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Nonne verlässt Kloster nach 84 Jahren Teresita behält die Augen zu

Ihr Vater hatte sie einst ermutigt, Nonne zu werden. Jetzt lebt Teresita schon 84 Jahre in einem Kloster rund 100 Kilometer nordöstlich von Madrid. Um den Papst zu sehen, will die Nonne das Kloster erstmals seit ihrem Eintritt verlassen. Den Weg nach Madrid wird sie jedoch mit geschlossenen Augen zurücklegen.

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wenn Papst Benedikt XVI. am Freitag in Madrid beim katholischen Weltjugendtag mit Geistlichen zusammentrifft, ist auch die 103 Jahre alte Ordensschwester Teresita mit von der Partie. Die Nonne wird zu diesem Zweck erstmals ihr hundert Kilometer nordöstlich von Madrid gelegenes Kloster verlassen, in das sie im Alter von 19 Jahren am 16. April 1927 eingetreten war. Das Datum ist zugleich der Geburtstag von Joseph Ratzinger, dem heutigen Oberhaupt der katholischen Kirche.

Laut der Äbtissin des Klosters Buenafuente del Sistal, Mutter Maria, will Schwester Teresita die gesamte Strecke mit geschlossenen Augen zurücklegen, "damit nichts sie ablenkt".

In einem jüngst erschienenen Buch von Jesús García über das Leben von zehn Frauen im Kloster wird Schwester Teresita mit den Worten zitiert: "Wer kann 84 Jahre im Kloster zubringen, ohne glücklich zu sein? Natürlich bin ich glücklich." Teresita war von ihrem Vater, einem armen Landarbeiter, ermutigt worden, Nonne zu werden.

Quelle: n-tv.de, AFP

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