Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:09 Nach Explosion in Munitionsdepot: Ukraine leitet Ermittlungen ein +++

10.07.2026, 00:01 Uhr

Nach der Explosion in einem Munitionsdepot in Wyschnewe bei Kiew infolge eines russischen Angriffs leitet die Ukraine strafrechtliche Ermittlungen ein. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf Präsident Wolodymyr Selenskyj. Demnach handele es sich bei der getroffenen Anlage um ein Depot des staatlichen Rüstungskonzerns Ukroboronprom. Selenskyj kündigt an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

+++ 22:13 Ukraine-Koalition soll Militärparade in Paris eröffnen +++

Die diesjährige große Militärparade zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli werden rund 500 Soldaten der sogenannten Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine eröffnen. Wie der Elysée-Palast mitteilt, werden auch 25 ukrainische Soldaten nach den etwa 500 Soldaten der Ukraine-Koalition in Paris mitmarschieren. Dies sei ein "starkes Symbol" Europas, das sich der "Gefährlichkeit der Welt" bewusst sei und dass es sein "Schicksal in die Hände nehmen" müsse. Zu der traditionellen Militärparade auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées werden rund 30 Staats- und Regierungschefs als Gäste erwaretet. Die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie von Vertretern aus Deutschland, Italien und Spanien wurde bereits angekündigt.

+++ 21:31 Projekt soll Kriegstraumata von Kindern aus Region Charkiw lindern +++

Rund 200 Kinder von Soldaten, Polizisten und Rettungskräften aus der ukrainischen Region Charkiw haben an einem Erholungsprogramm in den Karpaten teilgenommen, das ihre psychische Belastung durch den Krieg lindern soll. Das berichtet die "Kyiv Post". Das von Präsident Wolodymyr Selenskyj initiierte Projekt kombiniert Erholung, psychologische Betreuung und Sport. Nach Angaben der Organisatoren berichten mehr als 70 Prozent der teilnehmenden Kinder von einer verbesserten emotionalen Verfassung.

+++ 20:43 Russland verurteilt vier Verteidiger von Mariupol zu lebenslanger Haft +++

Die russischen Besatzungsbehörden in der Region Donezk haben vier ukrainische Marineoffiziere zu lebenslanger Haft in einer Hochsicherheitsstrafkolonie verurteilt. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf das russische Ermittlungskomitee. Betroffen sind der Kommandeur der 36. Separaten Marinebrigade, Wolodymyr Baranjuk, zwei seiner Stellvertreter sowie der Kommandeur des 501. Marinebataillons. Die vier hatten an der Verteidigung der von russischen Truppen belagerten Hafenstadt Mariupol teilgenommen. Russland nutzt regelmäßig erfundene Anklagen, um gefangengenommene ukrainische Soldaten, Aktivisten, Journalisten und Zivilisten zu inhaftieren.

++ 20:07 OSZE: Russland indoktriniert junge Ukrainer in besetzten Gebieten +++

Russland unterzieht nach einem Bericht unabhängiger Experten zahlreiche junge Ukrainer in besetzten Gebieten einer militärischen Indoktrination. Der von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Auftrag gegebene Bericht kommt zu dem Schluss, dass das Vorgehen womöglich den Tatbestand eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit erfüllt. Demnach werden ukrainische Männer und Jungen durch Einberufungen und Ausbildungslager auf den Militärdienst in der russischen Armee vorbereitet. Die Experten schätzen, dass rund 1,6 Millionen junge Ukrainer in den besetzten Gebieten gefährdet sind.

+++ 19:26 Ermittlungen nach Ausschreitungen wegen Rekrutierung in Lwiw +++

Nach Ausschreitungen im Zusammenhang mit der Rekrutierung eines jungen Mannes für die ukrainische Armee leitet die Justiz in der westukrainischen Stadt Lwiw Ermittlungen ein. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurden zwei Strafverfahren eröffnet, unter anderem wegen eines Angriffs auf Polizisten und der Behinderung der Tätigkeit der ukrainischen Streitkräfte. Auslöser ist ein Vorfall, bei dem eine Menschenmenge ein Fahrzeug der Armee umstellt, beschädigt und umgekippt hatte. Laut dem örtlichen Rekrutierungszentrum war der junge Mann wegen Verstößen gegen Vorschriften zur militärischen Registrierung kontrolliert und unter dem Verdacht festgenommen worden, sich dem Militärdienst entzogen zu haben.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.