Iran-Krieg im Liveticker+++ 01:59 Libanon: Bisher mehr als 3000 Tote und knapp 10.000 Verletzte +++
Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben bisher 3020 Menschen getötet worden. 9273 weitere Personen seien verletzt worden, meldet das Gesundheitsministerium in Beirut. Das Ministerium unterscheidet bei seiner Zählung nicht zwischen Zivilisten und Mitgliedern der proiranischen Hisbollah-Miliz. Unter den Todesopfern seien aber 211 Kinder und Jugendliche sowie 116 Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei feuerte die pro-iranische Hisbollah-Miliz von Libanon aus Raketen auf Israel ab. Die israelische Armee flog daraufhin massive Angriffe auf Ziele im Nachbarland und schickte Bodentruppen über die Grenze.
+++ 00:39 Trump: USA bei Verzicht auf Atomwaffen zu Abkommen mit Iran bereit +++
US-Präsident Donald Trump stellt dem Iran bei einem Verzicht auf Atomwaffen eine Einigung in Aussicht. Die USA seien voraussichtlich zufrieden, wenn ein Abkommen erzielt werden könne, das die Regierung in Teheran am Erwerb von Nuklearwaffen hindere, sagt Trump. Wenige Stunden zuvor hat er nach eigenen Angaben einen geplanten Militärschlag verschoben, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen.
+++ 23:20 Wadephul: Sehe nicht, dass Verhandlungen festgefahren sind +++
Deutschland und die Türkei dringen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg. Eine militärische Lösung werde zu keinem Ergebnis führen, sagt Außenminister Johann Wadephul bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan in Berlin. Wenn es eine Bereitschaft des Iran gebe, auf sein nukleares Anreicherungsprogramm zu verzichten, "haben wir eine Grundlage dafür, Verhandlungen zu führen". Fidan warnt vor den großen politischen und wirtschaftlichen Folgen einer Fortführung des Krieges. Wadephul sagt mit Blick auf Washington und Teheran, er sehe nicht, "dass die Verhandlungen festgefahren sind, sondern dass sie fortgeführt sind". Die iranische Antwort auf den jüngsten US-Vorschlag müsse in Washington nun sehr sorgfältig geprüft werden.
+++ 21:54 Trump: USA schieben für morgen geplanten neuen Angriff auf Iran auf +++
Die USA schieben nach Darstellung von Präsident Donald Trump einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran kurzfristig auf. Die Golfstaaten hätten ihn gebeten, den Militäreinsatz für die Dauer neuer Gespräche mit Teheran aufzuschieben, schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Die US-Streitkräfte stünden jedoch "jederzeit und ohne Vorwarnung" bereit, sollten die Verhandlungen scheitern, droht Trump. Der US-Präsident schreibt weiter, um den Aufschub hätten ihn der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, gebeten sowie Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajed al-Nahjan. Es fänden nun "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran statt.
+++ 21:16 VAE: Stromversorgung am Atomkraftwerk Barakah nach iranischem Angriff wiederhergestellt +++
Nach dem Drohnenangriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist die externe Stromversorgung von Block 3 wiederhergestellt. Dies teilt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) unter Berufung auf Angaben der Regierung mit. Bei dem Angriff am Vortag brach ein Feuer an einem Stromgenerator außerhalb der inneren Sicherheitszone aus. Den Behörden zufolge sei die Sicherheit der Anlage nicht beeinträchtigt gewesen und es sei kein radioaktives Material ausgetreten.
+++ 20:28 US-Aktivisten: Tausende Festnahmen im Iran wegen des Krieges +++
Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg sind in der Islamischen Republik nach Angaben von US-Aktivisten mehr als 4000 Menschen festgenommen worden. Zwischen dem Kriegsbeginn am 28. Februar und dem 9. Mai seien mindestens 4023 Festnahmen registriert worden, berichtete am Montag die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation HRANA. Die Vorwürfe umfassten Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit und die Weitergabe von Informationen zu dem Krieg an ausländische Medien.
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