Panorama

Dach eingestürzt Tod im Schwimmbad

In einem Einsturz von 45 schweren Betonplatten eines Schwimmbaddachs sind in Russland 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter zehn Kinder. Die Behörden in dem Ort Tschussowoi bei Perm im Ural prüften am Montag, ob am Sonntag eine schwere Schneelast oder Baumängel die Katastrophe in dem 13 Jahre alten Schwimmbad auslösten.

Der örtliche Repräsentant des Moskauer Katastrophenschutzministeriums, Iwan Kumanjow, sagte, die Qualität des Betons sei sehr schlecht gewesen. Das Stahlgitter und 45 Betonplatten seien auf einer Fläche von 400 Quadratmetern auf die Badenden gestürzt, darunter viele Familien mit ihren Kindern.

Bergungsmannschaften arbeiteten 15 Stunden mit schwerem Gerät, um an die Verschütteten heranzukommen.
Ein Überlebender sagte, er sei mit seiner Frau und seinem vierjährigen Sohn geschwommen, als das Dach einstürzte. "Es geschah in Sekundenbruchteilen. Wir verstanden überhaupt nicht, was passierte." Seine Frau sei schwer verletzt worden, sein Sohn ums Leben gekommen.

Die von Betontrümmern erschlagenen Kinder waren zwischen drei und 13 Jahren alt. Das Unglück in Tschussowoi weckte Erinnerungen an den Einsturz einer Dachkonstruktion eines Moskauer Erlebnisbads im Februar 2004. Dabei kamen 28 Menschen ums Leben, 100 weitere wurden verletzt.

Der Fernsehsender Kanal Eins berichtete, das Schwimmbad in Tschussowoi sei nach dem Moskauer Unglück überprüft und als sicher eingestuft worden. In der 1.200 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Region wurde der Dienstag zum Tag der Trauer erklärt.

Quelle: n-tv.de