Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 18:10 Trump: Europäer sollen sich um Ukraine-Krieg kümmern - nicht um Grönland +++

19.01.2026, 00:01 Uhr

US-Präsident Trump treibt seine Annexionsbemühungen Grönlands voran. Nachdem einige europäische Staaten Soldaten zu einer Beobachtungsmission entsandten, erklärt Trump nun, sie sollten sich nicht darum kümmern. In einem Interview sagt er: "Europa sollte sich auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine konzentrieren, denn ehrlich gesagt sieht man ja, was das gebracht hat. Darauf sollte sich Europa konzentrieren - nicht auf Grönland." Die Frage, ob er zur Einverleibung Grönlands auf Gewalt setzen würde, lässt er dagegen offen - "kein Kommentar" sagt er NBC News dazu.

+++ 17:29 Premier Babis unterbindet Kampfjet-Lieferung an Kiew - und düpiert Präsident Pavel +++

Tschechien wird seine leichten Kampfflugzeuge vom Typ L-159 nicht an die Ukraine verkaufen, erklärt Premierminister Andrej Babis. Zuvor hatte sich der Präsident Petr Pavel für diesen Schritt ausgesprochen. "(Verteidigungsminister Jaromir) Zuna hat klar gesagt, dass die Flugzeuge noch eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren haben und dass die Armee sie braucht", erklärt Babis nach einer Regierungssitzung. Pavel, der die Ukraine in der Vorwoche besucht hatte, sagte am Sonntag, dass das Angebot Kiews, die Flugzeuge zu kaufen, eine Chance für die tschechische Verteidigungsindustrie sei, und argumentierte, dass der Verkauf von 4 der 24 L-159-Jets der tschechischen Armee deren Verteidigungsfähigkeit nicht gefährden würde. "Ich befürchte, dass wir mit dieser Entscheidung eher in Richtung Egoismus als in Richtung Solidarität gehen", kommentiert Pavel die Weigerung, die Flugzeuge an die Ukraine zu verkaufen. Hochrangige Regierungsbeamte, darunter der tschechische Außenminister Petr Macinka, kritisieren den Präsidenten dafür, dass er die Möglichkeit eines Verkaufs ins Spiel gebracht hatte, und argumentieren, dass diese Entscheidung außerhalb seiner Befugnisse liege.

+++ 16:51 Ukraine fängt neue russische Drohne ab - und "seziert" sie online +++

Der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) veröffentlicht technische Details der neuesten russischen Angriffsdrohne Geran-5. Sie sei schneller und habe eine höhere Reichweite, benötige aber nach wie vor ausländische Technologie. Der HUR veröffentlicht auf seiner Website "War & Sanctions" ein 3D-Modell der Drohne und schlüsselt ihre Systeme und Komponenten auf. Demnach sei die Geran-5 eine deutliche Weiterentwicklung früherer Modelle, die bei Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur zum Einsatz kamen. Sie kam erstmals Anfang Januar 2026 zum Einsatz, heißt es. Dank chinesischem Turbostrahltriebwerk, dem TELEFLY TF-TJ2000A, erreicht sie eine Geschwindigkeit von bis zu 600 Kilometern pro Stunde. Sie könne dadurch ebenso deutlich leiser fliegen. Ihre Reichweite liegt bei fast 1000 Kilometern, die mögliche Flughöhe bei rund 6 Kilometern. Und sie ist etwa 850 Kilogramm schwer, so der ukrainische Geheimdienst. Trotz Sanktionen geht der HUR davon aus, dass für die Geran-5 Elektronik aus China, den Vereinigten Staaten und Deutschland verwendet werden. Laut ukrainischer Beamter zeige dies, dass Russland weiterhin Sanktionen umgeht und seine Angriffskapazitäten mithilfe ausländischer Technologie ausbaut.

+++ 16:16 Tote und Verletzte - Bürgermeister von Charkiw gibt Details zu Angriff bekannt +++

Ihor Terechow, Bürgermeister von Charkiw, gibt auf seinem Telegram-Kanal weitere Details zum russischen Angriff auf die ukrainische Großstadt (siehe Eintrag 11.10 Uhr) bekannt. Demnach hätten alle drei Raketen – ursprünglich war von vieren die Rede – den Stadtteil Slobodsky getroffen. Dabei seien Privathäuser zerstört worden. Eine Person wird dabei getötet, zehn verletzt, so Terechow.

