Panorama

Menschen sterben in den Fluten Südspanien unter Wasser

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In Villanueva del Rosario bei Málaga tritt ein Bach übers Ufer.

(Foto: AP)

Im sonnenverwöhnten Südspanien kämpfen die Menschen mit heftigen Regenfällen. Überschwemmungen setzen den Provinzen Andalusien und Murcia zu. Die Zahl der Ertrunkenen steigt. Und noch immer werden Personen vermisst. Auch Marokko ist von schweren Unwettern betroffen.

Mindestens acht Menschen sind im Süden Spaniens bei schweren Überschwemmungen nach sintflutartigen Regenfällen ums Leben gekommen. Am Samstagmorgen wurde spanischen Medien zufolge in der Provinz Murcia in einem Auto die Leiche einer Frau gefunden, die zuvor als vermisst gemeldet worden war. Zwei weitere Menschen gelten nach wie vor als vermisst. In der Regionen Andalusien und Murcia wurden jeweils vier Menschen Opfer der Fluten. Hunderte Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden.

Eines der Todesopfer in Murcia ist ein neun Jahre altes Mädchen, dessen Leiche in einem Auto gefunden wurde. In der Provinz Almería starb ein Ehepaar in einem Auto, das von den Fluten mitgerissen worden war. In derselben Provinz starb ein älterer Mann an einem Herzinfarkt, als er mit einem Hubschrauber vom Dach seiner Wohnung evakuiert wurde. In der Provinz Málaga ertrank eine ältere Frau, nachdem ein Fluss über die Ufer getreten war.

Die Helfer mussten Schlauchboote einsetzen, um Menschen zu retten. Hunderte Soldaten wurden dazu abkommandiert. Mehrere Orte wurden überschwemmt und von der Außenwelt abgeschnitten. In Murcia und Almería stürzten zwei Autobahnbrücken ein. In der Ortschaft Gandía in der Region Valencia wurden 35 Menschen verletzt, als ein Wirbelsturm über eine Kirmes hinwegzog.

Auch am anderen Ufer des Mittelmeeres, in Marokko, starben bei Überschwemmungen infolge von Unwettern nach Behördenangaben drei Menschen. In den Ortschaften Anka und Ikaken in der westlichen Region Safi seien eine 50-Jährige, ihre Schwiegertochter sowie ein 14-Jähriger vom Hochwasser fortgerissen worden, führte die Nachrichtenagentur MAP aus. In Marokko fällt seit zwei Tagen ungewöhnlich viel Regen, der von Sturmböen begleitet wird.

Quelle: ntv.de, dpa