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"Gute Nacht, mein Engel" Winehouse in London beigesetzt

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Vater Mitch ist von der Trauer gezeichnet.

(Foto: AP)

Familie und Freunde nehmen Abschied von Amy Winehouse. Ihre letzte Ruhe findet die Sängerin auf einem Friedhof im Norden von London. Die Feier findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, um die Privatsphäre der Familie zu schützen. Die Polizei wartet derzeit auf die toxikologische Untersuchung.

Drei Tage nach ihrem plötzlichen Tod ist die britische Soulsängerin Amy Winehouse in einer privaten Zeremonie in London beigesetzt worden. Zu der Beerdigung auf dem jüdischen Friedhof Edgwarebury im Nordwesten der britischen Hauptstadt waren nur die Familie und die engsten Freunde geladen.

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Auch für Mutter Janis hieß es Abschied zu nehmen.

(Foto: AP)

Im Anschluss an die Feier wurde Amys Körper zur Einäscherung in ein Krematorium gebracht. Die jüdische Tradition lehnt die Einäscherung eigentlich ab, in liberalen Kreisen kommt sie aber vor. Zeitungsberichten zufolge hatte Amy sich dies ausdrücklich gewünscht. Auch ihre Großmutter war im selben Krematorium verbrannt worden. Die Familie werde für zwei Tage die traditionelle, Shiva genannte Trauerphase einhalten, hieß es.

Winehouses Eltern Mitch und Janis hatten eine private Zeremonie nach jüdischem Ritus geplant. Es erschienen aber auch einige Fans der Sängerin am Friedhof. Unter den geladenen Gästen war Musikproduzent Mark Ronson, der den größten Teil des 2006 erschienen Winehouse-Albums "Back to Black" produziert hatte, das der Sängerin endgültig zu Weltruhm verhalf. Außerdem kamen Musiker aus der Band der Sängerin und Reality-TV-Star Kelly Osbourne. Auch Amys Stylistin Alex Foden, die die berühmte Bienenkorb-Frisur mit ihr entwickelt hatte, nahm teil.

Ein letztes Lied

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Nur engste Freunde waren eingeladen.

(Foto: Reuters)

Zum Abschied sangen Familie und Freunde das Lieblingslied der 27-Jährigen, "So Far Away" von Carole King, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Ihr Vater Mitch Winehouse habe seine Trauerrede mit den Worten beendet: "Gute Nacht, mein Engel, schlaf fest. Mama und Papa lieben Dich sehr."

Gäste erklärten, die Feier sei eher freudig gewesen und sehr bewegend. Man habe gemeinsam auf Amys Leben zurückgeblickt. Ein Sprecher der Familie sagte: "Mitch war witzig, er hat einige wundervolle Geschichten aus ihrer Kindheit erzählt, wie willensstark sie war; Familie und Freunde haben die Geschichten erkannt und mitgelacht." Mitch Winehouse habe mehrfach gesagt, dass Amy nun glücklicher sei, als sie in ihrem Leben jemals habe sein können.

In einem Bericht der Zeitung "Daily Telegraph" hieß es, die Familie habe sich innerlich seit vier Jahren auf Amys Tod vorbereitet. Mitch Winehouse habe schon 2007 eine Grabrede für seine Tochter geschrieben, als diese wegen einer Überdosis in Lebensgefahr schwebte.

"Furchtbarer Verlust"

Winehouses Freund Reg Traviss äußerte sich in der Boulevardzeitung "The Sun" erstmals über den Tod der Souldiva. Er sagte, die vergangenen Tage seien für ihn "die Hölle" gewesen. "Ich kann gar nicht beschreiben, durch was ich durchgegangen bin." Amy Winehouse sei ein "wunderbarer, brillianter Mensch" gewesen. "Wir haben einen furchtbaren und verfrühten Verlust erlitten." Er selber habe seinen "Schatz verloren, den ich sehr liebe." Der Horrorfilm-Regisseur Traviss und Winehouse waren seit zwei Jahren ein Paar.

Winehouse hatte sich zuvor nach zwei Jahren stürmischer Ehe im Schnellverfahren von ihrem wegen Körperverletzung und Justizbehinderung inhaftierten Mann Blake Fielder-Civil scheiden lassen.

Winehouse war am Samstag tot in ihrem Wohnhaus im Londoner Stadtteil Camden gefunden worden. Sie starb im Alter von 27 Jahren. Die fünffache Grammy-Gewinnerin hatte seit langem mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen. Berichten zufolge hatte sie erst im Juni einen Alkoholentzug in London abgeschlossen. Ende Juni hatte sie jedoch alle Konzerte ihrer für den Sommer geplanten Comeback-Tournee in Europa abgesagt. Zuvor war sie bei einem Konzert in Belgrad ausgebuht worden, weil sie offenbar zu betrunken war, um zu singen.

Todesursache noch unklar

Die Todesursache wird vermutlich erst in mehreren Wochen bekannt werden. Nach Angaben der Polizei vom Montagabend ergab die vorgenommene Obduktion zunächst keine Klarheit. Die Ergebnisse der angeordneten toxikologischen Tests würden erst in zwei bis vier Wochen vorliegen, hieß es.

Quelle: n-tv.de, dpa

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