Panorama

Raffaels Madonnen in DresdenTreffen nach 500 Jahren

15.06.2011, 10:51 Uhr

Dresden ist nicht eben arm an großen Kunstwerken, aber dank Papst Benedikt XVI. treffen dort bald zwei große Meisterwerke aufeinander, die sonst weit voneinander entfernt sind. Der Andrang wird wohl noch größer als sonst, aber es lohnt sich.

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Bald für einige Zeit vereint: Raffaels "Sixtinische Madonna", das wohl bekannteste der in Dresden ausgestellten Meisterwerke ... (Foto: picture-alliance/ dpa)

Papst Benedikt XVI. macht's möglich: Eine Sonderausstellung zu seinem Deutschlandbesuch führt zwei berühmte Madonnen des italienischen Künstlers Raffael nach knapp 500 Jahren wieder zusammen. Die "Madonna di Foligno" aus den Vatikanischen Museen in Rom wird vom 6. September bis zum 8. Januar 2012 neben der "Sixtinischen Madonna" in der Gemäldegalerie Alte Meister hängen, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit. Die Meisterwerke seien echte "Geschwisterbilder" und standen mutmaßlich zusammen in der Werkstatt des Malerfürsten der Renaissance.

Die Schau "Himmlischer Glanz. Raffael, Dürer und Grünewald malen die Madonna" zeigt hochkarätige Beispiele der Madonnendarstellung aus der Zeit Raffaels von Künstlern nördlich und südlich der Alpen. Die Gottesmutter war damals das am häufigsten dargestellte Motiv. Raffael galt als Madonnenmaler schlechthin, aber auch Namen wie Albrecht Dürer, Matthias Grünewald und Lucas Cranach der Ältere standen für die hohe Kunst der Mariendarstellung.

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... und die "Madonna di Foligno", sonst in Rom zu bewundern. (Foto: Wikipedia/Carlo Colombo)

Die mehr als drei Meter hohe Altartafel "Madonna di Foligno" malte Raffael 1512, in dem Jahr erhielt er von Papst Julius II. auch den Auftag zur "Sixtinischen Madonna". Die römische Madonna verlässt für die Dresdner Schau erstmals den Vatikan.

Der Papst will Deutschland vom 22. bis 25. September besuchen. Neben Berlin - wo er als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche eine Rede vor dem Bundestag halten wird - sind Erfurt und Freiburg die geplanten Stationen seiner Reise. Für Benedikt XVI. ist es der dritte Deutschlandbesuch seit seiner Wahl 2005: Noch im selben Jahr besuchte er damals den Weltjugendtag in Köln, 2006 bereiste er dann sein Heimatbundesland Bayern.

Quelle: abe/dpa