"Giganten Argentiniens"Riesen-Dinosaurier in Bonn
Acht Meter hoch und vom Kopf bis zur Schwanzspitze 38 Meter lang: Für den "Argentinosaurus huinculensis" hat das Museum Alexander Koenig in Bonn im Garten eigens ein Zelt errichtet.
Acht Meter hoch und vom Kopf bis zur Schwanzspitze 38 Meter lang: Für den "Argentinosaurus huinculensis" hat das Museum Alexander Koenig in Bonn im Garten eigens ein Zelt errichtet. Der wahrscheinlich größte Langhalsdinosaurier oder wissenschaftlich Sauropode passte nicht ins Museumsgebäude. "Argentinosauris" ist eines von 26 Exponaten, die vom 3. Dezember bis zum 6. Juni 2010 in der Ausstellung "Dinosaurier - Giganten Argentiniens" in Bonn zu sehen sind. Den Besucher erwarten die ältesten, die seltensten und die größten Dinosaurier der Südhalbkugel, einem Dorado für Experten. Dabei sind aus Sammlungen argentinischer Museen originale Fossilien wie Skelette und Knochen und detailgenaue Rekonstruktionen zu sehen.
Die Ausstellung zeigt die versteinerten Urzeitriesen aus allen Epochen des Erdmittelalters. So reicht die Zeitspanne von ihrer Entstehung vor etwa 230 Millionen Jahren bis zu ihrem Aussterben vor 65 Millionen Jahren. Die Schau war zuvor bereits in Rosenheim (Bayern) zu sehen.
Der Riesen-Dino ist für den Dinosaurier-Experten der Universität Bonn, Professor Martin Sander, der Höhepunkt der Ausstellung. "Allein der Oberschenkel des friedlichen 80 Tonnen-Pflanzenfressers maß zweieinhalb Meter", sagt er. Zur Wanderausstellung gehört auch ein fast zwei Meter breiter Rückenwirbel. Er wird dem "Puertasaurus reuili" zugeordnet, zweifellos auch einer der größten Saurier, die je gefunden wurden. Kleiner geht es bei dem Exponat von "Mussaurus patagonicus" zu. Das winzige Skelett mit dem großen Kopf und den großen Augen ist der vermutlich älteste Dinosaurier-Schlüpfling der Welt.