Warnungen für Osten und SüdostenRegen überschwemmt Autobahn

Eine Unwetterfront zieht über den Südosten Deutschlands. Die Meteorologen warnen vor Dauerregen. Nördlich von Nürnberg steht eine Autobahn unter Wasser. Warnungen gibt es auch für Sachsen und Teile Sachsen-Anhalts, Thüringens und Brandenburgs. Sie gelten bis Freitagmorgen.
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Dauerregen und Überschwemmungen im Südosten Deutschlands. In Franken hat stundenlanger Regen bereits Straßen und Unterführungen überschwemmt. In Nürnberg habe es erhebliche Probleme im Berufsverkehr gegeben.
In einem Stadtteil von Nürnberg sei der Strom ausgefallen, teilte die Polizei mit. Wie viele Haushalte davon betroffen waren, war zunächst unklar. Der Regen hatte am Dienstagabend begonnen und bis in die Morgenstunden angedauert. Zahlreiche Keller liefen mit Wasser voll. Bei der Polizei gingen innerhalb von zwölf Stunden rund 35 Notrufe wegen des Unwetters ein.
Ein Teil der A73 bei Forchheim steht ebenfalls unter Wasser. Der Autobahnabschnitt wurde gesperrt. Außerhalb des Großraums Nürnberg kam es dem Bayerischen Rundfunk zufolge eher vereinzelt zu Einsätzen. Sollten die Regenfälle länger anhalten, werde allerdings in ganz Mittelfranken mit Überflutungen gerechnet.
Warnungen für den Osten Deutschlands
In der Nacht zum Mittwoch hatten die Meteorologen auch Warnungen für Sachsen und Teile Sachsen-Anhalts, Thüringens und Brandenburgs herausgegeben. Sie gelten bis Freitagmorgen. Gebietsweise könnten bis zu 50 oder 60 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, hieß es.
Aus diesem Grund erwartet der Wetterdienst neben Hochwasser an kleineren Flüssen und Bächen auch Erdrutsche und überflutete Straßen. Vereinzelt könnten die aus Tschechien heranziehenden Unwetter sogar 100 Liter Regen pro Quadratmeter mit sich bringen, sagte der Meteorologe Hans-Jürgen Langner vom Deutschen Wetterdienst. Verbreitet sollten binnen zwölf Stunden 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.
Statistisch gesehen hat der Juli zwar ein paar sommerlich warme und schöne Phasen gebracht, er ist aber bislang leicht zu kühl, zu wolkig und zu nass. "Gerade beim Regen haben wir bis jetzt schon vielerorts das Monatssoll deutlich überschritten", sagte n-tv Meteorologe Björn Alexander. "Das sind oft 50 bis 120 Liter pro Quadratmeter, die zusammengekommen sind. Und leider bleibt dieser Trend auch in der zweiten Monatshälfte bestehen."