+++ 15:39 Bericht: Nach Technik-Problemen will die Ukraine keine weiteren deutschen Drohnen +++

Die Ukraine stoppt zunächst zusätzliche Bestellungen von Kampfdrohnen des deutschen Verteidigungstechnologie-Startups Helsing. Der Grund seien Probleme bei Tests an der Front, berichtet Bloomberg. Es soll sich um die Flaggschiff-Kampfdrohne HX-2 handeln. Die habe zum einen Schwierigkeiten bei den Startvorgängen gehabt. Zum anderen würden dem Modell KI-Komponenten fehlen, die eine autonome Steuerung ermöglichen sollen. Das habe sich bei einer Präsentation am 20. November 2025 gezeigt. Bloomberg zufolge erklären drei Befragte, dass die Drohne beim Start von Störsignalen beeinträchtigt worden sei. Dadurch riss die Verbindung zu den Bedienern ab. Seither gebe es auf ukrainischer Seite wenig Interesse an weiteren Käufen. Die Bundeswehr, die die weitere Produktion für die Ukraine in Auftrag gegeben hätte, habe von Bestellungen abgesehen, heißt es im Bericht. Helsing erklärt dagegen, dass es keine Kenntnis von der genannten Präsentation habe und die Behauptung von Bloomberg zurückweise, die HX-2-Drohnen habe eine hohe Ausfallrate beim Start. Das Unternehmen gibt an, dass mehrere Einheiten der ukrainischen Streitkräfte Interesse an der Drohne bekundet hätten. "Die offiziell dokumentierte Trefferquote der ersten Flüge ist ermutigend", heißt es vom deutschen Verteidigungs-Startup.

+++ 15:03 Syrski: Russen machen bei Pokrowsk Druck - 50 Gefechte pro Tag +++

In der Umgebung der weitgehend besetzten Stadt Pokrowsk dauern die Kämpfe an, sagt der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyi. Die Lage sei aus Sicht der ukrainischen Verteidiger schwierig, die Kämpfe erschöpfend. Syrskyi berichtet, in dem Gebiet finden täglich etwa 50 Gefechte statt. Die russischen Truppen würden versuchen, den Druck auf ukrainische Stellungen rund um Pokrowsk und Myrnohrad zu erhöhen. "Sie ziehen Reserven nach Pokrowsk und suchen nach Möglichkeiten, unsere Verteidigungslinien sowohl durch sporadische massive Angriffe als auch durch verdeckte Vorstöße kleiner Infanteriegruppen zu durchbrechen", so Syrskyi.

+++ 14:29 Ukrainer: Mariupol ist für Russland keine Stadt, sondern Verbrauchsmaterial +++

Der ukrainische Auslandsgeheimdienst wirft den russischen Besatzern vor, Mariupol auszubeuten, sich aber nicht um die Bewohner zu kümmern. Mariupol sei für Russland keine Stadt oder Gemeinde, sondern eine Trophäe und Verbrauchsmaterial, schreibt der Geheimdienst SZRU. So hätten die Besatzer etwa die Nutzung des Seehafens im vergangenen Jahr intensiviert. Geplant sei auch, den Schifffahrtskanal zu vertiefen, um Mariupol zu einem wichtigen Logistikzentrum und Umschlagplatz der besetzten Gebiete zu machen. Die Stadt werde als Militärübungsplatz und Ausbildungsstandort für russische Beamte genutzt. Währenddessen würden verbliebene Bewohner der Stadt bereits seit Jahren auf Ersatz für zerstörte Wohnungen warten. Gebaut würden jedoch teure Hochhäuser, die für normale Bewohner unerschwinglich seien. Den Angaben zufolge beschlagnahmten die Besatzer zudem massenhaft Wohnungen, deren Eigentümer tot oder geflohen sind oder ihre Dokumente verloren haben.

