Rückgang der Gästezahlen Schweiz als Urlaubsland zu teuer
Ein Urlaub in der Schweiz ist für viele ausländische Touristen langsam, aber sicher zu teuer. Grund ist der schwache Euro. Er zwingt die Reisenden, tiefer in die Tasche zu greifen.
Wegen des starken Frankens wird Urlaub in der Schweiz für Touristen aus dem Ausland langsam zu teuer. Das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel rechnet für die kommende Wintersaison mit einem Rückgang der Hotelübernachtungen um 1,5 Prozent. Bei den Gästen aus der Eurozone müssen die Hotels ein Minus von fünf Prozent einkalkulieren, hieß es in der im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft erstellten Prognose. Auch Bergbahnen und Liftbetreiber müssen sich auf leicht sinkende Umsätze einstellen.
Der Franken hat seit Anfang des Jahres gegenüber der europäischen Einheitswährung kräftig aufgewertet. Für einen Euro erhalten europäische Touristen derzeit rund 1,35 Franken. Zu Beginn der Ski-Saison des letzten Jahres waren es noch rund 1,50 Franken gewesen.
Bereits im Sommer dieses Jahres ging die Zahl der Gäste aus Deutschland und Italien deutlich zurück. Dass die Sommersaison für das Schweizer Tourismusgewerbe doch noch ganz gut ausfiel, lag nach BAK-Angaben auch an den Passionsspielen in Oberammergau. Diese lockten viele Amerikaner nach Europa, die bei dieser Gelegenheit dann auch einen Abstecher in die Schweiz unternahmen. "Der starke Franken ist und bleibt ein gewichtiger Belastungsfaktor für die schweizerische Tourismuswirtschaft", hieß es in der Studie. Vor allem in Bergkantonen wie etwa Graubünden ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, auf den ein guter Teil der Arbeitsplätze entfällt.