Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:31 US-Senatoren drängen auf Freigabe von Ukraine-Hilfen +++

23.05.2026, 00:01 Uhr

US-Senatoren aus beiden Parteien fordern Verteidigungsminister Pete Hegseth auf, ein bereits genehmigtes Ukraine-Hilfspaket in Höhe von 400 Millionen US-Dollar endlich freizugeben. Das berichtet der "Kyiv Independent". In einem Schreiben kritisieren die Abgeordneten, dass sich die Auszahlung seit Monaten verzögere. Das Paket war bereits im Dezember 2025 vom Kongress beschlossen worden, liegt nach Angaben der Senatoren aber weiter im Pentagon. Die Parlamentarier warnen laut Bericht vor sicherheitspolitischen Risiken durch weitere Verzögerungen und betonen, die Ukraine brauche schnelle Unterstützung.

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Hegseth bekräftigte zuletzt die Ukraine-Hilfen, nannte jedoch keinen Zeitpunkt. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

+++ 07:42 Russland: Stromversorgung in Saporischschja weitgehend wiederhergestellt +++

Im von Russland besetzten Teil der Region Saporischschja ist die Stromversorgung nach Angaben der Besatzungsbehörden weitgehend wiederhergestellt. Lediglich rund 12.000 Haushalte in einem Bezirk seien weiterhin ohne Elektrizität, teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki über Telegram mit. Zuvor hatte es nach einem ukrainischen Angriff zwei Stromausfälle gegeben.

+++ 07:01 Rutte mahnt gerechtere Verteilung der Ukraine-Militärhilfe an +++

Nato-Generalsekretär Mark Rutte bekräftigt die Unterstützung des Bündnisses für die Ukraine und fordert eine gerechtere Verteilung der Militärhilfen. Derzeit trügen nur "sechs oder sieben Verbündete die Hauptlast", sagt Rutte beim Treffen der Nato-Außenminister. Vor allem Europas Nato-Staaten hatten ihre Unterstützung ausgeweitet, nachdem die USA ihre Militärhilfe für Kiew zurückgefahren hatten. Rutte betont, die politische und militärische Unterstützung für die Ukraine stehe innerhalb der NATO nicht infrage. Zugleich verurteilt er die anhaltenden russischen Angriffe auf zivile Ziele. Die Nato arbeite daran, die Hilfen für die Ukraine "substanziell, berechenbar und nachhaltig" zu gestalten und stärker an den dringendsten Bedürfnissen Kiews auszurichten, so Rutte.

+++ 06:13 Helfer aus Deutschland unterstützen Ukraine mit 3D-Druckteilen +++

Die Ukraine wird im Abwehrkampf gegen Russland auch von Freiwilligen in Deutschland unterstützt: Aktivisten der Initiative "Drukarmija" produzieren mit 3D-Druckern massenhaft Plastikteile für Soldaten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute. Gedruckt werden unter anderem Drohnenzubehör, Akkugehäuse, Tablet-Halterungen und medizinische Ausrüstung. Nach Angaben der Organisation beteiligen sich fast 3000 Freiwillige mit rund 7000 Druckern an dem Netzwerk, etwa 600 Helfer kommen aus dem Ausland. Der deutsche Ableger sei einer der größten, sagt Mitgründer Jewhen Wolnow. Die Druckaufträge werden online vermittelt, die fertigen Teile anschließend gesammelt und in die Ukraine transportiert.

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Mit einer Orthese aus dem 3D-Drucker können beinamputierte ukrainische Soldaten ihre wunden Stellen schonen. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 05:32 UN-Chef verurteilt mutmaßlichen Angriff auf Wohnheim in russisch besetztem Gebiet +++

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilt den Angriff auf ein Studentenwohnheim im russisch besetzten Gebiet Luhansk. "Jeden Angriff auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verurteilen wir scharf, egal wo sie geschehen", sagt ein Sprecher von Guterres. Auf Bitten Russlands war der UN-Sicherheitsrat in New York zu dem Thema zusammengekommen. Kremlchef Wladimir Putin hatte den Angriff als "Terrorakt" bezeichnet. Es gebe bisher mindestens 6 Tote, 39 Verletzte und 15 Vermisste, so Putin. Das Gebäude einer Berufsschule in Starobilsk war in der Nacht nach russischen Angaben von einer ukrainischen Drohne getroffen worden. Der ukrainische Generalstab teilte hingegen mit, dass im Bereich der Stadt Starobilsk eines der Hauptquartiere der russischen militärischen Spezialeinheit "Rubikon" getroffen worden sei.

+++ 03:46 Ölterminal in Schwarzmeerhafen brennt +++

Herabstürzende Drohnentrümmer haben nach offiziellen Angaben einen Brand in einem Ölterminal im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk ausgelöst. Ein Mann wurde verletzt, wie der Einsatzstab der südrussischen Region Krasnodar auf Telegram mitteilt. Mehrere Gebäude sowie das Tanklager der Anlage seien getroffen worden. Rettungskräfte seien im Einsatz. In der weiter nördlich gelegenen Hafenstadt Anapa beschädigen Drohnen dem Einsatzstab zufolge zudem Wohnhäuser. 

