"Keine Wünsche offen"Schnee lockt tausende zum Harz
Schneehöhen von über einem Meter, auf dem Brocken sogar von 1,60 Meter: Im gesamten Harz gibt es momentan beste Voraussetzungen für alle Wintersportarten. Nur das Wandern in dichten Wäldern ist in einigen Bereichen eingeschränkt, weil Bäume unter der Schneelast umstürzen können.
Nach dem großen Ansturm zu den Weihnachstagen rechnet die Tourismusbranche im Harz mit einer noch größeren Reisewelle zum Jahreswechsel. Schneehöhen von über einem Meter, auf dem Brocken sogar einen Meter und 60 Zentimeter, und gelegentliche Sonnenstrahlen in den Höhenlagen "lassen keine Wünsche offen", freut sich die Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes in Goslar, Miriam Fuchs. Im gesamten Harz gäbe es für tausende von Besuchern beste Voraussetzungen für alle Wintersportarten.
Nur das Wandern in dichten Wäldern sei in einigen Bereichen eingeschränkt. Schneemassen hätten in den vergangenen Tagen manchen altersschwachen Baum blitzschnell zusammenbrechen lassen. Bisher sei die Lage entspannt. Es könne sich aber ändern, wenn Wind aufkommt, sagte sie.
Straßenverhältnisse "winterlich normal"
Hotels und Pensionen berichteten von guten Buchungszahlen zum Jahreswechsel. Die Straßenverhältnisse, die während der Weihnachtstage einige davon abgehalten hätten, in den Harz zu fahren, seien inzwischen "winterlich normal". Kurzentschlossene hätten noch Chancen, Unterkünfte zu bekommen. Bei der Ortswahl sollten sie jedoch flexibel sein.
Zahlreiche Orte haben sich den Angaben zufolge zum Jahreswechsel etwas einfallen lassen, um Gäste anzulocken. In Braunlage (Kreis Goslar) beispielsweise könne unter Flutlicht auch noch am Abend Ski gelaufen werden. In Clausthal-Zellerfeld zieht ein Märchenerzähler mit Wandergruppen in den Winterwald. Die Ranger im Nationalpark führen Langlaufgruppen oder führen mit kinderfreundlichen Pferden durch den Schnee.
An der Rabenklippe bei Bad Harzburg können Besucher beobachten, wie zum Teil ausgewilderte Luchse gefüttert werden oder unter Anleitung lernen, die Tierspuren im Schnee zu lesen. Wer sich nach Minustemperaturen "aufwärmen" will, für den hat die Einhornhöhle in Scharzfeld wieder geöffnet. In der 600 Meter langen Höhle herrscht konstant eine Temperatur von sechs Grad.