Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:44 Stromausfälle in Sewastopol nach ukrainischem Angriff +++

06.07.2026, 00:01 Uhr

In der Stadt Sewastopol auf der russisch besetzten Halbinsel Krim führt ein ukrainischer Angriff zu Stromausfällen. "Nach einem feindlichen Angriff auf die Energieinfrastruktur in der Nähe von Sewastopol war unsere Stadt vorübergehend ohne Strom", schreibt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. Laut dem ukrainischen Drohnenkommandeur Robert Brovdi hat Kiew in 48 Stunden 16 Kraftwerke auf der Krim getroffen, was zu Stromausfällen auf der gesamten besetzten Halbinsel geführt habe: "Es geht nicht um eine Steckdose, sondern um die Zerschlagung der feindlichen Nachschublinien auf der Krim", schreibt er auf Telegram. Ziel sei "die konsequente Isolierung der militärischen Präsenz auf der Halbinsel bis zum vollständigen Abzug der Kolonisatoren und Kollaborateure".

+++ 07:14 Ölraffinerie in Jaroslawl offenbar wieder getroffen +++

Das ukrainische Militär trifft Berichten zufolge die Ölraffinerie in der russischen Stadt Jaroslawl. Dies schreibt "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Medienkanäle. Fotos und Videos in sozialen Medien sollen zeigen, wie Rauch aus dem Bereich der Ölraffinerie aufsteigt. Die Ölraffinerie Jaroslawl, die etwa 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, war bereits mehrfach Ziel von Angriffen.

+++ 06:43 Behörden zählen immer mehr Tote und Verletzte in Kiew +++

Die Zahl der Opfer nach den schweren russischen Angriffen steigt. Laut Angaben der Stadtverwaltung werden 9 Menschen getötet und 46 weitere verletzt, berichtet "Ukrainska Prawda". 14 von ihnen, darunter 5 Kinder, befinden sich demnach im Krankenhaus. Der Leiter der städtischen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, teilt auf Telegram mit, dass Raketen und Drohnen Wohnblöcke und andere Gebäude getroffen hätten. Mehrere Augenzeugen berichteten von einer Reihe von Explosionen in und um Kiew in der Nacht. Auch die Luftabwehr gegen russische Drohnen sei im Einsatz gewesen.

+++ 06:14 Russland importiert massiv Benzin aus Belarus +++

Russlands Benzinimporte aus Belarus erreichen im Juni einen Rekordwert. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf russische Medien und Daten des Zentrums für Preisindizes (CPI). Den Daten zufolge importierte Russland zwischen dem 1. und 25. Juni 141.000 Tonnen Benzin - fast zweieinhalb Mal so viel wie im gesamten Mai. Zum Vergleich: Im Juni des Vorjahres beliefen sich die Importe auf lediglich 1000 Tonnen.

+++ 05:45 Generalstab: Heftige Kämpfe in der Ostukraine +++

Ukrainische und russische Bodentruppen liefern sich weiterhin schwere Kämpfe entlang der Fronten in der Ostukraine. Der Generalstab in Kiew spricht im abendlichen Lagebericht von insgesamt 201 Kampfhandlungen an diversen Frontabschnitten. Das russische Militär habe 65 Luftangriffe geführt und dabei 182 Gleitbomben eingesetzt.

+++ 04:35 Ukraine meldet sieben Tote nach russischen Angriffen auf Kiew +++

In Kiew sind am frühen Morgen bei russischen Angriffen mehrere Menschen getötet worden. Das teilt der Chef der Militärverwaltung in Kiew, Tymur Tkaschenko, auf Telegram mit. Später heißt es, mindestens sieben Menschen seien getötet und zwei Dutzend weitere verletzt worden. Tausende seien vor den Angriffen in U-Bahn-Stationen geflohen, berichtet das Nachrichtenportal "The Kyiv Independent". Während eines Raketenalarms sind in der ukrainischen Hauptstadt mehr als zehn Explosionen zu hören gewesen, am Himmel waren Lichtblitze zu sehen. Es handelt sich um den zweiten tödlichen Angriff auf Kiew binnen weniger als einer Woche.

+++ 03:24 Wie vorhergesagt: Russland fliegt massiven Angriff auf Kiew +++

Die vorab befürchtete Welle schwerer Luftangriffe Russlands auf ukrainische Städte bestätigt sich in der Nacht. Kurz nach Mitternacht sind in der Hauptstadt Kiew laut Behördenangaben und Medienberichten Alarmsirenen und heftige Explosionen zu hören. Demnach wird fast in allen Landesregionen Luftalarm ausgelöst. Behörden zufolge wurde ein Wohnhaus nahe dem Stadtzentrum schwer beschädigt. In dem Gebäude seien nun Bewohner eingeschlossen, teilen die örtlichen Behörden mit. Wie der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, auf Telegram schreibt, befindet sich das Haus im historischen Stadtteil Podil. "Da sitzen Menschen im siebten bis neunten Stock fest", sagt Klitschko. Er fügt hinzu, dass Trümmerteile von Drohnen auf ein zweites Wohnhaus in derselben Gegend sowie in anderen Stadtteilen der Stadt gefallen seien. Angeblich setzten die Angreifer neben zahlreichen Drohnen auch Dutzende Marschflugkörper und Raketen ein. 