+++ 13:55 Einladung "ist Anerkennung Trumps an Putin" +++

Ausgerechnet Wladimir Putin scheint Donald Trump ein geeigneter Teilnehmer für den US-Friedensrat zu sein, der Stabilität im kriegszerstörten Gazastreifen herstellen soll. Zuvor positionierte sich der US-Präsident noch gegen Moskau, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz unterstreicht.

+++ 13:39 Nächtlicher Angriff mit 145 Drohnen +++

Das russische Militär hat die Ukraine in der vergangenen Nacht mit 145 Drohnen angegriffen, von denen 126 Drohnen abgewehrt werden konnten, wie die ukrainischen Luftstreitkräfte mitteilen. Es habe Einschläge an zwölf Orten gegeben, heißt es weiter. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass in der Nacht 92 ukrainische Drohnen über Russland zerstört worden seien.

+++ 12:55 Bericht: Putin schickt seinen Unterhändler nach Davos +++

Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijiew, wird diese Woche ins schweizerische Davos reisen, um am Rande des Wirtschaftsforums Mitglieder der US-Delegation zu treffen. Das teilen zwei mit der Reise vertraute Quellen der Nachrichtenagentur Reuters unter der Bedingung der Anonymität mit. US-Präsident Donald Trump wird am Mittwoch erstmals persönlich in Davos erwartet, um eine Rede zu halten. Er wird von einer großen US-Delegation begleitet werden.

+++ 12:16 Soldaten beim Versuch Kupjansk zu infiltrieren getötet +++

Durch eine stillgelegte Pipeline versuchen russische Soldaten anscheinend immer wieder in die Stadt Kupjansk im Nordosten der Ukraine einzudringen. Reporter der "Washington Post" verfolgten eine Operation des ukrainischen Militärs in Echtzeit in einer unterirdischen Basis außerhalb der Stadt. Als russische Soldaten aus der Pipeline kamen, hätten die Ukrainer sie von Drohnen aus bombardiert und getötet, schreiben die Reporter. Ukrainische Kommandeure sagen, sie versuchten, noch etwa hundert über das Stadtzentrum verstreute Soldaten zu beseitigen, und ein Nachrücken von Soldaten über den Fluss Oskil einzudämmen. Der Zeitung zufolge zeigen Drohnenaufnahmen die Leichen russischer Soldaten um die Ausgänge Pipeline und um den Fluss. Kremlchef Putin hatte im November behauptet, Kupjansk sei unter russischer Kontrolle. Auch im Dezember blieb Moskau bei dieser Behauptung. Tatsächlich haben ukrainische Einheiten in den vergangenen Wochen aber weite Teile von Kupjansk wieder unter ihre Kontrolle gebracht.

+++ 11:47 Slowjansk wird Ziel von Luftangriff +++

Die Stadt Slowjansk in der Region Donezk ist am Morgen Ziel russischer Luftangriffe. Das teilt Bürgermeister Vadym Liakh mit. Seinen Angaben zufolge wurde eine Frau verletzt. Zudem wurden Häuser und Fahrzeuge beschädigt.

+++ 11:10 Charkiw meldet Raketenangriffe auf kritische Infrastruktur +++

Die Großstadt Charkiw ist laut ihrem Bürgermeister mit vier russischen Raketen beschossen worden. Ihn zufolge wurde ein kritische Infrastruktureinrichtung angegriffen, es entstand ein erheblicher Schaden. Einzelheiten dazu nennt er nicht. Verletzte werden bislang nicht gemeldet.

+++ 10:29 Ukraine: Treffer gegen Flugabwehr kommen Russland teuer zu stehen +++

Ukrainische Angriffe sollen der russischen Flugabwehr im vergangenen Jahr kostspielige Verluste zugefügt haben. Der Inlandsgeheimdienst der Ukraine schätzt, dass seine Spezialkräfte russische Flugabwehrsysteme im Wert von umgerechnet vier Milliarden US-Dollar zerstört haben. Darüber hinaus habe die russische Armee schwere Verluste bei Radaranlagen erfahren, die für die Ortung von Luftzielen und den Betrieb der Luftverteidigung von entscheidender Bedeutung seien. Laut dem Geheimdienst wurden so Korridore für ukrainische Langstreckendrohnen aufgebrochen, die ins russische Hinterland gelangten und dort militärische Einrichtungen angreifen konnten. Videos des Militärs sollen die Treffer gegen die Flugabwehr belegen. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.

