Panorama

Mitarbeiter beklagen WutausbrücheNetanjahu verteidigt seine Ehefrau

26.01.2015, 16:21 Uhr
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Sara Netanjahu ist in Israel nicht besonders beliebt. (Foto: REUTERS)

Sie soll jähzornig sein und auch mal mit Schuhen werfen: Sara Netanjahu, die Ehefrau des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Der vermutet hinter den Vorwürfen gegen seine Frau stehe eine Kampagne - denn es ist Wahlkampf.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reagiert empört auf Vorwürfe früherer Angestellter gegen seine Frau. "Die Hetze gegen meine Ehefrau Sara ist ein neuer Tiefpunkt im Benehmen der Medien, die versuchen, mich zu treffen", heißt es in einer Stellungnahme Netanjahus.

Israelische Medien hatten ausführlich über Beschwerden ehemaliger Mitarbeiter im Haushalt Netanjahu berichtet. Einer der Angestellten gab an, die First Lady habe ihre Untergebenen mit Wutausbrüchen und übertriebenen Wünschen tyrannisiert. Besonders unter Alkoholeinfluss sei ihr Verhalten unerträglich gewesen. Netanjahu erklärte dazu, das einzige Ziel der Vorwürfe sei es, seine Regierung bei den Wahlen am 17. März zu stürzen. Sachliche Kritik an seiner Politik sei willkommen, aber: "Lassen Sie meine Familie in Ruhe."

Der ehemalige Hausmeister Meni Naftali hat bereits Klage gegen seine früheren Arbeitgeber eingereicht. Das Arbeitsgericht in Jerusalem hat sich jedoch bereiterklärt, den Prozess bis eine Woche nach den Parlamentswahlen zu verschieben.

Es gab schon früher sehr ähnliche Klagen von Angestellten gegen Sara Netanjahu. Die blonde und stets adrett gekleidete Psychologin und ehemalige Stewardess ist in Israel nicht sehr beliebt. Bereits während Netanjahus erster Amtszeit vor 15 Jahren berichtete eine Angestellte, sie habe sie bei einem Wutanfall mit einem Schuh beworfen.

Quelle: ntv.de, nsc/dpa