+++ 02:18 Nato-Gipfel: Neue Milliarden-Zusagen für Kiew geplant +++

Bei dem Nato-Gipfel soll die Ukraine ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigen sich Vertreter der 32 Bündnisstaaten wenige Tage vor dem Spitzentreffen in Brüssel in den abschließenden Beratungen über die geplante Gipfelerklärung.

+++ 01:04 Unions-Außenexperte fordert mehr Druck auf Russland, klare Ansage an China +++

Vor dem bevorstehenden Nato-Gipfeltreffen in Ankara plädiert der Unions-Außenexperte Jürgen Hardt für einen härteren Kurs der Allianz gegenüber Russland wegen des Ukraine-Krieges und für klare Ansagen auch an China. Der am Dienstag beginnende Nato-Gipfel müsse vor allem politische Geschlossenheit demonstrieren, sagt der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion den Funke-Zeitungen. "Moskau darf keinen Zweifel daran haben, dass die Unterstützung für die Ukraine ungebrochen ist". Der CDU-Politiker betont, dass "die russische Strategie des Hinhaltens und der gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung" zunehmend an Wirkung verliere und die Ukraine gleichzeitig auf dem Gefechtsfeld wieder eigene Akzente setzen könne: "Diesen Moment sollten die Verbündeten nutzen, um den Druck auf den Kreml gemeinsam weiter zu erhöhen und die Voraussetzungen für ernsthafte Friedensverhandlungen zu schaffen." Der CDU-Politiker sieht aber auch Handlungsbedarf gegenüber China: "China spielt für Russlands Fähigkeit, seinen Angriffskrieg fortzusetzen, eine erhebliche Rolle", meint der Außenexperte. "Deshalb sollte die Nato auch hier Klartext sprechen: Wer Moskaus Rüstungsbasis stützt, trägt Mitverantwortung für die Verlängerung dieses Krieges. Diese Realität offen anzusprechen, ist kein Eskalationsschritt, sondern Ausdruck strategischer Ehrlichkeit."

+++ 23:40 Medwedew attackiert USA: Kein Recht, andere zu zwingen +++

Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew spricht den USA das Recht ab, sich in die Angelegenheiten anderer einzumischen. "Die USA und das Weiße Haus haben keinerlei Recht, anderen ihren Willen aufzuzwingen", schreibt der Vizevorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats Russlands in einem Kommentar auf Telegram zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. "Sie sollen erst einmal das Chaos in ihrem eigenen Haus in den Griff bekommen." Die USA seien nun 250 Jahre alt. "Sind sie nun ein Vorbild oder ein 'Reich des Bösen'", fragt Medwedew in dem Kommentar. Seiner Meinung nach seien sie weder das eine noch das andere. "Aber in einem Punkt sind sich die meisten Länder der Welt einig: Amerika hat kein Recht, Entscheidungen für andere zu treffen. Jeder Staat - ob klein oder groß - ist in der Lage, seine Probleme selbst zu lösen", behauptet er.

+++ 22:01 Stadt Kostjantyniwka im Donbass weiter stark umkämpft +++

Die ukrainische Armee kämpft in der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka im Osten der Ukraine nach Angaben Kiews weiter gegen die russischen Truppen. "Die Kämpfe um Kostjantyniwka, das Putin bereits für sich beansprucht hat, dauern an", erklärt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache. Demnach würde es Putin niemals wagen, sich dorthin zu begeben. Die Ukraine hat am Samstag Berichte Moskaus dementiert, wonach russische Truppen die Ortschaft im Donbass eingenommen hätten. 

+++ 21:17 "Echtes Gefühl der Dringlichkeit": Weißes Haus bestätigt Trumps Selenskyj-Treffen +++

Im zähen Ringen um ein Ende des russischen Angriffskrieges trifft sich US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, bestätigt nun das Weiße Haus entsprechende Medienberichte. Die Begegnung finde am Mittwochnachmittag statt, teilt eine Regierungssprecherin mit. Keine der beiden Kriegsparteien mache "nennenswerte militärische Fortschritte", sagt zudem ein hochrangiger US-Beamter. Gleichzeitig entstünden enorme Kosten und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land. "Der Präsident verspürt daher ein echtes Gefühl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen", so der US-Regierungsbeamte.

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