Panorama

Tauben jagen Frau in Urlaubsort Wildschweine tummeln sich in Barcelona

Die fast menschenleeren Plätze Barcelonas ziehen derzeit nicht nur Vögel an.

Die fast menschenleeren Plätze Barcelonas ziehen derzeit nicht nur Vögel an.

(Foto: REUTERS)

Die weltweit verhängten Ausgangssperren betreffen nicht nur Menschen: Auch Tiere und die Natur spüren die Effekte. Diese sind allerdings nicht nur positiv. In Barcelona werden Wildschweine gesichtet und in Benidorm jagen Tauben eine Passantin.

Während an diesem Wochenende über eine Milliarde Menschen ihre Wohnungen nicht verlassen sollen, können sich Tiere und Natur die nunmehr fast menschenleeren Städte zurückerobern. Während die Natur jedoch davon profitiert, leiden insbesondere Vögel im Rahmen der Coronavirus-Pandemie Hunger.

Dies liegt zum einen daran, dass mit den leergefegten Straßen für die städtischen Tiere auch eine relevante Futterquelle wegfällt. Aus Mailand zum Beispiel berichten Augenzeugen, wie sich Tauben auf der Suche nach Futter auf dem menschenleeren Domplatz zusammenrotten. Ähnlich ist die Situation in Spanien: Auf Twitter zirkulierte ein Video aus der Urlaubshochburg Benidorm, in dem eine Frau nach dem Einkauf von einer großen Gruppe weißer Tauben verfolgt wird. Die Bilder erinnerten an Alfred Hitchcocks Thriller „Die Vögel“.

Verstärkt wird dieser Effekt durch heranrückenden Tiere aus den ländlichen Bereichen. Zum einen trauen sich Tiere, die sich normalerweise außerhalb tummeln, wieder in die Metropolen. So wurden im Zentrum von Barcelona zuletzt sogar Wildschweine gesichtet. Normalerweise leben diese in den Hügeln der Serra de Collserola außerhalb der Metropole.

Dokumentiert sind aber auch positive Effekte. In Venedig posteten Menschen Bilder und Videos von Kanälen, die sauberer als sonst erscheinen und in die Fische zurückkehrten. „Die Natur erobert ihren Raum zurück“, schreiben Nutzer der Gruppe Venezia Pulita (Sauberes Venedig). In Mailand sorgten Schwäne in den sogenannten „Navigli“, einem stadtinternen Kanalsystem, für Aufsehen.

Quelle: ntv.de, lou/dpa