Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:36 Bürgermeister: Dutzende ukrainische Drohnen mit Ziel Moskau abgeschossen +++

30.06.2026, 00:01 Uhr

Die russische Luftabwehr hat in der Nacht zum Dienstag nach Angaben der Behörden dutzende ukrainische Drohnen mit Ziel Moskau abgefangen. "Sechs feindliche Drohnen, die in Richtung Moskau unterwegs waren, wurden von den Luftverteidigungskräften des Verteidigungsministeriums abgeschossen", schreibt der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, auf der staatlichen Online-Plattform Max. Er nennt eine Gesamtzahl von 46 abgefangenen ukrainischen Drohnen. Die Helfer der Rettungsdienste seien an den Orten im Einsatz, an denen die Trümmer niedergegangen seien, erklärt Sobjanin weiter.

+++ 04:42 UN: Belarus hat höchste Zahl politischer Gefangener pro Kopf weltweit +++

Trotz der in den vergangenen Monaten erfolgten Freilassungen politischer Häftlinge in Belarus hat sich die Menschenrechtslage dort nach Ansicht von UN-Sonderberichterstatter Nils Muiznieks nicht grundlegend verbessert. "Belarus hat wahrscheinlich die höchste Zahl politischer Gefangener pro Kopf weltweit", sagt Muiznieks in Genf, wo er seinen Bericht über die Lage in dem Neun-Millionen-Einwohnerland dem UN-Menschenrechtsrat vorstellte. Laut Informationen von UN-Organisationen gibt es 852 politische Gefangene in Belarus - doch "die tatsächliche Zahl ist mit Sicherheit viel höher, da die Gesetzgebung so weit gefasst ist", dass sie die Verfolgung einer sehr großen Zahl von Menschen ermögliche.

+++ 03:22 Russische Besatzer melden Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen im Donezker Gebiet +++

Im russisch besetzten Teil der Ostukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen durch ukrainische Drohnenangriffe getötet worden. Bei dem Angriff auf Starobeschewe seien zwei weitere Zivilisten verletzt worden, teilt der von Moskau eingesetzte Chef des Donezker Gebiets, Denis Puschilin, bei Telegram mit. Die Siedlung Starobeschewe ist etwas mehr als 90 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt. Infolge von Drohnenattacken an anderen Orten der Region seien zudem mindestens elf Menschen verletzt worden. Diese Informationen sind nicht unabhängig überprüfbar.

+++ 01:46 Hilfe für die Ukraine: Wadephul sieht USA auf Seite der Europäer +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul betont nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio Gemeinsamkeiten in der Haltung zur Ukraine. "Wir unterstützen die Ukraine, die USA tun das auch nach wie vor", sagt Wadephul in Washington. Die Militärhilfe komme allerdings inzwischen zu 98 Prozent von den Europäern und Kanada. Die USA stellten zwar weiterhin militärisches Material zur Verfügung, es werde aber von den Partnern wie vereinbart für Kiew erworben, erklärt Wadephul. Vom Nato-Gipfel in der Türkei in der kommenden Woche erwarte er ein Signal, dass die Verbündeten in der Lage seien, diese Unterstützung "dauerhaft weiterzufinanzieren". Rubios Sprecher Tommy Pigott erklärt nach dem Treffen, die USA und Deutschland hätten ihre "unerschütterliche Unterstützung für einen dauerhaften Frieden zwischen Russland und der Ukraine" betont.

+++ 00:48 Frankreich setzt gestoppten russischen Tanker fest +++

Die französische Justiz ordnet das Festhalten eines Öltankers an, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte zur Umgehung westlicher Sanktionen gehört. Der Kapitän sei aus Polizeigewahrsam freigelassen worden, teilt die Staatsanwaltschaft in Marseille mit. Der Tanker war am 23. Juni vor Sizilien gestoppt worden. Er kam aus dem russischen Primorsk, trägt die Flagge Kameruns und wird von französischen Behörden verdächtigt, eine falsche Flagge zu nutzen. Er liegt mit 25 Besatzungsmitgliedern vor Marseille vor Anker.

+++ 23:50 Zahl der Kriegsdienstverweigerungen so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr +++

Nach der Einführung des neuen Wehrdienstes ist es zu einem deutlichen Anstieg vorsorglicher Kriegsdienstverweigerungen gekommen, um bei einem Spannungs- und Verteidigungsfall keinen Dienst an der Waffe leisten zu müssen. Bis Ende Mai wurden bereits 2667 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben rechtskräftig anerkannt, wie eine Sprecherin auf Anfrage der "Süddeutschen Zeitung" mitteilt. Damit dürfte die Zahl in diesem Jahr auf den höchsten Stand seit 2011 steigen.

+++ 22:52 Kiew und Kopenhagen planen Drohnen-Kooperation +++

Dänemark und die Ukraine arbeiten an einem Drohnen-Abkommen, berichtet Kyiv Independent. Präsident Wolodymyr Selenskyj berät dazu in Kiew mit dem dänischen Verteidigungsminister Jeppe Bruus. Kopenhagen hilft Kiew seit 2022 mit Militärhilfe von bisher rund 9,7 Milliarden Euro (rund 10,6 Milliarden US-Dollar) sowie mit ziviler Unterstützung in Höhe von 1,1 Milliarden Euro (rund 1,2 Milliarden US-Dollar).

+++ 22:13 Ukraine meldet Zerstörung neuer russischer Abfangdrohne +++

Das ukrainische Militär hat offenbar erstmals eine neue russische Abfangdrohne mittels einer Abfangdrohne abgeschossen. Das teilt das ukrainische Rüstungsunternehmen General Cherry bei Facebook mit. Die sogenannte Sokol-I ist eine der neuesten russischen Entwicklungen im Bereich der Abfangdrohnen und wurde Berichten zufolge erst vor einem Monat offiziell vorgestellt. Russischen Medien zufolge erreicht die Sokol-I eine Höchstgeschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde und kann in Höhen von bis zu 5000 Metern operieren.

+++ 21:36 Selenskyj will "Realität des Krieges" nach Russland holen +++

Russland setzt seinen "offenkundig terroristischen Krieg" fort, beklagt Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache. Doch die Ukraine werde sich wehren. "Wir holen die Realität des Krieges nach Russland zurück und machen es so schwierig wie möglich, die Besetzung unseres Landes fortzusetzen", droht Selenskyj in Richtung Kreml. Die Benzinknappheit in Russland sei demnach eine Folge des Krieges und der Fernangriffe der Ukraine.

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