Panorama

Privatstrand und BasketballplatzObama startet Luxus-Urlaub

21.08.2009, 20:31 Uhr

Darf ein US-Präsident angesichts hoher Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise einen neuntägigen Luxus-Urlaub machen? Barack Obamas Urlaub auf der Promi-Insel Martha's Vineyard wird den Steuerzahler deutlich über 35.000 Dollar kosten.

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Ein schlichter Holzzaun trennt die Luxus-Farm "Blue Heron" von der Öffentlichkeit. (Foto: AP)

US-Präsident Barack Obama macht zum ersten Mal seit seiner Amtsübernahme am 20. Januar einen etwa einwöchigen Urlaub. Mit seiner Frau Michelle und den Töchtern, der achtjährigen Sasha und der elfjährigen Malia, brach er zunächst zum Wochenend-Präsidentensitz Camp David in Maryland auf. Von dort aus wird die Familie dann am Sonntag auf die Prominenten-Insel Martha's Vineyard in Massachusetts reisen.

Dort haben die Obamas ein sündhaft teures Anwesen gemietet - die "Blue Heron"-Farm in Chilmark mit Privatstrand und Basketballplatz, Swimmingpool und Golf-Übungsgelände. Der Urlaub kostet laut Medienberichten mindestens 35.000 Dollar. Obama wolle den Urlaub aber privat bezahlen, versicherte ein Sprecher des Weißen Hauses, nachdem Kritik an dem Luxus-Urlaub inmitten einer Wirtschaftskrise mit hoher Arbeitslosigkeit aufgekommen war. Allerdings werden die Steuerzahler die Kosten für den mitreisenden Stab und die Sicherheit übernehmen müssen, die um ein Vielfaches höher sein werden.

Obama selbst hatte in einem kürzlichen CBS-Interview gesagt, er glaube nicht, dass "das amerikanische Volk erwartet, ich sollte wegen der harten Zeiten auf die wertvolle Zeit mit meinen Töchtern verzichten".

Auf Martha's Vineyard haben vor Obama auch andere Präsidenten Ferien gemacht, darunter - gleich mehrere Male - Bill Clinton. Die 230 Quadratkilometer große Insel gilt seit jeher als Erholungsort der Reichen und Mächtigen, der Hollywood- und Fernsehstars wie Reese Witherspoon, Meg Ryan, James Belushi, Oprah Winfrey und David Letterman.

Quelle: dpa