Panorama

Schwarzhaarig, Sommersprossen Verwirrende Zeugenaussagen

Die Polizei zweifelt offenbar an der Schlüssigkeit der Zeugenaussagen der acht und neun Jahre alten Mädchen, die einen zündelnden Mann im Hausflur des abgebrannten Hauses in Ludwigshafen gesehen haben wollen. Die Kinder hätten nur vage Angaben gemacht und sich bei der Beschreibung des angeblich beobachteten Mannes widersprochen, berichtet "Focus" unter Berufung auf ein Vernehmungsprotokoll. Demnach habe eines der beiden Kinder den möglichen Täter als "schwarzhaarig mit Sommersprossen" beschrieben. Was denn Sommersprossen seien, hakte ein Beamter nach. "Weiß nicht", habe das Mädchen daraufhin zugeben müssen.

Zudem seien die elektrischen Leitungen in dem Altbau "unsachgemäß verlegt worden", berichtet das Magazin weiter unter Berufung auf einen Brandfachmann. Der Polizei liege außerdem eine namentliche Zeugenaussage vor, dass im Keller des Gebäudes illegal Strom abgezapft worden sei. Im Dachgeschoss habe sich eine Baumaschine befunden, wohl um das betagte Haus demnächst zu sanieren.

Bei der Brandkatastrophe am Sonntag vor einer Woche waren neun Türken ums Leben gekommen und 60 Hausbewohner verletzt worden. Vor allem in türkischen Medien war spekuliert worden, dass es sich um Brandstiftung aus Ausländerhass handeln könnte. Am Donnerstag hatte der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan die Brandruine besichtigt und die Medien zur Mäßigung aufgerufen.

Quelle: ntv.de