Veranstalter senken die PreiseReisen werden billiger
Die Reiseveranstalter ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg senken die Preise im nächsten Sommer um durchschnittlich sechs Prozent. Marco Polo Reisen geht mit einer größeren Tourenauswahl in Afrika und günstigeren Preise in Asien ins neue Jahr.
Die Reiseveranstalter ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg senken die Preise im nächsten Sommer um durchschnittlich sechs Prozent. Möglich sei dies durch gefallene Kerosinpreise und durch Einkaufsvorteile, teilte die Rewe Pauschaltouristik mit. Das Unternehmen habe das Geschäftsjahr 2008/09 mit einem Umsatzplus von sechs Prozent abgeschlossen und liege damit deutlich über dem Marktdurchschnitt.
"Den Erfolg führen wir auf unsere Doppelstrategie zurück", sagte der Geschäftsführer der Rewe Touristik GmbH, Ralph Schiller. Einerseits hätten viele Kunden frühzeitig bereits im vergangenen Herbst gebucht. Nach einem Einbruch im Januar habe es dann ab den Sommerferien eine zweite kurzfristige Buchungswelle gegeben. "Auf beides hatten wir uns eingestellt", sagte Schiller. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltern hätten die Rewe-Pauschalanbieter ihre Hotel- und Flugkapazitäten nicht gekürzt. Es habe aber keine "Reise-Resterampe zu Ramschpreisen" gegeben, betonte er.
Winterbuchungen nur schleppend
Die Buchungen für die aktuelle Wintersaison seien schleppend angelaufen, räumte Schiller ein. Die Gästezahlen lägen um 2,4 Prozent unter Vorjahresniveau. Er sei aber zuversichtlich, dass die Zahlen in den kommenden Wochen noch steigen. Deutlich weniger Buchungen als vor einem Jahr gebe es vor allem für die Vereinigten Arabischen Emirate, die Algarve, Tunesien und Österreich.
Für 2010 erwartet Schiller keine Entspannung auf dem Reisemarkt. Bei den Kunden werde es weiter eine klare Zweiteilung in Frühbucher und Kurzfristbucher geben. Deshalb solle das Angebot an flexiblen Reisen ausgebaut werden. Wie bei Tjaereborg sollen Kunden demnächst auch bei ITS und Jahn Reisen Flüge und Hotels zu tagesaktuellen Preisen zusammenstellen können.
Studiosus weniger gefragt
Der Reiseveranstalter Studiosus musste bei Gästen und Umsatz einen Rückgang hinnehmen. Wie das Unternehmen mitteilte, buchten im Geschäftsjahr 2009 etwa 94.300 Menschen Touren der Unternehmensgruppe aus München - ein Rückgang von 6,8 Prozent. Der Umsatz sei um 6,5 Prozent auf 217,9 Millionen Euro und damit etwa auf das Niveau von 2007 zurückgegangen.
Mehr Afrika und günstigere Asien-Reisen bei Marco Polo
Eine größere Tourenauswahl in Afrika und günstigere Preise in Asien: Mit diesen Änderungen geht Marco Polo Reisen ins neue Jahr. Die drei Kataloge für 2010 enthalten rund 200 Routen in mehr als 60 Ländern, teilte der zur Studiosus-Gruppe gehörende Veranstalter bei seiner Programmvorstellung in Hamburg mit. Außerdem kehren Sri Lanka sowie die zuletzt am Anfang der 90er Jahre in den Katalogen vertretenen Philippinen ins Portfolio zurück.
Neu in Afrika seien zum Beispiel Touren nach Uganda und Ruanda, wo es zum Trekking und zu einem Besuch der Berggorillas in den Regenwald geht. In Ägypten werden drei neue Rundreisen aufgelegt. Insgesamt stehen nun 30 "Entdeckerreisen" auf dem Kontinent zur Auswahl.
Mehr Bahnreisen in Asien
In Asien setzt der Anbieter verstärkt auf Reisen per Bahn, sagte Marco-Polo-Manager Holger Baldus. In Indien und vor allem in China gebe es mehrere neue Hochgeschwindigkeitszüge, die nun "wo immer möglich in unsere Reisen integriert werden". Die bis zu 300 Stundenkilometer schnellen Züge ersetzen in den Reiseabläufen Inlandsflüge und Busfahrten. Auch Nachtzüge seien für die Touren jetzt interessant geworden, seit sie neben den Vier-Bett- auch Zwei- Bett-Abteile haben. Zudem werde in China auf einige "alte Zöpfe" verzichtet: Statt vieler alter Tempel würden verstärkt zum Beispiel moderne Künstlerviertel und die Olympiastätten von 2008 in Peking besucht, erklärte Baldus.
Die Preise gehen bei Marco Polo durchschnittlich "im einstelligen Bereich" nach unten. In Indien, China und Vietnam wird die Marke um zehn Prozent günstiger. Neu ist außerdem, dass Indien-Touren jetzt auch ohne den Langstreckenflug als Teil des Reisepaketes zu haben sind. Dies sei interessant für Urlauber, die selbst ihre Flüge suchen oder sie zum Beispiel mit Prämienmeilen bezahlen wollen. Anders als noch vor wenigen Jahren sei der Flugmarkt von Europa nach Indien gerade "sehr umkämpft", was zu günstigeren Preisen geführt habe.