Iran-Krieg im Liveticker+++ 00:17 Bericht: Israel beschießt Gegend um Burg im Libanon +++
Das israelische Militär hat staatlichen Medienberichten zufolge die Gegend nahe einer strategisch gelegenen Burg im Libanon beschossen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtet von Luftangriffen und Artilleriefeuer in der Nähe der Burg Beaufort, die etwa 15 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt und weite Teile des Südlibanon überblickt. Die strategisch wichtige Burg wurde 18 Jahre lang von israelischen Truppen gehalten, bis diese sich im Mai 2000 aus dem Libanon zurückzogen.
+++ 22:12 Israelische Drohne soll Rettungssanitäter im Libanon getötet haben +++
Bei einem israelischen Drohnenangriff auf das Dorf Jebchit im Südlibanon soll laut der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA ein Rettungssanitäter ums Leben gekommen sein. Zudem sollen vier weitere Menschen verletzt worden sein. Der Angriff habe zudem das "Lebanese Relief Hospital" beschädigt, fügt die Agentur hinzu.
+++ 21:06 Israel schließt sämtliche Schulen an der Grenze zum Libanon +++
Das israelische Heimatfrontkommando verschärft seine Richtlinien und ordnet die Schließung von Schulen entlang der Grenze zum Libanon an. In den Gemeinden Kiryat Shmona, Meron, Bar Yohai, Or HaGanuz, Safsufa, Yesud HaMa'ala, Kisra-Sumei, Beit Jann und Sde Eliezer finden laut einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung keine schulischen Aktivitäten statt. In Obergaliläa und im nördlichen Golan sowie in Katzrin und Kidmat Tzvi dürfen Bildungsaktivitäten "in einem Gebäude oder an einem Ort stattfinden, von dem aus ein standardmäßiger Schutzraum innerhalb der vorgeschriebenen Schutzzeit erreicht werden kann". Arbeitsplätze können in all diesen Gebieten betrieben werden, sofern ein geeigneter Schutzraum rechtzeitig erreicht werden kann. Gemäß den Richtlinien sind Versammlungen auf 50 Personen im Freien und 200 Personen in Innenräumen beschränkt, und Strände sind geschlossen.
+++ 20:13 Libanons Regierungschef wirft Israel Strategie "der verbrannten Erde" vor +++
Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam kritisiert die anhaltenden israelischen Angriffe auf Ziele im Süden des Libanon scharf. "Angesichts der gefährlichen und beispiellosen israelischen Eskalation in den vergangenen Tagen ist es notwendig, die politischen und diplomatischen Bemühungen zu verstärken, um eine rasche und echte Waffenruhe zu erreichen", sagt Salam in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Er wirft Israel vor, eine Strategie "der verbrannten Erde und der Kollektivstrafe" zu betreiben, indem die Armee "Städte und Dörfer zerstört und ihre Bewohner zur Flucht zwingt". Salam verteidigt die seit April laufenden direkten Verhandlungen mit Israel. Ein Erfolg sei dabei zwar "nicht garantiert", sagt der Regierungschef. "Aber sie sind der am wenigsten kostspielige Weg für unser Land und unser Volk."
+++ 18:58 US-Militär stoppt Handelsschiff bei Blockade-Durchbruch +++
Das US-Militär stoppt ein weiteres Handelsschiff, das versucht haben soll, die amerikanische Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen. Der unter gambischer Flagge fahrende Massengutfrachter "Lian Star" habe in der vergangenen Nacht mehrere Warnungen der US-Streitkräfte ignoriert und versucht, in einen iranischen Hafen einzulaufen, wie ein US-Beamter gegenüber der Das Schiff sei von US-Flugzeugen im Golf von Oman manövrierunfähig gemacht worden und treibe im Meer, so der Beamte weiter. Geentert worden sei das Schiff jedoch nicht. Mit dieser jüngsten Aktion hat das US-Militär insgesamt sechs Schiffe gestoppt, die versucht haben sollen, die Blockade zu durchbrechen. Einem Schiff wurde die Weiterfahrt gestattet.
+++ 17:41 Bericht: US-Militär lotste Schiffe mit geheimen Tipps durch Straße von Hormus +++
Das US-Militär soll Handelsschiffen mit Tipps dazu verholfen haben, sicher durch die Straße von Hormus zu gelangen. Wie das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet, hätte es Signale an die Kapitäne gegeben, in welchen Situationen die Lichter und Navigationssignale auszuschalten seien. Zudem haben es Anleitungen gegeben, wie Kollisionen vermieden werden könnten, heißt es im Bericht weiter. Ein Schiff, das die Meerenge Anfang kürzlich auf diese Weise durchquerte, war laut WSJ ein griechischer Öltanker mit einer Ladung von zwei Millionen Barrel Rohöl. Das Schiff soll seit Anfang März im Persischen Golf festgesessen haben. Es soll sich nun auf dem Weg nach Indien befinden. Seit dem 2. März haben laut Zahlen des Informationsdienstleisters Kpler weniger als fünf Schiffe pro Tag die Straße von Hormus passiert. Die meisten Schiffe nahmen allerdings die von Iran genehmigte Route.
