Pazifik kommt nicht zur RuheSeebeben lösen Panik aus
Mehrere Beben sorgen im Südpazifik erneut für Angst vor einem Tsunami. Zwar bleibt die Flutwelle aus - Experten erwarten allerdings Nachbeben.
Die Erdbebenserie im Südpazifik reißt nicht ab. Nach den drei Beben mit Stärken über 7 um kurz nach Mitternacht mitteleuropäischer Zeit erschütterten mindestens sieben Nachbeben die Region. Das bislang stärkste erreichte um 4.12 Uhr MESZ eine Stärke von 6,9. Schäden wurden nicht gemeldet.
Nach den ersten Beben war in zahlreichen der oft nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegenden Inselstaaten Tsunami-Alarm ausgelöst worden. Zehntausende Menschen auf den Salomonen-Inseln, Vanuatu, Fidschi und anderen Pazifik-Inseln brachten sich in Sicherheit. Der Meeresspiegel stieg aber nur um wenige Zentimeter – die Tsunami-Warnung wurde wieder aufgehoben
Die Epizentren der Beben lagen auf halbem Weg zwischen Vanuatu und den Salomonen-Inseln rund 270 Kilometer von den Küsten entfernt. Die Region liegt 2100 Kilometer nordöstlich von Brisbane in Australien.
Panik auf Samoa
Panik herrschte auch in Samoa, wo vor gut einer Woche nach einem Seebeben der Stärke 8 ganze Dörfer von einem Tsunami zerstört worden waren. Nach Berichten von Augenzeugen flohen tausende Menschen aus den Küstengebieten, in dichtbesiedelten Regionen brach ein Verkehrschaos aus. Durch den Tsunami am 29. September starben in Samoa und dem benachbarten Tonga nach Behördenangaben mehr als 180 Menschen.
Der pazifische Feuerring, über dem die betroffenen Regionen liegen, zeigt in den vergangenen Wochen eine beunruhigende tektonische Aktivität: Einen Tag nach dem Seebeben vor Samoa wurde die indonesische Insel Sumatra von einem Beben der Stärke 7,6 erschüttert. Die Zahl der Toten wird auf mehrere Tausend geschätzt.
Ein Wissenschaftler sagte, dass die jüngste Serie von starken Beben in der Region ungewöhnlich sei und Nachbeben zu erwarten seien. Es müsse hinterfragt werden, ob es eine Verbindung zwischen diesen Seebeben gebe, sagte Mike Standiford von der Fakultät Geowissenschaften an der Universität in Melbourne.