Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:10 Verletzte in Sumy und Saporischschja nach russischen Angriffen +++
Russland hat die Ukraine erneut mit Drohnen und Raketen angegriffen. Nach Angaben der Ukrajinska Prawda setzte die russische Armee vier Raketen und 125 Drohnen ein. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge konnten 112 Drohnen abgeschossen werden. In der Stadt Sumy wurden drei Frauen beim Angriff auf eine Tankstelle verletzt, berichtet die ukrainische Nachrichtenseite NV. In Saporischschja habe es mindestens drei Verletzte beim Angriff auf ein mehrstöckiges Wohnhaus gegeben, darunter ein Kind. Bei einem Angriff auf die Stadt Dnipro wurde eine Fabrik getroffen. Noch sind nicht alle Folgen der nächtlichen Angriffe bekannt.
+++ 07:50 Ukraine: Russische Marine hat Angst, Hafen zu verlassen +++
Nach ukrainischen Angaben hat Russland seine Vorherrschaft nicht nur im westlichen Teil des Schwarzen Meeres verloren, sondern auch im Süden und in der Mitte. Eine russische Seeblockade sei heute nicht mehr vorstellbar, sagt der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. "Während man zu Beginn der großen Invasion von Odessa aus russische Kriegsschiffe am Horizont sehen konnte, haben sie jetzt Angst, ihren Stützpunkt in Noworossijsk zu verlassen." Stattdessen konzentriere Russland sich auf en Erhalt der verbliebenen Seestreitkräfte.
+++ 07:22 Ukrainischer Generalstab: Russland verliert 1290 Soldaten +++
Die russischen Truppen haben nach ukrainischen Angaben - die sich nicht überprüfen lassen - in den vergangenen 24 Stunden 1290 Soldaten verloren. Das teilt der ukrainische Generalstab auf Facebook mit. Insgesamt wurden diesen Angaben zufolge mehr als 1,4 Millionen russische Soldaten in der Ukraine verletzt oder getötet.
+++ 06:48 Kein Strom auf der Krim nach ukrainischen Angriffen +++
Die Ukraine hat in der Nacht mehrere Umspannwerke auf der Krim angegriffen und damit einen Stromausfall auf der von Russland besetzten Halbinsel ausgelöst. Das berichtet der "Kyiv Independent".
+++ 06:13 Großangriff auf Kiew: Russische Raketen flogen mit 35.000 Bauteilen aus dem Westen +++
Die Raketen und Drohnen, mit denen Russland am 2. Juli die ukrainische Hauptstadt Kiew angegriffen hat, enthielten 35.000 Bauteile aus dem westlichen Ausland. Das erläutert der Präsidentenbeauftragte für Sanktionspolitik, Vladyslav Vlasyuk, bei einem Treffen mit Journalisten, wie die Nachrichtenagentur Suspilne berichtet. Durch Re-Import aus Drittländern gelangten die Bauteile trotz der Sanktionen nach Russland.
+++ 05:44 Brüssel dampft zollfreie Stahlimporte aus der Ukraine ein +++
Die zollfreien Stahlexporte der Ukraine in die EU werden durch die von der Europäischen Kommission am 30. Juni angekündigten neuen globalen Quotenvergabe stark eingeschränkt, wodurch die Lieferungen in den Staatenbund im Vergleich zu 2025 möglicherweise um mehr als die Hälfte zurückgehen. Die neue Stahlzuteilung der EU, die am 1. Juli in Kraft getreten ist, wird als Reaktion auf die weltweite Stahlüberkapazität eingeführt, die den EU-Produzenten zu schaffen macht. Die Maßnahme zielt darauf ab, die zollfreien ukrainischen Stahlimporte auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr zu begrenzen - eine Reduzierung um 47 Prozent. "Die festgelegten Quoten entsprechen weder dem aktuellen Bedarf der ukrainischen Produzenten noch dem Ziel des Wiederaufbaus der ukrainischen Industrie nach dem Krieg", teilt der Pressedienst des Stahlproduzenten ArcellorMittal Kryvyi Rih laut "Kyiv Independent" mit. Für alle Importe, die die Quotengrenze überschreiten, würde ein Zoll von 50 Prozent erhoben - ein Betrag, den sich die vom Krieg betroffenen ukrainischen Unternehmen nicht leisten können.
