Panorama

Sechs Mädchen, sechs Jungen Schwanger mit Zwölflingen

Eine junge Tunesierin könnte einen neuen Rekord aufstellen: Die Frau sei mit Zwölflingen schwanger, berichteten tunesische Medien. Jedoch wird auch spekuliert, ob es sich um eine vorgetäuschte Schwangerschaft handeln könnte.

Eine Tunesierin soll nach Berichten lokaler Medien Zwölflinge erwarten. Eine Bestätigung für die Schwangerschaft war weder von der Familie der werdenden Mutter noch von deren Anwalt zu erhalten. Das tunesische Gesundheitsministerium will nun eine offizielle Delegation zu der Frau schicken. Diese werde den Fall prüfen, hieß es aus Regierungskreisen in Tunis.

Die Schwangere soll in einem Krankenhaus in der Stadt Gafsa, rund 350 Kilometer südwestlich von Tunis, liegen. Sie sei bereits im neunten Monat und werde rund um die Uhr betreut, berichtete die Zeitung "Alchourouk". Seine Frau erwarte sechs Jungen und sechs Mädchen, sagte ihr Mann der Zeitung "Assabah". Er versicherte, dass seine Frau auf natürliche Weise schwanger geworden sei. Sie habe weder Hormone noch andere Mittel genommen.

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Mediziner bezeichneten den Zustand der Frau und der zwölf Föten als "sehr gut", berichtete "Assabah" weiter. Die Ärzte erwarteten eine Entbindung ohne Kaiserschnitt in mehreren Etappen. Laut der Zeitung "Alchourouk" hat die seit mehreren Jahren arbeitslose Frau ihren Mann im Juli 2007 geheiratet und bereits zwei Fehlgeburten erlitten. Sie werde bis zur Entbindung im Krankenhaus bleiben.

Mehrlingsbabys sind meist Frühgeburten

In Tunesien wurde unterdessen spekuliert, dass es sich um eine vorgetäuschte Schwangerschaft handeln könne. Zudem wurde nicht ausgeschlossen, dass der Mann der Frau finanziellen Profit aus der Situation schlagen will.

Eine erfolgreiche Schwangerschaft mit Zwölflingen wäre eine medizinische Sensation. Die höchste Zahl bei einer Mehrlingsgeburt wurde 1971 aus Australien gemeldet: Dort kamen Neunlinge zur Welt, die jedoch alle nach wenigen Tagen starben. Mehrlingsbabys sind meist Frühgeburten, die durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommen. Die Überlebenschance der Säuglinge hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit sie im Mutterleib verbracht haben. Die oft weniger als 1000 Gramm schweren Frühchen bedürfen einer besonderen ärztlichen Betreuung. Je später die Kinder zur Welt kommen, desto besser sind ihre Chancen.

Mehrlingsschwangerschaften sind oft Folge einer Fruchtbarkeitsbehandlung mit Hormonen, mit der die Produktion von Eizellen angekurbelt wird. Auch die künstliche Befruchtung kann zu Mehrlingen führen, weil mehrere befruchtete Eizellen in die Gebärmutter eingesetzt werden.

Quelle: ntv.de, dpa

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