Panorama

Leere Zelle in BochumStraftäter entkommt aus Gefängnis

16.01.2012, 13:50 Uhr

Schock bei der Frühstücksausgabe: Als die Gefängniswärter in Bochum einem Gefangenen das Frühstück bringen wollen, finden sie seine Zelle verlassen vor. Der Mann wird als gefährlich eingestuft. Er ist 1983 zu lebenslänglicher Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

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Wie der Straftäter das Gefängnis verlassen konnte, ist noch unklar. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Einem zu Lebenslänglich mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteiltem Straftäter ist die Flucht aus dem Gefängnis in Bochum gelungen. Bei der Frühstücksausgabe sei die Zelle des 50-Jährigen leer vorgefunden worden, teilte das Landesjustizministerium mit. Nach Angaben der Gefängnisleitung war demnach das Zellengitter durchgesägt. "Es muss davon ausgegangen werden, dass der Gefangene das Gelände der Justizvollzugsanstalt verlassen konnte", erklärte das Ministerium. Der Geflohene müsse "als gefährlich eingestuft werden".

Der Mann war 1983 wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes mit Todesfolge sowie wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes in drei Fällen in Tateinheit mit sexueller Nötigung verurteilt worden. Der Düsseldorfer Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) sandte ein Expertenteam seines Ministeriums in die Bochumer Justizvollzugsanstalt. Das Team werde gemeinsam mit Anstaltsleitung, Polizei und Staatsanwaltschaft in Bochum "den Sachverhalt mit Hochdruck aufklären", teilte das Ministerium mit.

Quelle: dpa