Panorama

Wind erschwert LöscharbeitenBundeswehr kämpft gegen Feuer in Chiemgauer Alpen

05.05.2026, 11:07 Uhr
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Rauchschwaden ziehen über dem Saurüsselkopf in den bayerischen Alpen auf: An dem schwer zugänglichen Berg brennt es weiter. (Foto: picture alliance/dpa)

In den Chiemgauer Alpen brennen dutzende Hektar Wald. Die steile Lage erschwert es den örtlichen Einsatzkräften, das Feuer zu löschen. Jetzt kommen Hubschrauber der Bundeswehr zum Einsatz.

Am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen geht der Kampf gegen den Waldbrand weiter. Die Bundeswehr soll mit Hubschraubereinsätzen helfen. Deren Hubschrauber könnten rund 5000 Liter Wasser transportieren, deutlich mehr als die Hubschrauber der Polizei, sagte der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer. Insgesamt sollen rund zehn Hubschrauber von verschiedenen Betreibern zum Einsatz kommen.

Das Landratsamt beschrieb die Lage der Nacht als "dynamisch". Die wechselnde Windrichtung habe zu einer Rauchausbreitung geführt. An der Ostseite des Berges sei es teilweise zu Steinschlag gekommen. Im Süden hätten die Hitzeentwicklung und die Flammenbildung zugenommen.

Amt: Keine unmittelbare Gefahr für Menschen

Insbesondere im Bereich Ruhpolding, Laubau und Chiemgau Arena könne es zu Rauch- und Geruchswahrnehmungen kommen, je nach Windverhältnissen auch in angrenzenden Bereichen. Das Landratsamt ging aber weiter von keiner unmittelbaren Gefahr für die Menschen vor Ort aus. Bei wahrnehmbarem Rauch oder Ascheregen sind die Bürgerinnen und Bürger gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten.

Danzer hatte am Vortag den Katastrophenfall ausgerufen. Schätzungen zufolge seien 50 bis 60 Hektar Wald in Brand geraten, hieß es am Montag vom Landratsamt. Das Feuer bedroht ein Trinkwasserschutzgebiet. "Wir müssen die Quelle schützen. Die Quelle versorgt 30.000 Bürgerinnen und Bürger", sagte Danzer. Ihr Schutz bleibe zentrale Aufgabe der Maßnahmen.

Rund 250 Einsatzkräfte sollen nun vor Ort sein. Unter anderem sollen sogenannte Abwurfkoordinatoren die Löschmaßnahmen gezielt aus der Luft unterstützen. Zudem werde man lageabhängig weitere Einsatzmittel und -kräfte vorbereiten, hieß es nach einer Lagebesprechung.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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