Panorama

Grausiger Todesfall in den USA Polizei findet mumifizierte Sektenführerin

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Colorado ist vor allem für die Rocky Mountains berühmt.

(Foto: REUTERS)

Amy Carlson ist nach eigenen Angaben mehr als 500 Mal wiedergeboren worden. Nun ist es anscheinend ein weiteres Mal so weit: Die Polizei entdeckt den geschmückten Leichnam der Sektenführerin nach einem Hinweis an einer Art Schrein.

Im US-Bundesstaat Colorado haben Mitglieder der religiösen Sektenbewegung "Love Has Won" anscheinend ihre Anführerin mumifiziert. US-Medien zufolge erhielt der Sheriff des Bezirks Saguache County am 28. April einen Hinweis auf einen ungewöhnlichen Todesfall im abgelegenen Städtchen Moffat. Ein Beamter habe wenige Stunden später in einem Haus der Einhundert-Einwohner-Ortschaft die mumifizierten Überreste der 45-jährigen Amy Carlson entdeckt. "Love Has Won" bedeutet auf Deutsch: "Die Liebe hat gesiegt."

Den Angaben zufolge fand der Beamte die Leiche von Carlson in einem Schlafzimmer an einer Art Schrein vor. Er sprach gegenüber lokalen Medien von einem "verstörenden Anblick". Demnach befand sich der Leichnam in einem mit weihnachtlichen Lichterketten geschmückten Schlafsack. Die Augen von Carlson seien mit Glitter-Makeup geschminkt gewesen, heißt es.

Der Leichnam war Ende April demnach bereits so stark zersetzt, dass der örtliche Bestatter ihn nur mithilfe eines Zahnabdrucks identifizieren konnte, nicht anhand der Fingerabdrücke. Seinen Angaben zufolge könnte Carlson bereits seit März tot sein. Wie sie ums Leben kam, ist noch unklar. Ihre Zöglinge sollen Carlson "Gottmutter" genannt haben.

534 Leben als Jesus, Kleopatra und Marilyn Monroe

Die zuständige Staatsanwaltschaft hat sieben Mitglieder der Sekte angeklagt, allerdings nicht wegen Mordes. Es gebe keine Hinweise auf äußere Gewalteinflüsse, heißt es der Polizei zufolge. Ihnen wird stattdessen Leichenschändung und Kindesmissbrauch vorgeworfen. Dieser bezieht sich mutmaßlich darauf, dass in dem Haus, in dem die Überreste von Carlson gefunden wurden, auch zwei Kinder lebten. "Ich habe noch nie Menschen getroffen, die so gelassen mit einer Leiche im Haus umgegangen sind", sagte ein Polizeibeamter.

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Zu den Ursprüngen und den Inhalten der Sekte existieren nur einige wenige Hinweise. Mutmaßlich wurde "Love Has Won" im Jahr 2006 gegründet. In einem Interview mit einem amerikanischen Fernseharzt behauptete "Gottmutter" Carlson vor wenigen Monaten von sich selbst, 534 Mal wiedergeboren worden zu sein. Eines ihrer Leben soll sie demnach bis hin zur Kreuzigung als Jesus Christus auf der Erde verbracht haben, zwei weitere als Marilyn Monroe und Kleopatra. Weiterhin will sie in der Lage gewesen sein, Krebs zu heilen.

Mitglieder der Sekte sagen, dass Carlson von der Hüfte abwärts gelähmt war und zuletzt an einer schweren Krankheit litt. Zu den Regeln von "Love Has Won" soll es gehört haben, nur wenige Stunden zu schlafen und immer zu stehen. Betroffene Familien werfen der Sekte vor, Gehirnwäsche zu betreiben und den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Quelle: ntv.de, chr

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