Panorama

Absturz von Überlingen Vier Schuldsprüche

Vier Mitarbeiter der Schweizer Flugsicherung Skyguide sind wegen des Flugzeugunglücks von Überlingen zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Bezirksgericht im schweizerischen Bülach befand sie der fahrlässigen Tötung für schuldig. Drei Skyguide-Angestellte der Führungsebene erhielten Freiheitsstrafen von zwölf Monaten mit zwei Jahren Bewährung. Der vierte muss eine Geldstrafe zahlen. Die vier anderen der insgesamt acht Angeklagten wurden freigesprochen.

Bei Überlingen waren im Juli 2002 ein Passagierflugzeugs der Bashkirian Airline mit einer DHL-Frachtmaschine in der Luft zusammengeprallt. 71 Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Ein Großteil der Opfer waren Kinder aus Russland.

Zur Zeit des Unglücks hatte in Zürich nur ein Fluglotse Dienst getan, während ein zweiter Pause machte. Zugleich fanden an den technischen Anlagen Wartungsarbeiten statt. Der Fluglotse, der zum Zeitpunkt des Unglücks am Radarschirm saß, war im Februar 2004 von einem Russen erstochen worden, der bei dem Absturz seine Frau und Kinder verloren hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Leitenden Skyguide-Mitarbeitern vorgeworfen, die Gewohnheit geduldet zu haben, dass nachts oft nur ein einziger Lotse an den Radarschirmen saß. Zudem seien die Lotsen nur unzureichend über Wartungsarbeiten informiert zu haben, die zum Zeitpunkt des Unglücks im Gange waren.

Quelle: n-tv.de

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