+++ 09:58 Polen spenden für Generatoren in Kiew +++

In Polen sind bei einer landesweiten Spendenaktion für Generatoren für die Ukraine binnen drei Tagen umgerechnet bereits mehr als 680.000 Euro gesammelt worden. Als Ziel geben die Organisatoren der Aktion "Wärme aus Polen für Kiew" an, Hundert Stromgeneratoren und weitere Geräte zu kaufen und nach Kiew zu schicken. Die ukrainische Hauptstadt steht immer wieder unter russischem Beschuss - vorübergehend waren Hunderttausende Haushalte mitten im Winter ohne Strom und Heizung. Das Engagement der Nachbarn bedeute viel, erklärt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in sozialen Medien. "Dies ist ein Zeichen echter Solidarität, Menschlichkeit und aufrichtiger Unterstützung in einer Zeit, in der Wärme und Licht Sicherheit und Leben bedeuten."

+++ 09:25 Baerbock: Internationale Ordnung unter Attacke +++

Die internationale Ordnung sei unter Attacke, kritisiert die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, die Absichten von US-Präsident Donald Trump, Grönland unter US-Kontrolle bringen zu wollen. Mit Blick auch auf Russlands Krieg in der Ukraine sagt sie, wenn Trump in Grönland Erfolg habe, "dann könnte in Zukunft kein Land auf dieser Welt mehr ruhig und in Frieden schlafen". Baerbock erklärt, Russland und China hätten als ständige Mitglieder des Sicherheitsrats die Aufgabe, den Weltfrieden zu sichern. "Wenn ausgerechnet diese beiden die Regeln des Weltfriedens nicht ernst nehmen, dann ist es an allen, jetzt sehr klarzumachen, dass sie geschlossen zusammenstehen."

+++ 08:41 Chodorkowski: Russische Wehrpflichtige mit Lügen in Verträge gelockt +++

Der prominente Kremlgegner Michail Chodorkowski wirft russischen Militärs vor, Wehrpflichtige mit Lügen und Einschüchterung in Verträge zu locken. Seinen Angaben zufolge berichten davon mehrere junge Russen, die in der russischen Republik Burjatien nahe der Mongolei gedient hätten. Ein Offizier habe ihnen gesagt, wenn sie nicht unterschrieben, würden sie in der Region Kursk, die an die Ukraine grenzt, eingesetzt und dass von dort nur sieben von zehn Soldaten zurückkehrten, sagt einer der Männer in einem unverifiziertem Video. Mit einem Vertrag könnten sie hingegen in ihrer Einheit bleiben und würden nach einem Jahr entlassen, habe der Militär versprochen. Direkt nach der Unterschrift, habe er ihnen jedoch eröffnet, dass sie nicht nach einem Jahr aufhören könnten. Den Angaben in dem Video zufolge droht den Betroffenen in solchen Fällen der Einsatz an der Front.

+++ 08:05 Region Odessa von Drohnen attackiert +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Region Odessa sind den örtlichen Behörden zufolge in der Nacht wieder Energie- und Gasanlagen und ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen worden. Eine Person sei verletzt worden, teilt Regionalgouverneur Oleh Kiper mit und veröffentlicht dazu Fotos auf Telegram.

+++ 07:28 Ukraine: Besatzer schicken Jugendliche zu Militärkurs nach Russland +++

Die Ukraine erhebt neue Vorwürfe gegen Russland, insbesondere junge Bewohner der besetzen ukrainischen Gebiete indoktrinieren und systematisch militarisieren zu wollen. Die Besatzer hätten eine Gruppe von 24 Jugendliche in der Region Cherson für eine militärische Ausbildung ins russische Wolgograd schicken, schreibt das Zentrum für nationalen Widerstand - eine Einrichtung der Spezialeinheiten der ukrainischen Armee. Dies geschehe unter dem Deckmantel eines Bildungsprojektes. Im sogenannten Verteidigungs- und Sportlager "Avangard" würden die Jugendlichen unter anderem in die Arbeit mit Drohnen und in Cyberoperationen eingeführt.

