Lokführer stirbtTGV-Schnellzug kracht in Lastzug in Nordfrankreich

In Nordfrankreich ist ein Hochgeschwindigkeitszug mit reduziertem Tempo unterwegs, als es zu einer Kollision kommt. Nach dem Unglück sind Rettungskräfte mit einem Großaufgebot im Einsatz. Mehr als zehn Passagiere werden verletzt - und es gibt eine Festnahme.
Ein TGV-Schnellzug mit rund 250 Reisenden ist in Nordfrankreich mit einem Lastzug zusammengestoßen und entgleist. Laut Polizeiangaben kam der Lokführer ums Leben und 13 Reisende wurden verletzt, zwei davon schwer, wie der Sender TF1 berichtete. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot kündigte an, zusammen mit Bahnchef Jean Castex zum Unfallort zwischen Béthune und Lens zu kommen.
Zu dem Unglück kam es auf einem Bahnübergang in der Ortschaft Nœux-les-Mines abseits des Hochgeschwindigkeitsnetzes der französischen Bahn. Dort war der TGV, der sich auf dem Weg nach Paris befand, mit dem Tempo eines gewöhnlichen Zuges unterwegs. Wie die Zeitung "La Voix du Nord" berichtete, kollidierte der Zug kurz vor 7 Uhr mit dem Anhänger eines Lastzuges, der Armeefahrzeuge transportierte. Der Fahrer des Lastzuges sei in Polizeigewahrsam genommen worden.
Auf Fotos, die ein Verantwortlicher der Bahngewerkschaft teilte, war der schwerbeschädigte und aus den Gleisen gesprungene Triebkopf des Zuges zu sehen. Vor einer Woche erst sei auf einem Bahnübergang ein Schwertransport für die Armee stecken geblieben, meinte der Gewerkschafter.