Panorama

Riesenjet in Frauenhand Pilotin übernimmt A380

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Warum denn auch nicht: Pilotin Heitz hebt mit ihrem rund 500-Tonnen schweren Arbeitsgerät zum Routineflug ab.

(Foto: picture alliance / dpa)

Symbolische Aktion zum Frauentag: Mit großem Stolz schickt die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM einen ihrer vierstrahligen Doppelstock-Airbus auf die Transatlantikreise - mit einer rein weiblichen Besatzung. In Indien sitzen bei SpiceJet gleich mehrere Dutzend Pilotinnen am Ruder.

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Eine leitende Pilotin ist eigentlich längst eine Selbstverständlichkeit: Im Flugbetrieb muss sich der eine oder andere daran allerdings noch gewöhnen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zum Internationalen Frauentag hat Air France-KLM für einen Linienflug nach Washington eine im Luftreiseverkehr nach wie vor ungewöhnlichen Besatzung zusammengestellt: In Paris ist ein Air-France-Airbus vom Typ A380 mit einer ausschließlich weiblichen Crew zum Transatlantikflug gestartet.

Die A380 ist derzeit das größte Passagierflugzeug der Welt: In der Version A380-800 bietet das Flugzeug je nach Auslegung Platz für bis zu 853 Passagiere. Die Spannweite von Flügelspitze zu Flügelspitze beträgt 79,75 Meter. Die Reichweite mit vollen Tanks liegt bei rund 15.700 Kilometern - dazu kann der Airbus bis zu 320.000 Liter Kerosin aufnehmen. Das maximale Startgewicht gibt der Hersteller mit 560 Tonnen an.

Air France-KLM
Air France-KLM 1,55

Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, hob die Maschine pünktlich um 14.32 Uhr ab. Der von der Pilotin Christine Heitz gesteuerte Jet mit rund 300 Passagieren an Bord sollte gegen 15.45 Uhr (Ortszeit) in Washington landen. Neben der Pilotin zählten noch eine Ko-Pilotin und gut 20 Stewardessen zur Crew.

Offen blieb, ob es sich bei diesem Flug tatsächlich um ein Novum handelt - oder ob die Zwänge des Dienstplans nicht bereits zuvor "rein weibliche" Besatzungen zusammengeführt hatten.

Prestige-Flug mit Charity-Element

Einen weiteren Frauen-Flug hat Air France den Angaben zufolge für Samstag vorgesehen. Dann soll die Pilotin Valérie Loëvenbruck eine Boeing 777-200 nach Madagaskar fliegen. Die ausschließlich aus Frauen bestehende Crew werde anschließend auf Madagaskar ein SOS-Kinderdorf und die Hilfsorganisation "Aïna enfance et avenir" (Aïna Kindheit und Zukunft) besuchen, teilte die Airline mit.

Das Kinderdorf und die Organisation würden von der Air-France-Stiftung gefördert, sagte der Sprecher. Die Crew werde den Kindern Geschenke mitbringen - Spielsachen und pädagogisches Material. Welche Hilfsprojekte die männlichen Kollegen bei Air France unterstützen, ließ der Sprecher unerwähnt.

Eine vergleichbare Aktion kündigte unterdessen auch die indische Fluggesellschaft SpiceJet an: Pünktlich zum Weltfrauentag wollte die Airline die ersten Maschinen des Tages mit einer rein weiblicher Besatzung auf die Reise schicken. Im Unterschied zu Air France sollen bei SpiceJet allerdings nicht nur Pilotinnen und die übrige Bordcrew ausschließlich aus Frauen bestehen.

Rosa Rosen für weibliche Passagiere

SpiceJet bestand eigenen Angaben zufolge zusätzlich auf Technikerinnen sowie weiblichem Check-In- und Sicherheitspersonal. Um die Symbolkraft der Aktion zu verstärken, hielten die Inder noch eine kleine Geste für die Passagiere bereit: Alle reisenden Frauen an Bord hätten am Weltfrauentag eine rosa Rose geschenkt bekommen, berichtete die indische Nachrichtenagentur IANS.

"Damit wollen wir allen Frauen, die mit uns arbeiten und fliegen, Dankbarkeit zeigen", wird SpiceJet-Chef Neil Mills zitiert. Insgesamt setzte SpiceJet am Weltfrauentag 48 Pilotinnen und Kopilotinnen ein.

Quelle: ntv.de, mmo/AFP/dpa

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