+++ 06:49 Ukrainischer Armeechef plant Offensivoperationen für dieses Jahr +++

Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte plant die Durchführung von Offensivoperationen im laufenden Jahr. Es gehe darum, die operative Initiative zu wahren, erklärt Oleksandr Syrsky gegenüber dem Medium LB.ua. "Denn dies führt dazu, dass der Feind gezwungen ist, erhebliche personelle Ressourcen, Waffen und Munition einzusetzen, um unsere aktiven Maßnahmen einzudämmen", sagt er. Fortgesetzt werden sollen "asymmetrische Operationen" und Operationen der Spezialeinsatzkräfte, die sich bewährt hätten. Der Armeechef erklärt zudem, die Ukraine habe in letzter Zeit Erfolge bei der Rekrutierung und Mobilisierung erzielt. Seiner Einschätzung nach will die Führung in Moskau nach wie vor die gesamte Ukraine erobern.

+++ 06:17 Ukraine warnt vor Angriffen mit 1000 Drohnen pro Tag +++

Tägliche Angriffe der russischen Armee mit bis zu 1000 Drohnen - davor warnt der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine. Russland plane, die Produktion deutlich zu steigern, sagt Oleksandr Syrsky im Interview mit dem Nachrichtenportal LB.ua. "Daher müssen wir selbstverständlich alles daransetzen, diese Pläne zu durchkreuzen und dem Feind solche Verluste zuzufügen, dass er seine Kampfhandlungen einstellt und die Voraussetzungen für Verhandlungen schafft. Denn niemand verhandelt mit einem Schwachen", wird Syrsky zitiert. Derzeit produziere Russland im Schnitt mehr als 400 Drohnen verschiedener Art pro Tag.

+++ 04:58 Zahl der Asylanträge von Russinnen und Russen deutlich gesunken +++

Immer weniger russische Staatsangehörige beantragen Asyl in Deutschland. Von Anfang Januar bis Ende November wurden 3640 Anträge gezählt. 2024 waren es noch 5625 nach dem Höchststand von 9028 im Jahr 2023. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, aus der die Funke Zeitungen berichten. Die meisten Anträge lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) demnach ab. Laut Bundesinnenministerium lag die bereinigte Schutzquote (ohne formelle Ablehnungen und Dublin-Verfahren) für russische Staatsangehörige von Januar bis November 2025 bei 6,8 Prozent. 2023 wurden noch 29 Prozent der Anträge anerkannt.

+++ 03:26 Ukraine: Russische Verluste "deutlich gestiegen" +++

Russland zeigt nach den Worten des ukrainischen Armeechefs kein Interesse an Friedensgesprächen. "Im Gegenteil, wir beobachten, dass die Kampfhandlungen zunehmen und die Produktion von Angriffswaffen, Raketen und Drohnen gesteigert wird", sagt Olexandr Syrskyj dem Online-Medium lb.ua. Moskau plane, den Ausstoß auf bis zu 1000 Drohnen pro Tag zu erhöhen. Syrskyj bezeichnet die ukrainischen Angriffe weit hinter der Front als "unsere Stärke". Dadurch seien 719 Ziele getroffen und Schäden in Höhe von 15 Milliarden Dollar verursacht worden, vor allem in der russischen Ölindustrie. Die ukrainischen Verluste seien 2025 zudem um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, während die russischen Verluste "deutlich gestiegen" seien.

+++ 01:46 Ukraine: Gespräche mit USA werden in Davos fortgesetzt +++

Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über eine Beilegung des Krieges mit Russland weiterführen. "Wir haben vereinbart, die Arbeit in den Teams bei den nächsten Beratungen in Davos fortzusetzen", schreibt der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow auf Telegram. Bei dem jüngsten einer Reihe von Treffen in Florida hätten beide Seiten über Sicherheitsgarantien und einen Plan für den Wiederaufbau nach dem Krieg beraten.

