Studenten üben GeburtshilfeRoboter-Frau gebärt Kind
In Südkorea wirken sich die niedrigen Geburtenraten auf die Lehre an Universitäten aus. Für Praxis-Übungen im Fach Geburtshilfe kommt in Seoul die lebensgroße Roboter-Frau Noelle zum Einsatz.
In Südkorea wirken sich die niedrigen Geburtenraten nun auch auf die Lehre an Universitäten aus. Für Praxis-Übungen im Fach Geburtshilfe kommt in Seoul die lebensgroße Roboter-Frau Noelle zum Einsatz, die ihrerseits einen Roboter-Säugling gebärt. Durch die sinkenden Geburtenraten schwänden die Chancen ihrer Studenten, Geburten in der Realität mitzuverfolgen, sagte Professor Jung Eui von der Kyunghee Universität.
Noelle indes sei voll funktionsfähig. "Wir können sogar komplizierte Fälle wie Steißgeburten simulieren. Die Studenten können mit so einem Modell in einer sehr realistischen Situation trainieren", sagte Jung. Während der Geburt zeichnen die Studenten Lebenssignale von Noelle auf. Den Gesundheitszustand des Kindes können sie über Lichtsignale auf dessen Händen feststellen: Blaues Licht bedeutet Probleme, Rosa Licht heißt, alles ist in Ordnung.
Südkorea hat eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt. Jede Südkoreanerin bringt im Durchschnitt 1,08 Kinder zur Welt. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 1,4 Kinder je Frau. Auch das ist zu wenig, um den Bevölkerungsrückgang aufzuhalten.