Panorama

Tanker kentert und läuft aus Öl bedroht weltgrößten Mangrovenwald

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Vor der Ölkatastrophe: die Sundarbans im Satellitenbild. Sie erscheinen tief grün, das hellere Grün im Norden sind landwirtschaftliche Flächen.

(Foto: NASA)

Die Sundarbarns sind Unesco-Weltnaturerbe. Sie sind der größte Mangrovenwald der Erde. 260 Vogelarten sind dort beheimatet, dazu Delphine, Krokodile und Pythons. Jetzt ist das Ökosystem in akuter Gefahr: Ein Tanker, der 350.000 Liter Öl geladen hat, läuft aus.

Ein riesiger Ölteppich aus einem gesunkenen Öltanker bedroht die Tier- und Pflanzenwelt im größten Mangrovenwald der Welt, den Sundarbans in Bangladesch. Der Ölteppich habe sich durch die Bewegungen von Ebbe und Flut schon auf rund 20 Quadratkilometer in den Mangrovenwald ausgedehnt, sagte Umweltexperte Faruk Ahmed von der Universität in Khulna. Der Tanker war am Dienstag im Delta des Flusses Shela gekentert, nachdem ihn ein Frachtschiff gerammt hatte. Fast 350.000 Liter Öl sollen im Tanker geladen gewesen sein.

Die Sundarbans liegen im Delta von mehreren Flüssen - darunter Ganges und Brahmaputra - zwischen Indien und Bangladesch. Der Sundarbarns-Nationalpark ist Unesco-Weltnaturerbe. Dort leben unter anderem bengalische Tiger, 260 Vogelarten, verschiedene Delphine, Krokodile und Pythons.

"Die Tier- und Pflanzenwelt in den Flüssen wird schwer getroffen, weil sie durch das Öl auf der Wasseroberfläche keinen Sauerstoff bekommt", sagte Ahmed. Schifffahrtsminister Shahjahan Khan erklärte, man werde mit Schaum gegen das Öl vorgehen. Bergungsschiffe seien auf den Weg geschickt worden. Die "Daily Star" allerdings berichtet unter Berufung auf die Marine, die Bergungsschiffe seien mit einem Tag Verspätung losgefahren.

Quelle: ntv.de, asc/dpa