Iran-Krieg im Liveticker +++ 05:00 Libanon: Sechs Sanitäter bei israelischen Angriffen getötet +++
Bei israelischen Angriffen im Südlibanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden sechs Sanitäter getötet worden. Das Ministerium verurteilt die Vorfälle als Verletzung des Völkerrechts. In der Ortschaft Hanaway seien vier Rettungskräfte der Islamischen Gesundheitsorganisation ums Leben gekommen. Ein weiterer israelischer Angriff in Deir Kanun en-Nahr habe zwei Sanitäter der Al-Rissala-Pfadfinderorganisation getötet. Insgesamt seien in Deir Kanun en-Nahr sechs Menschen gestorben, darunter ein syrisches Kind. Das israelische Militär teilt mit, es habe Infrastruktur und Kämpfer der Hisbollah angegriffen. Das Militär prüfe Berichte, wonach Unbeteiligte zu Schaden gekommen seien.
+++ 02:00 Berichte: Trump erwägt neue Schläge gegen Iran +++
Laut US-Medien bereiten die USA mögliche neue Angriffe auf den Iran vor. Das Nachrichtenportal "Axios" berichtet, US-Präsident Donald Trump habe am Freitagmorgen eine Sitzung mit seinen engsten Beratern abgehalten. Trump erwäge ernsthaft neue Angriffe, sollte es bei Verhandlungen mit Teheran keinen Durchbruch geben. Auch der US-Sender CBS berichtet von möglichen neuen Schlägen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden.
+++ 23:52 Pakistans Armeechef in Teheran gelandet +++
Pakistans Armeechef Asim Munir zu einem Besuch in Teheran eingetroffen. Er sei vom iranischen Innenminister Eskandar Momeni und seinem pakistanischen Kollegen Mohsin Naqvi empfangen worden, erklärt das pakistanische Militär. Pakistan tritt im Iran-Krieg als Vermittler zwischen den USA und dem Iran auf. US-Außenminister Marco Rubio hatte die Hoffnung geäußert, dass Munirs Besuch in Teheran Fortschritte bringen könnte.
+++ 22:00 Iran dämpft Erwartungen an Friedensgespräche mit den USA +++
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wird von der Agentur IRNA mit den Worten zitiert, Diplomatie brauche Zeit. Er deutet an, dass man noch nicht an einem Punkt sei, an dem eine Friedensvereinbarung greifbar sei. Die Differenzen zwischen dem Iran und den USA seien tief und signifikant. Nuklearfragen würden nicht diskutiert und es könne keine Einigung erzielt werden, wenn die USA versuchten, sich mit Details über hochangereichertes Uran im Iran zu befassen.
+++ 20:50 Bericht: USA bieten dem Iran bedeutende finanzielle Zugeständnisse an +++
Einem Bericht zufolge sind die USA bereit, dem Iran signifikante finanzielle Zugeständnisse zu gewähren, wenn die Führung in Teheran die Straße von Hormus öffnet und formell für immer auf den Besitz von Atomwaffen verzichtet. Dies schreibt der gut vernetzte Ex-CNN-Korrespondent Alex Marquardt auf seinem Substack. Er habe Einzelheiten über den jüngsten Vorschlag der USA an den Iran zur Beendigung des Krieges erfahren. "Wie erwartet handelt es sich um einen mehrstufigen Prozess: Der Vorschlag ist eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU), die Verhandlungen im Hinblick auf ein 'endgültiges Abkommen' einleitet", heißt es. Die schwierigsten Fragen würden dabei aufgeschoben, damit der Krieg beendet werden kann. Besonders bemerkenswert seien "ein großer Wirtschaftsfonds für Schäden des Iran, Ausnahmeregelungen für iranische Ölverkäufe, die spätere Freigabe eingefrorener Gelder, die Aufhebung von Sanktionen und keine festen Zusagen zur Urananreicherung". Demnach wurden einige Details zuvor schon von "Al Arabiya" und "Axios" berichtet. Das Weiße Haus hat die Details nicht dementiert und bekräftigt, dass "der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen darf". Der Iran solle sich im MOU dazu verpflichten, niemals eine Atomwaffe zu entwickeln. Die Vereinbarung soll dem Bericht zufolge auch ein Ende der militärischen Handlungen im Libanon beinhalten. Viele Details wären demnach erst im "finalen Abkommen" zu klären, etwa wie der Reparationsfonds für Kriegsschäden im Iran aussehen könnte oder wie viel Uran das Land in Zukunft anreichern darf.
+++ 19:47 Einigkeit beim Iran? Wadephul optimistisch für gemeinsame Nato-Lösung mit den USA +++
Außenminister Johann Wadephul hat sich optimistisch geäußert, mit den USA beim Nato-Gipfel im Juli eine Verständigung über eine gemeinsame Zukunft des Bündnisses zu finden. US-Außenminister Marco Rubio habe "sehr das Gemeinsame der Nato betont", sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen der Nato-Außenminister in der schwedischen Hafenstadt Helsingborg. Die Staats- und Regierungschefs der Nato kommen in etwa sechs Wochen in der Türkei zu ihrem Gipfel zusammen. Rubio habe sich "ganz in dem Sinne auch eingelassen, wie wir alle, dass wir in Ankara ein Zeichen der Geschlossenheit, der Einigkeit abgeben wollen und werden", sagte Wadephul angesichts der heftigen Kritik, die US-Präsident Donald Trump immer wieder an den europäischen Nato-Partnern äußert. Es sei auch klar geworden, "dass wir eben gemeinsam jetzt konstruktiv daran zu arbeiten haben, auch die Aufgaben der Zukunft zu lösen". Mit Blick auf den Iran-Krieg sagte Wadephul, es gebe ein gemeinsames Sicherheitsinteresse mit den USA, dass Teheran keine nuklearen Fähigkeiten mehr entwickeln könne. "Ich sehe uns, was die Interessenlage angeht gegenüber dem Iran, von einem Blatt lesen." Er räumte aber ein, was die Mittel angehe, gebe es unter den Nato-Partnern weiterhin Unterschiede.
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