+++ 16:36 Israel fürchtet wieder mehr Raketen aus dem Südlibanon +++
Die israelische Armee bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen möglichen stärkeren Raketenbeschuss der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden des Landes vor. Die Armee begründet dies auf Telegram mit einer Ausweitung ihres Militäreinsatzes im Südlibanon. Im grenznahen Bereich zum Libanon gibt es im Laufe des Tages mehrfach Raketenalarm. In der Nacht hatte die Hisbollah-Miliz laut Angaben der israelischen Armee etwa 10 bis 15 Raketen in vier Wellen auf den Norden Israels abgefeuert. Allein zehn Geschosse waren nach einem Bericht der israelischen Tageszeitung "Haaretz" unter Berufung auf Kommunalbehörden auf die grenznahe Stadt Kiriat Schmona gerichtet. Die israelische Flugabwehr fing neun Raketen ab. Ein Projektil schlug im Stadtzentrum ein und verursachte Sachschäden. Es gab keine Verletzten.
+++ 15:37 Israel fängt mögliche Hisbollah-Drohne im Norden ab +++
Nach Angaben des israelischen Militärs wird eine offenbar von der Hisbollah aus dem Libanon gestartete Drohne von der Flugabwehr über dem Norden Israels abgefangen. Während des Vorfalls sind in den Grenzorten Kfar Giladi und Metula Sirenen zu hören.
+++ 14:39 Britische Seefahrtbehörde warnt vor "rascher Eskalation" in Straße von Hormus +++
Die Sicherheitssituation in der Straße von Hormus bleibt kritisch. Das stellt die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) in einer Mitteilung klar. Die US-Seeblockade von iranischen Häfen bestehe unverändert. "Schiffe, die der Blockade unterliegen, sollten weiterhin den Anweisungen der Blockadekräfte Folge leisten", heißt es. Die Nichtbefolgung könne zu einer "raschen Eskalation" führen. Seit Tagen laufen zwischen den USA und dem Iran intensive Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe und für weitere Verhandlungen in dem Konflikt. Berichten zufolge sollte eine Einigung kurz bevorstehen. Der Iran warf US-Präsident Donald Trump jedoch vor, zentrale Vereinbarungen des geplanten Abkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Trump hatte zuvor mit Posts über eine Einigung und eine Öffnung der Straße für Verwirrung gesorgt, eine Lagebesprechung im Weißen Haus verließ er dann US-Medienberichten zufolge aber nach zwei Stunden ohne eine Entscheidung dazu.
+++ 14:01 Hisbollah meldet Angriff auf nordisraelische Stadt +++
Die Hisbollah-Miliz meldet, sie habe die nordisraelische Stadt Kirjat Schmona mit einer "Raketensalve" angegriffen. Dies sei zur "Verteidigung des Libanon und seines Volkes und in Reaktion auf die Verletzung der Waffenruhe durch den israelischen Feind" erfolgt, behauptet die Miliz.
+++ 12:43 CDU-Politiker fordert Betätigungsverbot für Revolutionsgarden in Deutschland +++
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reza Asghari fordert ein Betätigungsverbot für die iranischen Revolutionsgarden in Deutschland. "In Deutschland sind die iranischen Geheimdienste sehr aktiv", sagt Asghari in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. "Es ist unverständlich, dass es immer noch kein Betätigungsverbot für die Revolutionsgarden hierzulande gibt. Wir brauchen schnellstens ein Betätigungsverbot." Die EU stuft die Revolutionsgarden mittlerweile als Terrororganisation ein. In Deutschland hat das Bundesinnenministerium die Tätigkeit der Organisation nach dem Vereinsrecht aber noch nicht untersagt.
+++ 11:39 Israelische Armee ordnet Evakuierung von sieben Dörfern im Südlibanon an +++
Die israelische Armee ruft die Bewohner von sieben Dörfern im Süden des Libanon zur sofortigen Evakuierung auf. Wegen des "Bruchs der Waffenruhe-Vereinbarung durch die Terrororganisation Hisbollah" werde die israelische Armee "entschiedene Maßnahmen" gegen die pro-iranische Schiitenmiliz ergreifen, schreibt der auf Arabisch kommunizierende Armeesprecher Avichay Adraee im Onlinedienst X. Einige der betroffenen Ortschaften befinden sich demnach in der Nähe der Großstadt Nabatäa.
+++ 10:26 Jäger zu den Verhandlungen: Wir erleben Trump wie ein trotziges Kind +++
Trotz aller Ultimaten und Ankündigungen des US-Präsidenten stocken die Verhandlungen mit dem Iran über eine Öffnung der Straße von Hormus weiterhin. Politologe Thomas Jäger erklärt, in welchen Punkten sich beide Parteien noch uneinig sind.
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