Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:07 Mützenich fordert Beteiligung der EU an Ukraineverhandlungen +++
Angesichts der bislang erfolglos von den USA geführten Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der in diesem Monat ins fünfte Jahr geht, kommt aus der SPD der Ruf nach einer europäischen Initiative. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich fordert eine eigene europäische Rolle in den Verhandlungen zwischen Moskau und Kyjiw. "Spätestens mit Bekanntwerden der Pläne der US-Regierung über die Zukunft der Ukraine sollte jedem klar geworden sein, dass bei den Gesprächen über ein Ende des Krieges eine eigene Rolle und Stimme durch Europa unabdingbar ist", sagt Mützenich. Der Außenpolitiker kritisiert, dass sich die wichtigsten europäischen Staats- und Regierungschefs, einschließlich der deutschen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, im vergangenen August "wie Bittsteller vor dem Schreibtisch von Donald Trump versammelten". Dieses Bild dürfe sich nicht wiederholen. Europa zahle inzwischen die finanzielle Hauptlast für die Unterstützung der Ukraine bei den militärischen und zivilen Hilfen. "Umso mehr ist eine europäische Rolle bei einer notwendigen und möglichen Nachkriegsordnung wünschenswert und erforderlich", sagt der SPD-Politiker.
+++ 06:39 Selenskyj richtet Blick bereits auf kommenden Winter +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit derzeit bereits den Abwehrkampf seines Landes und insbesondere den Schutz der Energieinfrastruktur in Hinsicht auf den kommenden Winter vor. "Wir haben mit der ukrainischen Premierministerin Julia Swrydenko ausführlich über die Ausarbeitung unserer Strategie zur Energie-Wiederherstellung und zum verstärkten Schutz des Energiesektors für den kommenden Winter gesprochen", erklärt Selenskyj in einem Beitrag auf X. "Wir werden die Strategie bis zum 1. März fertigstellen und anschließend verabschieden." Es solle sichergestellt werden, dass sich die Europäische Kommission, die europäischen Länder, die Vereinigten Staaten, internationale Unternehmen und ukrainische Firmen "mit den erforderlichen Kapazitäten" alle beteiligen und "gemeinsam mit uns – und unseren Bürgern – die Widerstandsfähigkeit stärken und unsere Kapazitäten für den kommenden Winter ausbauen können".
+++ 06:00 Russlands Regionen haben Haushaltsprobleme +++
Seit mehr als vier Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine - das ist teuer auf allen Ebenen. Haushaltsprobleme haben Medien zufolge inzwischen die Provinzen des Landes erreicht. Das Gesamtdefizit der russischen Regionen sei bis Ende 2025 auf mehr als 16 Milliarden Euro gestiegen und ein Rekordwert seit Beginn der Beobachtungen, schrieb die Moskauer Tageszeitung "Kommersant" unter Berufung auf eine von ihr in Auftrag gegebene Auswertung von Finanzdaten. Verwendet wurden den Angaben nach Daten des Finanzministeriums. Demnach schlossen 74 Regionen das Jahr mit einem Defizit ab, 2024 waren es nur 50. Am größten sei die Lücke in Moskau, dem Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen und dem Autonomen Kreis der Chanten und Mansen. Auch beim Staatshaushalt sieht es ähnlich aus. Der seit mehr als vier Jahren andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine ist teuer für Russland. Rund 180 Milliarden Euro sind für Militär, Rüstung, nationale Sicherheit und Polizeiorgane eingeplant - das entspricht knapp 40 Prozent der Gesamtausgaben. Die Rüstungsindustrie boomte in den vergangenen Jahren dank staatlicher Subventionen und Großaufträge. In anderen Sektoren gibt es allerdings schon seit geraumer Zeit Krisenzeichen. Wichtig für Russland sind traditionell die Einnahmen aus den Energieverkäufen.
+++ 05:17 Verdächtige Drohne nahe französischem Flugzeugträger gesichtet +++
Eine in schwedischen Gewässern nahe des französischen Flugzeugträgers "Charles de Gaulle" gesichtete verdächtige Drohne ist "wahrscheinlich" russischer Herkunft. Das sagte der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson. Der Flugkörper wurde am Mittwoch in mehreren Seemeilen Entfernung von der im Hafen von Malmö ankernden "Charles de Gaulle" entdeckt. Jonson begründete die Vermutung damit, dass sich zum Zeitpunkt des Drohnen-Zwischenfalls ein russisches Militärschiff in der "unmittelbaren Umgebung" befunden habe. "Aller Wahrscheinlichkeit nach gibt es eine starke Verbindung zwischen dem russischen Militärschiff und dieser Drohne", sagte der Außenminister im Fernsehsender SVT.
+++ 04:01 Hunderttausende in Kiew immer noch ohne Heizung +++
Nach den schwersten Angriffen auf Energieinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt Kiew seit Kriegsbeginn sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko noch 300.000 bis 400.000 Menschen ohne Heizung. Etwa 1000 Wohnblöcke seien weiterhin betroffen, sagte Klitschko dem RedaktionsNetzwerk Deutschland in Kiew. "Wir arbeiten Tag und Nacht daran", die Versorgung wieder sicherzustellen. Er hoffe, dass das "in ein paar Wochen" geschehen werde. "Wir hätten uns nie vorgestellt, dass wir in unserer Stadt vor solchen Herausforderungen stehen."
+++ 01:30 IWF bewilligt Ukraine neuen Milliardenkredit +++
Der Internationale Währungsfonds (IWF) bewilligt der Ukraine einen neuen, über vier Jahre laufenden Kredit in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar. Davon würden 1,5 Milliarden Dollar sofort ausgezahlt, teilt der IWF mit. Die neue erweiterte Fondsfazilität für die Ukraine sei Teil eines internationalen Unterstützungspakets in Höhe von 136,5 Milliarden Dollar für das vom Krieg heimgesuchte Land.
+++ 23:34 Russland berichtet von 24 Drohnen mit Kurs auf Moskau +++
Das russische Verteidigungsministerium meldet den Abschuss von 220 ukrainischen Drohnen innerhalb von neun Stunden. Darunter seien 24 Fluggeräte gewesen, die Kurs auf Moskau genommen hätten. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin schreibt auf Telegram von 27 abgeschossenen Drohnen, die die Hauptstadt zum Ziel gehabt hätten.
+++ 22:26 Satellitenbilder zeigen schwer beschädigte russische Chemiefabrik nach Drohnenattacke +++
Satellitenbilder zeigen die massiven Zerstörungen im Chemiewerk Dorogobusch in der russischen Region Smolensk. Dies berichtet das ukrainische Militärnachrichten-Portal Militarnyi. Das ukrainische Militär hatte nach eigenen Angaben das russische Chemiewerk in der Nacht vom 24. auf den 25. Februar angegriffen. "Bilder, die von OSINT-Analysten veröffentlicht wurden, zeigen die Folgen der Drohnenangriffe. Der größte Schaden konzentriert sich auf die Bereiche, die für die Produktion, Lagerung und den Transport von Ammoniumnitrat genutzt werden", heißt es in dem Bericht. Bei dem ukrainischen Angriff kamen auch mehrere Werksarbeiter ums Leben, weitere wurden verletzt. Die Chemiefabrik sei strategisch wichtig für das russische Militär, wie "Nexta" schreibt. Dort werden demnach etwa zehn Prozent des russischen Ammoniumnitrats produziert, das für Düngemittel und Sprengstoffe benötigt wird.
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