+++ 01:32 AfD will stillgelegtes Kraftwerk nicht der Ukraine überlassen +++

Pläne des bundeseigenen Kraftwerksbetreibers Sefe, ein stillgelegtes Gaskraftwerk in Mecklenburg-Vorpommern an die Ukraine zu verschenken, sorgen auf Betreiben der AfD weiter für Diskussionen im Bundestag. Die Partei fordert, die Schenkungspläne fallenzulassen und die Anlage an seinem Standort in Lubmin bei Greifswald zu belassen. Dort erreichen die russischen Nord Stream-Erdgasleitungen das deutsche Festland. Es könne ja sein, dass sich das Verhältnis zu Russland nach einem Ende des Ukraine-Kriegs eines Tages wieder normalisiere und dann erneut Erdgas durch die Leitung in der Ostsee fließe, sagt der AfD-Abgeordnete Leif-Erik Holm. Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Lubmin ist ein Kraftwerk, das für die russische Nord-Stream-1-Pipeline gebaut wurde. Es diente dazu, die nötige Wärme herzustellen, um das Erdgas aus Russland ins deutsche Netz zu bringen. Nachdem Russland hat die Gaslieferungen wenige Monate nach dem Angriff auf die Ukraine eingestellt hatte, wurde die Anlage stillgelegt.

+++ 23:46 Nordländer weisen russische Anschuldigungen zurück +++

Die Außenminister der nordischen und baltischen Staaten weisen in einer gemeinsamen Erklärung "Russlands offensichtliche Desinformationskampagne und Falschbehauptungen" zurück. Moskau hatte zuvor unbelegte Vorwürfe gegen die EU- und Nato-Mitglieder Estland, Lettland und Litauen erhoben, ukrainische Drohnenangriffe zu unterstützen und ihren Luftraum und ihr Staatsgebiet dafür zur Verfügung zu stellen. "Russland versucht, von seinem völkerrechtswidrigen Krieg abzulenken und Nato-Verbündete einzuschüchtern. Dies wird nicht gelingen und muss unverzüglich aufhören", schreiben die Chefdiplomaten der sogenannten NB8-Staaten. 

+++ 22:29 Bulgarien gegen Ukraine-Tribunal +++

Bulgariens neuer Regierungschef Rumen Radew begründet die ablehnende Haltung seines Landes zu einem Sondertribunal für Verbrechen gegen die Ukraine mit dessen Recht auf eine eigene Meinung. Ein solches "Militär-Tribunal" habe eine Wirkung, wenn ein Staat besiegt worden sei, kapituliert habe und sein Führer gefangen genommen sei, sagt Radew. "Ich denke, dass diese Bedingungen momentan nicht existieren und kaum existieren werden." 

+++ 21:53 Ungarns neuer Ministerpräsident Magyar verhängt Agrar-Einfuhrverbot gegen Ukraine +++

Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar verhängt laut einer Mitteilung auf X ein Einfuhrverbot für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Ukraine. Auch unter Vorgänger Viktor Orban hatte es solche Einfuhrbeschränkungen gegeben. Der ungarische Landwirtschaftsminister Bona Szabolcs hatte bereits gestern in einem Beitrag angekündigt, dass man nicht zulassen werde, dass "ukrainische oder andere importierte Produkte die Lebensgrundlage der ungarischen Landwirte und die Versorgung der ungarischen Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln gefährden. Der Schutz ungarischer Lebensmittel, ungarischer Ackerland und ungarischer Landwirte ist ein nationales Interesse." Magyar teilt zudem mit, er ziehe Ungarns Absicht zurück, aus dem Internationalen Strafgerichtshof auszutreten.

+++ 21:10 Ukraine: Russland setzt systematisch verbotene chemische Kampfstoffe ein +++

Die Ukraine wirft Russland den massenweisen Einsatz von verbotenen chemischen Kampfstoffen vor. Dies sei zu einer systematischen Taktik der Armee auf dem Schlachtfeld geworden. "Seit Beginn der groß angelegten Invasion wurden offiziell mehr als 13.300 Fälle dokumentiert, in denen der Feind chemische Kampfstoffe eingesetzt hat", heißt es vom Verteidigungsministerium.

+++ 20:24 USA verhandeln nicht mehr mit Ukraine und Russland: "Von vornherein eine Niete" +++

Der Politikwissenschaftler Thomas Jäger schreibt auf X in Bezug auf die Nachricht, dass die USA nicht mehr mit der Ukraine und Russland verhandeln: "Wenn Rubio nach seinem Abendgebet einen Anflug von Demut verspürt, wird er wissen, dass das ImmoDuo Trumps von vornherein eine Niete war und nur die militärische Unterstützung der Ukraine einen Weg zur Beendigung des Kriegs aufweisen könnte." Die USA hatten als Gesandte die Immobilienunternehmer Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen geschickt. Vor allem Witkoff war immer wieder damit aufgefallen, russische Erzählungen zu übernehmen. Viele Experten trauten dem Duo von Anfang an nicht zu, den Weg zu einem Frieden ebnen zu können.

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