Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:05 Von der Leyen reist nach Kiew +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist heute in die Ukraine. Von der Leyen werde in Kiew sein, sagt ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst keine weiteren Details der Reise genannt. Von der Leyen hatte am Dienstag gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag in Paris teilgenommen.
+++ 05:19 Kein russisches Öl: Bund sieht PCK-Lieferung gesichert +++
Im Mai stoppt Russland die Durchleitung von kasachischem Rohöl durch die Pipeline Druschba. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht die Versorgungssicherheit der PCK-Raffinerie in Brandenburg derzeit mit neuen Ersatzlieferungen für fehlendes Öl gesichert. "Jetzt sind erste Lieferungen über Danzig in Polen angekündigt und in Umsetzung", teilt das Ministerium mit. "Das stärkt die Versorgungssicherheit in Deutschland und Polen und zeigt, wie wichtig Diversität bei den Lieferungen ist." Die Raffinerie in Schwedt/Oder nordöstlich von Berlin versorgt Teile der Hauptstadt sowie viele Regionen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit Benzin, Heizöl und Kerosin.
+++ 04:08 Tote bei russischen Angriffen auf Handelsschiffe +++
Bei russischen Angriffen auf Handelsschiffe vor der Küste der Region Odessa und im Schwarzen Meer sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Bei Angriffen auf Hafeninfrastruktur in der Region Odessa sei ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes Schiff von einer Drohne getroffen worden, teilt Regionalgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. "An Bord brach ein Feuer aus. Leider wurden zwei Menschen getötet", so der Regionalgouverneur.
+++ 02:18 Moskauer Bürgermeister: Hunderte Drohnen abgewehrt +++
Russland wehrt nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin binnen 24 Stunden einen Angriff mit 340 ukrainischen Drohnen auf die Hauptstadtregion ab. Die meisten seien von der Flugabwehr weit vor der Stadt neutralisiert worden, schreibt Sobjanin auf Telegram. Mehr als 50 Drohnen seien auf dem Weg nach Moskau zerstört worden. Zuletzt hatten die russischen Streitkräfte ihre Drohnen- und Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew verstärkt. Die Angaben lassen sich bisher nicht unabhängig verifizieren.
+++ 01:10 US-Senatoren planen Sanktionen gegen Russlands Energie-Exporte +++
Mehrere Senatoren der beiden großen Parteien in den USA stellen einen überarbeiteten Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland vor - ein zentrales Anliegen des kürzlich gestorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham. Die von Republikanern und Demokraten gestützte Initiative sieht Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, welche sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten, sagt der demokratische Senator Richard Blumenthal bei einer Pressekonferenz. Namentlich erwähnt er unter anderem China und Indien.
+++ 00:11 Kreml: Keine Ukraine-Sicherheitsgarantien ohne die Beteiligung Russlands +++
Der Kreml kritisiert Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine. "Sicherheitsgarantien ohne die Beteiligung Russlands zu formulieren, ist unmöglich", so Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen. Die Aussagen von Merz zeugten davon, dass die Europäer in einer Sackgasse steckten. Sollten die Europäer davon tatsächlich überzeugt sein, "dann schließt das die Teilnahme der europäischen Länder am Prozess der Regulierung aus", sagt Peskow. Der Bundeskanzler hatte die Erfolge des ukrainischen Militärs in den vergangenen Wochen hervorgehoben und erklärt, dass dies Chancen auf einen Frieden biete. "Wie wir im Einzelnen unsere Sicherheitsgarantien ausgestalten, das werden die Ukraine und ihre Partner entscheiden, nicht Moskau", betont der Kanzler.
+++ 22:26 Ukrainisches Parlament stimmt Rücktritt von Ministerpräsidentin zu +++
Das ukrainische Parlament hat den Rücktritt von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko angenommen. Die 40-jährige Ökonomin legte ihr Amt nach einem Jahr auf Bitten von Präsident Wolodymyr Selenskyj nieder. Mit dem Ausscheiden Swyrydenkos tritt am Dienstag verfassungsgemäß die gesamte Regierung zurück. Selenskyj begründete die Regierungsumbildung kaum und erklärte lediglich, die Ukraine ändere ihren politischen Kurs und benötige neues Personal. Einige Abgeordnete äußerten im Parlament Unbehagen über den abrupten Wechsel. Als mögliche Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten gelten Serhij Korezkyj, Chef des staatlichen Öl- und Gaskonzerns Naftogaz, sowie Swyrydenkos Vorgänger Denys Schmyhal, der derzeit als Energieminister amtiert. Zudem wird Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow für den Posten gehandelt.
+++ 21:50 Ukraine zeigt Satellitenfoto von gesunkenem Geheimdienst-Schiff +++
Die ukrainische Marine veröffentlicht ein Satellitenfoto, das das gesunkene FSB-Patrouillenboot "Izumrud" zeigen soll. Auf dem Bild ist eindeutig zu erkennen, dass das Schiff tief im Wasser liegt, ein Teil aber noch über die Oberfläche hinausragt. Laut früheren Angaben der Marine wurde das Patrouillenboot mit einer Seedrohne getroffen (siehe Eintrag von 14:36 Uhr).
+++ 21:14 "Das ist definitiv nicht normal" - russische Übung mit Waffen an estnischer Grenze +++
Russland hat laut der Zeitung "Postimees" vergangene Woche erstmals eine Übung mit scharfer Munition auf dem Peipus-See an der Grenze zwischen Estland und Russland durchgeführt - und das, ohne die estnischen Behörden darüber zu informieren. Verteidigungsminister Hanno Pevkur sagt dem Medium dazu: "Das ist definitiv nicht normal. Russland hat auf dem Peipus-See bislang keine Waffen eingesetzt. Insofern handelt es sich um etwas Neues." Die Übung habe auf der russischen Seite der Grenze stattgefunden, so der Bericht.
+++ 20:41 Eine Woche nach tödlichem Angriff auf Lager: Rüstungskonzern-Chef tritt zurück +++
Der Chef des staatlichen ukrainischen Rüstungskonzerns Ukroboronprom, Herman Smetanin, tritt zurück. Dies geschieht eine Woche nach einem russischen Angriff auf ein Lager des Unternehmens in der Region Kiew, der Explosionen mit mehreren Todesopfern auslöste. Smetanin nennt keinen Grund für seine Entscheidung. Zum kommissarischen Nachfolger wird der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister Serhij Bojew ernannt, wie der Konzern mitteilt. Ein Auswahlverfahren für einen neuen Chef sei eingeleitet worden.
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