Penis einer Statue abgebildet"Porno"-Banknote erregt Politiker

Apollon ist in der Mythologie der Gott der Künste. Kein Wunder also, dass seine Statue das Moskauer Bolschoi-Theater schmückt. Dass die Statue auch auf dem 100-Rubel-Schein zu sehen ist, erzürnt nun aber einen Politiker. Denn zu sehen ist Apollons bestes Stück.
Ein russischer Abgeordneter hat die Auswechslung einer "pornografischen" Banknote gefordert. Ein auf dem Schein teilweise sichtbarer Penis der darauf abgebildeten Statue könnte einen schlechten Einfluss auf Kinder haben, meint Roman Chudjakow von der ultra-nationalistischen Liberal-Demokratischen Partei.
Er habe daher der Zentralbank wegen des "nackten Apollon" auf dem 100-Rubel-Schein geschrieben. Demnach regte er an, das Motiv des Scheins im Wert von rund zwei Euro durch ein Bild der Stadt Sewastopol auf der kürzlich annektierten ukrainischen Halbinsel Krim zu ersetzen.
Der weitverbreitete Geldschein, der seit den späten 1990er-Jahren im Umlauf ist, zeigt eine Statue des griechischen Gottes Apollon auf dem Moskauer Bolschoi-Theater. Chudjakow sagte, er sei auf den Penis durch einige Schuljungen aufmerksam geworden, die sich kichernd darüber beugten.
"Wir müssen unsere Kinder vor solchen Informationen schützen, vor Pornografie", wetterte der Abgeordnete. Anfang Juli trat in Russland ein Gesetz in Kraft, das Flüche in Filmen, Theatern und den Medien verbietet.