Panorama

Erlkönig rast in UnfallstelleTestfahrer schweigt

26.04.2010, 15:16 Uhr
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Der Testwagen an der Unfallstelle. (Foto: dpa)

Ein getarnter Prototyp von Mercedes kracht am Wochenende auf der Autobahn 81 mit hoher Geschwindigkeit in eine Unfallstelle. Ein junger Mann kommt ums Leben, der Testfahrer selbst wird schwer verletzt. Daimler rechtfertigt die Fahrten mit den Erlkönigen und der Fahrer verweigert sie Aussage.

Nach dem tödlichen Unfall mit einem Mercedes-Prototypen verweigert der Fahrer des Testwagens jede Aussage. Auch ein Gutachten, das eigentlich binnen weniger Tage vorliegen sollte, werde wohl noch einige Wochen brauchen, teilte die Polizei mit. Der 52-jährige Testfahrer war in der Nacht zum Samstag bei Rottweil mit hoher Geschwindigkeit in eine Unfallstelle gekracht und hatte dabei einen 26-Jährigen getötet.

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Das Auto des 26-Jährigen wurde komplett zerstört. (Foto: dpa)

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der Mann war bei dem Unfall verletzt worden, konnte das Krankenhaus aber inzwischen wieder verlassen.

Der Autobauer Daimler setzt trotz des Unfalls auch künftig auf Fahrten mit sogenannten Erlkönigen. Die neu entwickelten Autos würden zwar so weit wie möglich auf abgesperrtem Gelände getestet. Nachtfahrten auf öffentlichen Straßen seien aber absolut notwendig, sagte eine Sprecherin. "Wir testen das Auto unter Realbedingungen, so wie es später auch der Kunde fahren wird."

Quelle: dpa