+++ 04:51 Zahl der Toten nach russischem Großangriff auf Kiew steigt auf 31 +++
Nach dem massiven russischen Angriff auf Kiew ist die Zahl der Todesopfer auf 31 gestiegen. 102 Menschen wurden verletzt. Unter den Trümmern gefundene Leichenreste wurden der Nationalpolizei zur gerichtsmedizinischen Untersuchung übergeben, schreibt die Nachrichtenagentur Suspilne. Die Such- und Rettungsaktion an der Stelle des zerstörten 16-stöckigen Gebäudes im Bezirk Darnytskyi war am Abend abgeschlossen. Dies war der letzte Ort in der Hauptstadt, an dem nach dem russischen Angriff vom 2. Juli noch Trümmer beseitigt wurden.
+++ 03:51 Pistorius will "unter 1000" Soldaten zum Dienst in Litauen verpflichten +++
Für die Stationierung einer Bundeswehrbrigade in Litauen muss nach Einschätzung von Verteidigungsminister Boris Pistorius eine nennenswerte Soldatenzahl verpflichtet werden. "Ich rede von unter 1000", sagt der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wir haben eine Herausforderung bei den Mannschaftsdienstgraden und bei Spezialisten. In den Fällen kann es am Ende zu einer Verpflichtung kommen." Bislang habe die Bundeswehr die Mehrzahl der Dienstposten mühelos mit Freiwilligen besetzen können. Der Aufbau der Bundeswehrbrigade mit rund 4800 Soldaten und 200 zivilen Beschäftigten soll nach früheren Angaben 2027 abgeschlossen sein. Dies soll Litauen Sicherheit vor der wachsenden Bedrohung aus Russland geben.
+++ 02:53 Nähe zu Putin: Pistorius gegen Weitergabe geheimer Informationen an AfD +++
Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern spricht sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius dafür aus, mögliche AfD-Minister von als geheim eingestuften Informationen auszuschließen. Zur Begründung verweist der SPD-Politiker auf deren Nähe zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Mit Blick auf mögliche Konsequenzen, die eine AfD-Landesregierung auf Bundeswehr-Standorte haben könnte, sagt Pistorius der "Bild am Sonntag": "Wir beschäftigen uns intensiv mit der Frage, wem wir Zugang zu geheim eingestuften Informationen geben können. Das tun wir schon jetzt. Dazu sind wir verpflichtet, weil es um die Sicherheit unseres Landes geht." Die Frage, ob er Bauchschmerzen hätte, einem AfD-Minister als geheim eingestufte Informationen zu übermitteln, bejahte Pistorius: "Sie müssen sich nur die öffentlichen Äußerungen vieler, vieler AfD-Vertreter anhören. Die Nähe zu Putin ist nicht zu übersehen. Die Vermutung, dass es Geld aus Russland gibt, steht ebenfalls im Raum". Es liege "auf der Hand, dass das nicht passieren darf", sagt der Minister.
+++ 01:47 Kreml zu Telefonat: Putin sprach mit Trump über die Ukraine +++
Kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara hat Kremlchef Wladimir Putin russischen Angaben zufolge in einem 85-minütigen Telefonat mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine gesprochen. Die beiden Präsidenten hätten mit Blick auf Trumps Teilnahme an dem am Dienstag und Mittwoch stattfindenden Gipfel "natürlich über die Frage einer Lösung in der Ukraine" gesprochen, sagt der Präsidentenberater Juri Uschakow laut Berichten der Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Putin habe in dem Telefonat "die aktuelle Lage auf dem Schlachtfeld" in der Ukraine skizziert, "wo die russischen Streitkräfte selbstbewusst vorrücken", erklärt Uschakow.
