Panorama

"Ein außergewöhnliches Verbrechen" Schüsse von Fulda aufgeklärt

Drei Tage nach den tödlichen Schüssen auf einen 17-Jährigen in Fulda klicken die Handschellen. Die Polizei fasst einen Verdächtigen. Er soll den jungen Münchner aus Habgier umgebracht haben.

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Am Tatort in Fulda.

(Foto: dpa)

Die tödlichen Schüsse auf einen 17-Jährigen bei einem vorgetäuschten Autoverkauf in Fulda sind nach Einschätzung der Behörden weitgehend aufgeklärt. Ein am Montagabend gefasster Tatverdächtiger aus dem mittelhessischen Grünberg soll das Opfer am Freitag mit sechs Schüssen aus kurzer Distanz aus Habgier getötet haben. Wie Staatsanwaltschaft Fulda und Polizei mitteilten, wurde Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Raubes beantragt. Der 38-jährige Arbeitslose schweigt zur Tat. Das Opfer aus München stammt aus einer rumänischen Großfamilie.

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Alfons Hoff war sich sicher: "Wir kriegen ihn."

(Foto: dpa)

Die Behörden kamen dem Mann durch Bilder einer Überwachungskamera und eine Beschreibung von Täter und Fluchtwagen auf die Spur. "Als wir die Fotos hatten, war mir klar: Wir kriegen ihn - früher oder später", sagte der Fuldaer Polizeipräsident Alfons Hoff. Der Clou: Ein Polizeibeamter hatte auf den Bildern einen Kameraden aus seinem Sportverein erkannt. Auch die 30 Jahre alte Freundin des Mannes wurde ergriffen; die Polizei ermittelt gegen sie wegen Beihilfe. Die Tatwaffe, eine Pistole mit Kaliber neun Millimeter, wurde noch nicht gefunden. Laut Polizei ist der Verdächtige vorbestraft.

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Ermittler sichern Spuren in Fulda.

(Foto: dpa)

Der 17-Jährige war am Freitag mit seinem 19 Jahre alten Schwager von München nach Fulda gefahren. Dort wollte er für knapp 15.000 Euro einen VW-Bus kaufen. Käufer und Verkäufer trafen sich und gingen auf einen Parkplatz. In einer schwer einsehbaren Gasse eröffnete der Täter das Feuer auf den 17-Jährigen. Der 19-Jährige, der das Geld für den Kauf bei sich trug, konnte flüchten. Er gab der Polizei später eine genaue Beschreibung des Täters. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Fulda, Peter Gast, sagte: "Das war ein außergewöhnliches Verbrechen. Eine Tat aus dem Nichts."

Quelle: n-tv.de, dpa

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