Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:52 Partisanen enttarnen russische Anlagen zur Steuerung von Militärsatelliten +++

26.06.2026, 00:01 Uhr

Agenten der Partisanenbewegung ATESH haben eine Aufklärungsmission an drei russischen Militärinfrastrukturstandorten in der besetzten Krim durchgeführt. Laut Ukrinform fanden die Missionen in den Gebieten von Zaozerne und Vityne statt. Mit einem Verweis auf einen Telegram-Post der Partisanen, berichtet Ukrinform, alle drei Standorte seien mit der Militäreinheit 81415 verbunden - dem NIP-16 Weltraumkommunikationszentrum und dem 40. separaten Kommando- und Messkomplex. Die Fundorte wurden trotz umfangreicher Videoüberwachung und der Anwesenheit von Militärpersonal entlang der gesamten Strecke nacheinander dokumentiert. Vityne wurde als der am stärksten befestigte Standort identifiziert, mit einer hohen Konzentration an Militärpersonal und verstärkten Kontrollpunkten. Laut ATESH deutet dieses hohe Sicherheitsniveau auf die Bedeutung der Anlage für die russischen Streitkräfte hin. NIP-16 ist eine Bodenstation zur Steuerung militärischer Satelliten.

+++ 03:56 Rüstungsfirma will zügig Raketenabwehrsystem bauen +++

Das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point will nach einer Übereinkunft mit dem deutschen Partner Hensoldt den Aufbau eines europäischen Raketenabwehrsystems beschleunigen. Erste Abfangraketen des Typs FP-7X sollten Ende des Jahres einsatzbereit sein, sagt Fire-Point-Mitgründer Denys Schtylierman. Das ukrainische Unternehmen und Hensoldt hatten erst Mitte Juni eine Absichtserklärung zum Bau eines ballistischen Raketenabwehrsystems unterzeichnet. Hensoldt soll für das System sein Hochleistungsradar TRML-4D liefern. Der Mangel an Raketenabwehrsystemen gehört zu den größten Herausforderungen für die Ukraine nach dem russischen Überfall.

+++ 02:56 Krim-Behörden zu Stromabschaltungen gezwungen +++

Als Reaktion auf ukrainische Drohnenangriffe kündigen die Behörden auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim weitere Stromabschaltungen an. "Die Energieinfrastruktur wurde durch feindliche Angriffe beschädigt, daher wird es auf der gesamten Krim zu vorübergehenden Stromausfällen kommen", teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow mit. Die Unterbrechung der Stromversorgung erfolge "gezielt" und je nach Bedarf. Letzte Nacht wurde die Krim nach russischen Behördenangaben erneut von ukrainischen Angriffen getroffen. Laut Aksjonow wurden dabei zwei Menschen getötet, darunter ein Kind. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren täglich mit Luftangriffen. Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihre Gegenangriffe verstärkt. Sie greift nach Angaben Kiews neben militärischen Zielen vor allem die russische Öl- und Energieinfrastruktur an, um Russlands Kriegskasse zu schwächen.

+++ 01:37 Ukrainischer Botschafter Makeiev: Putin wird für Kiews Nato-Beitritt sorgen +++

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, zeigt sich zuversichtlich über einen Nato-Beitritt seines Landes. "Es wird irgendwann so weit sein. Schließlich haben wir die größte, stärkste und erfahrenste Armee in Europa", sagt Makeiev dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Russlands Präsident Wladimir Putin werde dies nicht verhindern können, sondern sogar dafür sorgen, dass der Beitritt vollzogen werde. "Er hat es mit seinem Angriff auf die Ukraine schon geschafft, dass Finnland und Schweden der Nato beigetreten sind. Das wird ihm auch bei der Ukraine gelingen", sagt Makeiev.

+++ 00:25 Verletzte nach Raketenangriff auf Kiew +++

Mindestens zwei Menschen sind nach Behördenangaben bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew verletzt worden. Die beiden Verletzten seien ambulant behandelt worden, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Seinen Angaben nach sind im Stadtbezirk Darnyzkyj im Südosten der ukrainischen Hauptstadt Lager in Brand geraten. Über weitere Schäden ist bisher nichts bekannt.

+++ 23:15 Ex-Chef der ukrainischen Terrorabwehr wegen Hochverrats verurteilt +++

Ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes ist wegen Hochverrats für schuldig befunden worden. Wie der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Ruslan Kravchenko, bekanntgibt, wird der ehemalige Chef der Antiterrorabteilung, Dmytro Kozyura, zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Für Geld soll Kozyura dem russischen Inlandsgeheimdienst zwischen 2018 und 2025 Informationen geliefert haben. Laut der Generalstaatsanwaltschaft übermittelte er während des Krieges systematisch Informationen über die Folgen von Raketenangriffen auf Objekte in Kiew, Standorte von Geheimdienst-Einheiten, Daten zu Militäreinheiten, sowie geheime Dokumente zur kritischen Infrastruktur und deren Schutz.

+++ 22:04 Explosionen in Kiew nach Warnung vor russischen Raketen +++

In Kiew sind am Abend während eines Luftalarms mehrere Explosionen zu hören. Das berichten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatten die ukrainische Luftwaffe und die Stadtverwaltung vor russischen ballistischen Raketen gewarnt, die in Richtung der Hauptstadt abgefeuert worden seien. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärt bei Telegram, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Einwohner auf, Schutzräume aufzusuchen. In einer weiteren Mitteilung erklärt Klitschko, im Bezirk Darnyzja seien Raketentrümmer auf einer Freifläche niedergegangen. Rettungskräfte seien auf dem Weg zu dem Ort.

+++ 21:37 Rubio: "Es gab keine Vereinbarung in Alaska" +++

US-Außenminister Marco Rubio bestreitet, dass die USA und Russland in Alaska eine Vereinbarung zum Ukraine-Krieg getroffen hätten. "Es gab einen Vorschlag in Alaska, aber es gab keine Vereinbarung in Alaska", sagt Rubio auf Nachfrage eines Reporters. "Hätte es eine Vereinbarung gegeben, wäre der Krieg bereits beendet." Dem Außenminister zufolge sind die USA weiterhin bereit, jede konstruktive Rolle zu übernehmen, um ein Kriegsende herbeizuführen. Hintergrund ist der Gipfel der Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump in Alaska im vergangenen August. Die russische Agentur Interfax zitierte am Dienstag Vize-Außenminister Sergej Rjabkow mit den Worten, die USA seien von "grundlegenden Vereinbarungen" abgewichen. Außenminister Sergej Lawrow deutete an, der Gipfel sei möglicherweise ein "Trick der USA gewesen, um Zeit für die Wiederbewaffnung des Kiewer Regimes zu gewinnen". Putin habe damals einem US-Vorschlag zugestimmt, was einen Kompromiss dargestellt habe. Nun fordere Washington weitere Zugeständnisse. Dennoch wolle Russland im Gespräch bleiben und erwarte den Besuch der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Mehr dazu lesen Sie hier.

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