch vor SchuleMann schießt auf Ex-Freundin

10.05.2012, 13:11 Uhr

Offenbar verkraftet ein 26-Jähriger die Trennung von seiner Freundin nicht. Ausgerechnet vor einer Schule lauert er ihr auf, feuert zwei Schüsse auf die junge Frau ab und flieht. Schüler müssen die blutige Tat mitansehen.

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Der Unterricht ging nach dem Mordversuch zunächst weiter. Später holten viele Eltern ihre Kinder von der Schule ab. (Foto: dapd)

Vor den Augen mehrerer Schüler hat ein 26 Jahre alter Mann seine Ex-Freundin im niedersächsischen Bad Zwischenahn angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Anschließend raubte er einer Autofahrerin ihren Wagen und flüchtete. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein, die sich auch auf das benachbarte Nordrhein-Westfalen erstreckt.

Die Tat geschah Polizeiangaben zufolge am Morgen gegen 8.00 Uhr an der Bushaltestelle einer Schule. Die 24 Jahre alte Frau wurde von zwei Schüssen in die Brust getroffen. Sie kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Als Grund für die Tat nehmen die Ermittler an, dass der Mann die Trennung der Frau von ihm nicht verkraftet hat. Sie hatte unmittelbar vor der Tat ein Mädchen zu der Schule gebracht.

Schütze flieht vielleicht nach NRW

Der Täter versuchte zunächst, mit seinem eigenen Auto zu flüchten. Als er in unmittelbarer Nähe des Tatorts einen Unfall verursachte, zwang er die Fahrerin eines anderen Autos mit seiner Schusswaffe zum Aussteigen und raste mit ihrem Wagen davon.

Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach dem Täter. Zum Fluchtweg machten die Beamten keine genauen Angaben. Die Fahndung wurde aber auf den Bereich um Osnabrück und auf Nordrhein-Westfalen ausgedehnt, weil der Verdächtige möglicherweise in diese Richtung unterwegs war.

Der Unterricht an der Schule lief am Vormittag zunächst normal weiter. Später holten jedoch zahlreiche Eltern ihre Kinder ab. Mehrere Schüler hatten die Schüsse und den folgenden Einsatz von Polizei und Rettungskräften miterlebt. Ein Zusammenhang zwischen dem Verbrechen und der Schule besteht der Polizei zufolge nicht.

Quelle: ntv.de, dpa