+++ 00:49 Ukrainische Armee: Drohnen schalten 32 russische Luftverteidigungssysteme aus +++
Die Drohnenstreitkräfte der Ukraine haben allein im Juni 32 russische Luftverteidigungssysteme angegriffen. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf einen Facebook-Post der UAS (Unbemannte Luftfahrtsysteme). "Innerhalb von nur einem Monat schalteten die Einsatzkräfte der UAS-Gruppe 12 Flugabwehrraketensysteme und 20 Radarstationen und Systeme der elektronischen Kampfführung aus", bilanzieren die Drohnenstreitkräfte. In den ersten sechs Monaten des Jahres sei die Zahl der zerstörten russischen Luftverteidigungssysteme damit auf 195 Einheiten gestiegen, heißt es weiter.
+++ 23:45 Selenskyj berichtet von "sehr gutem" Telefonat mit Trump +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt im Onlinedienst X, er und Trump hätten in dem "sehr guten Telefonat" den Krieg in der Ukraine erörtert. "Präsident Trump und ich haben über die aktuelle Lage an der Front sowie unsere diplomatischen Bemühungen gesprochen. Es besteht die Aussicht, diesen Krieg zu beenden, und die Entschlossenheit der USA ist entscheidend", betont der ukrainische Präsident. Trump und er hätten vereinbart, "die Gespräche während des Nato-Gipfels in Ankara fortzusetzen", fügt er hinzu. Zu dem Gipfel in der Türkei werden Staats- und Regierungschefs aus 32 Staaten erwartet, darunter Trump.
+++ 23:27 "Lieber Donald": Putin gratuliert Trump zum 250. Jahrestag +++
Kremlchef Wladimir Putin hat den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit gratuliert. "Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Donald", leitet Putin sein Glückwunschtelegramm ein, das vom russischen Außenministerium in Moskau veröffentlicht wurde. Die Unabhängigkeitserklärung der USA habe nicht nur den Beginn des Staates markiert, sondern sei auch ein wichtiger Meilenstein in der Weltgeschichte gewesen. Russland, damals noch unter den Zaren, habe die nordamerikanischen Kolonisten unterstützt. Putin hob "zahlreiche ruhmreiche Kapitel" in zweieinhalb Jahrhunderten der Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor. "Wir waren Verbündete in zwei Weltkriegen, haben gemeinsam die Menschheit von den Schrecken des Nationalsozialismus befreit und anschließend eine wichtige Rolle bei der Schaffung der Grundlagen der modernen Weltordnung gespielt", schreibt Putin. Auch in der heutigen Welt trügen Russland und die USA als Atommächte eine besondere Verantwortung für die Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität auf globaler Ebene. Nach einem Händedruck-Emoji schloss Putin: "Ich wünsche dir, Donald, und deinen Angehörigen Gesundheit, Wohlergehen und Erfolg, und allen amerikanischen Bürgern Glück und Wohlstand." Den Krieg in der Ukraine, den Trump seit seinem Amtsantritt beenden will, erwähnt Putin nicht.
+++ 22:23 Pistorius: Kiew braucht Marschflugkörper Taurus nicht mehr +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius glaubt nicht, "dass die Ukraine den Taurus noch braucht", sagt er der "Bild am Sonntag". Die ukrainische Taktik, Raffinerien in Russland mit Drohnen zu beschädigen, sei aufgegangen. "So gut wie jetzt gerade sah es noch nie aus. Auf dem Schlachtfeld selbst ist wenig Bewegung. Mal ein paar Kilometer in die eine, mal in die andere Richtung, aber immer mit unvorstellbaren Verlusten der russischen Streitkräfte. Vor allem gelingt es der Ukraine immer mehr, in Russland selbst Ziele zu treffen und damit Raffinerie und Logistik für das Militär zu zerstören", so Pistorius.
+++ 21:32 Selenskyj: Marine soll "russische Mistkerle besiegen" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobt die Marinestreitkräfte seines Landes für die militärischen Erfolge im Schwarzen Meer. "Jedes reine Herz auf der Welt erwartet von der Ukraine nur eines - dass wir diese russischen Mistkerle besiegen", zitiert ihn die Agentur Unian aus einer Ansprache vor Marineoffizieren und Kadetten in der Hafenstadt Odessa.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.