+++ 23:57 Russische Drohnen werfen Sprengsätze auf Zivilisten, mehrere Verletzte +++

Bei Drohnenangriffen in mehreren Regionen der Ukraine werden am Abend sechs Zivilisten verletzt. In Cherson habe eine Drohne einen Sprengsatz auf einen 28-jährigen Mann abgeworfen, teilt die dortige Militärverwaltung mit. Beide hätten Explosionsverletzungen erlitten. In der Region Dnipropetrowsk wurde eine 43-Jährige verletzt, die Region war zuvor von zahlreichen Drohnen attackiert worden. Auch in Saporischschja wurden eine 86-jährige Frau und ein 79-jähriger Mann verletzt, als russische Angriffe Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur anrichteten.

+++ 22:25 Selenskyj arbeitet an Dokumenten "zur Beendigung des Krieges" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in seiner abendlichen Videoansprache, es sei in mehreren Gesprächsrunden an Dokumenten gearbeitet worden, "die zur Beendigung des Krieges notwendig sind". Zuvor hatte Selenskyj mitgeteilt, dass er die Unterzeichnung eines Abkommens zu Sicherheitsgarantien bereits in der kommenden Woche in Davos für möglich halte.

+++ 21:58 Ukrainische Delegation lobt "substanzielle" Gespräche mit US-Vertretern +++

Eine ukrainische Delegation hat in den USA nach Angaben des Unterhändlers Rustem Umerow "substanzielle" Gespräche mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner geführt. Umerow - der den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine leitet - sagt, es sei dabei um einen Plan zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie um Sicherheitsgarantien für die Ukraine gegangen. Die Gespräche sollen demnach am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos fortgesetzt werden.

+++ 21:18 Selenskyj beklagt russische Angriffe auf Kernkraftwerke +++

Wenn Russland den Krieg "wirklich und ernsthaft beenden" wolle, würden sie sich auf Diplomatie konzentrieren statt auf "Raketenangriffe, Blackouts und Versuche, sogar unsere Kernkraftwerke zu schädigen", beklagt Selenskyj. Demnach verfüge die Ukraine über Daten zu den Anlagen, die Russland ausgekundschaftet habe. Dies zeige deutlich, dass Diplomatie für Russland "definitiv keine Priorität" habe, so Selenskyj.

+++ 20:13 Selenskyj ordert weitere Strom-Reparaturtrupps aus dem ganzen Land nach Kiew +++

Fast 58.000 Menschen arbeiten "rund um die Uhr" in Reparaturtrupps an Stromnetzen, in Kraftwerken und am Fernwärmenetz, verspricht Selenskyj bei Telegram. In der Region Kiew, insbesondere im nördlichen Teil und im Bezirk Boryspil, sei die Lage besonders schwierig. Daher wolle Selenskyj weitere 50 Reparaturtrupps aus dem ganzen Land in die Hauptstadt holen.

+++ 19:26 Selenskyj will Russlands Kriegskosten "unerschwinglich" machen +++

Beim heutigen Online-Meeting der "Koalition der Willigen" fordert Selenskyj von den Verbündeten eine "Verschärfung des Sanktionsdrucks auf Russland", damit die Kosten des Krieges "unerschwinglich werden". Die Verbündeten müssten zudem die Zusammenarbeit vertiefen, um die "verteidigungsindustrielle Kapazität und die militärischen Fähigkeiten in ganz Europa zu stärken".

+++ 18:27 Polen verteilt wegen Russland-Spannungen vorsorglich Sicherheitshandbücher +++

Angesichts wachsender Spannungen mit Russland setzt die polnische Regierung verstärkt auf zivile Vorsorge. Aktuell werden landesweit 17 Millionen Sicherheitshandbücher an Haushalte für den Notfall verteilt. Die Broschüren - erhältlich auf Polnisch, Englisch und Ukrainisch - enthalten unter anderem Anweisungen zum Verhalten bei Luftangriffen sowie bei chemischen oder nuklearen Gefahrenszenarien.

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Die Broschüre erklärt unter anderem, wie sich Menschen bei einem Luftangriff verhalten sollen. (Foto: gov.pl)

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