Panorama
Der Sänger, Jazz-Pianist und Bandleader Paul Kuhn starb im Alter von 85 Jahren.
Der Sänger, Jazz-Pianist und Bandleader Paul Kuhn starb im Alter von 85 Jahren.
Montag, 23. September 2013

"Der Mann am Klavier": Paul Kuhn ist tot

"Es gibt kein Bier auf Hawaii": Die Welt der Unterhaltungsmusik und des Jazz nimmt Abschied von einem großen, einflussreichen Namen. Paul Kuhn, einer der Legenden des westdeutschen Schlagers, verliert den Kampf gegen sein krankes Herz.

So werden ihn seine Fans in Erinnerung behalten: Paul Kuhn (am Klavier) zusammen mit Max Greger und Hugo Strasser (v.l.) während eines Konzerts im Rahmen im Berliner Friedrichstadtpalast.
So werden ihn seine Fans in Erinnerung behalten: Paul Kuhn (am Klavier) zusammen mit Max Greger und Hugo Strasser (v.l.) während eines Konzerts im Rahmen im Berliner Friedrichstadtpalast.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Sänger, Arrangeur und Jazz-Pianist Paul Kuhn ist tot: Der gebürtige Wiesbadener starb in der Nacht im Alter von 85 Jahren. Kuhns Agentur hat entsprechende Presseberichte mittlerweile bestätigt. In einem Bericht der "Bild"-Zeitung hieß es, der Gesundheitszustand des Musikers habe sich bereits Anfang September verschlechtert.

Einen Abschied von der Bühne plante der vielseitige Musiker offenbar bis zuletzt nicht. Verschiedenen Quellen zufolge waren für November noch Auftritt bei den Leverkusener Jazztagen fest eingeplant. Kuhn wollte dort mit dem deutschen Filmorchester Babelsberg zu einer Geburtstagsgala vor das Publikum treten. Kuhn lebte seit mehr als drei Jahrzehnten in der Schweiz.

Schon länger Gesundheitsprobleme

Dass er unter gesundheitlichen Problemen leidet, war seinen Fans längst bekannt: Bereits im April musste sich der 85-Jährige nach einem Schwächeanfall vorübergehend in Stuttgart in stationäre Behandlung begeben. Anfang des Monats soll sich die Herzschwäche der Jazz-Legende erneut verschärft haben. Kuhn sei in eine Klinik eingewiesen worden, hieß es. In der Boulevardpresse war von einer Bypass-Operation und einer neuen Herzklappe die Rede.

Der klassisch ausgebildete Pianist wandte sich früh dem Jazz zu und feierte ab den 1950er Jahren zunehmend auch Erfolge als Schlagersänger. Einem breiteren Publikum bekannt wurde Kuhn vor allem durch seine TV-Auftritte als Bandleader von Swingbands. Große kommerzielle Erfolge waren ihm mit Titeln wie "Der Mann am Klavier" und nicht zuletzt auch dem Unterhaltungs-Evergreen "Es gibt kein Bier auf Hawaii" beschieden. Zuletzt war er mit dem kleineren "Paul Kuhn Trio" auf Bühnen unterwegs. Im Jahr 2010 zeichnete die Jazz-Szene Kuhn noch für sein Lebenswerk mit dem deutschen Musikpreis "Echo" aus.

Quelle: n-tv.de