Iran-Krieg im Liveticker+++ 08:17 Irans Außenminister trifft Amtskollegen in China +++
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat inmitten der Spannungen mit den USA seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi getroffen. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, tauschten sie sich in der Hauptstadt Peking aus. Staatliche iranische Medien bestätigen die Zusammenkunft. Worüber die Minister sprachen, ist bislang nicht bekannt. Der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg, in dem aktuell eine Waffenruhe gilt, dürfte jedoch ein zentrales Thema gewesen sein. China und der Iran sind wirtschaftlich enge Partner, das Land ist ein großer Abnehmer iranischen Öls. Peking hat das Vorgehen der USA gegen den Iran bereits mehrfach kritisiert. Wang und Araghtschi trafen sich gut eine Woche vor einer geplanten China-Reise von US-Präsident Donald Trump. Washington hat den Besuch angekündigt, Peking bestätigte die Visite bislang nicht.
+++ 07:05 Fritz: 'Operation Sackgasse' wird USA womöglich zu riskant +++
Trumps "Operation Freiheit" - vom Iran in "Operation Sackgasse" umgetauft - ist gerade erst gestartet, da wird sie plötzlich auf Eis gelegt. Trump setzt den US-Militäreinsatz in der Straße von Hormus aus, angeblich wegen großer Fortschritte mit dem Iran. Ob das wirklich der Grund ist, sei zu bezweifeln, sagt ntv-Korrespondent Gordian Fritz.
+++ 05:37 USA werben für neue Marinekoalition im Nahen Osten +++
Die USA schlagen ihren Partnern den Aufbau einer neuen multinationalen Marinekoalition für den Nahen Osten vor. Das Bündnis mit dem Namen "Maritime Freedom Construct" (MFC) soll einen Sicherheitsrahmen für die Zeit nach Ende des Konflikts schaffen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder ermöglichen, sobald sich die Lage stabilisiert, heißt es in einem Entwurf der US-Regierung, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Das MFC soll mit einer separaten französisch-britischen Marinemission zusammenarbeiten, an der rund 30 Länder beteiligt sind. Sie arbeitet mit dem Iran daran, eine sichere Durchfahrt zu ermöglichen. Einigen Staaten zufolge erfordert die Entsendung militärischer Einheiten jedoch zunächst ein Mandat der Vereinten Nationen (UN). Das MFC soll organisatorisch eigenständig bleiben, seine Einsätze aber eng mit anderen Einsatzgruppen abstimmen, heißt es in dem informellen Dokument weiter.
+++ 04:12 Iran: Haben VAE nicht angegriffen +++
Irans Militär dementiert jegliche neuen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Streitkräfte hätten "in den vergangenen Tagen keine Raketen- oder Drohnenangriffe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeführt", erklärt die Kommandozentrale der iranischen Armee, Chatam Al-Anbija. Zugleich warnte Teheran im Fall von Angriffen auf iranische Inseln, Häfen und Küsten von emiratischem Staatsgebiet aus vor einer "entschlossenen Antwort". Die Emirate hatten am Dienstag trotz der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe erneuten Beschuss aus dem Iran gemeldet. Demnach fing die Luftverteidigung den zweiten Tag in Folge aus dem Iran abgefeuerte Raketen und Drohnen ab.
+++ 03:28 Iran kündigt Genehmigungsverfahren für Transit durch Straße von Hormus an +++
Der Iran will sich mit Hilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens die Kontrolle über die von ihm blockierte Straße von Hormus sichern. Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren sollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis der "Persian Gulf Strait Authority", einer Behörde, die der Iran eingerichtet hat, um den Schiffsverkehr in der Meerenge zu überwachen.
+++ 02:26 USA legen UN-Resolution vor: Iran soll Angriffe stoppen +++
Die USA legen gemeinsam mit verbündeten Golfstaaten eine UN-Resolution zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus vor. Darin fordern die Parteien den Iran dazu auf, von weiteren gewaltsamen Eskalationen in der Meerenge abzusehen, wie US-Außenminister Marco Rubio mitteilt. Teheran solle aufhören, Schiffe anzugreifen, die Meerenge zu verminen und Mautgebühren für eine Durchfahrt zu erheben. Um eine sichere Schiffsdurchfahrt wieder zu ermöglichen, solle Teheran die Anzahl und die Standorte der verlegten Seeminen offenlegen und helfen, diese zu beseitigen. Zudem solle ein humanitärer Korridor eingerichtet werden. Über die Resolution soll in den kommenden Tagen abgestimmt werden.
+++ 01:42 Wadephul: Iran sollte "seine Karten nicht überreizen" +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert den Iran auf, seine "Politik der Brandstiftung" zu beenden. "Iran muss sein ballistisches Raketenprogramm aufgeben. Und Iran muss seine Politik der Brandstiftung in der Region aufgeben", sagt Wadephul nach einem Treffen mit dem israelischen Außenminister Gideon Saar in Berlin. "Und diese Sicherheitsinteressen teilen Deutschland und Israel vollständig. Es wird jeden Tag dringlicher, dass Iran das Angebot zu Verhandlungen jetzt annimmt", sagt der Außenminister. "Wir fordern den Iran auf, seine Karten jetzt nicht zu überreizen." Die Bemühungen um eine Beendigung des Iran-Krieges kommen seit Inkrafttreten einer Waffenruhe vor rund einem Monat nicht voran. Die USA und der Iran überziehen sich derzeit gegenseitig mit Drohungen, die eine erneute Eskalation in der Straße von Hormus befürchten lassen.
+++ 01:03 Trump: Militäreinsatz in der Straße von Hormus wird ausgesetzt +++
Das US-Militär wird vorerst keine weiteren Handelsschiffe durch die Straße von Hormus eskortieren. "Project Freedom" werde auf Bitten Pakistans und anderer Länder "für kurze Zeit" ausgesetzt, teilt US-Präsident Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Er begründet das mit angeblich großen Verhandlungsfortschritten. Während des Stopps von "Projekt Freiheit" solle geprüft werden, ob ein Abkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Die US-Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, bleibe hingegen in vollem Umfang in Kraft.
+++ 00:32 Israels Außenminister: Haben keine territorialen Interessen im Libanon +++
Der israelische Außenminister Gideon Saar unterstreicht, dass der Militäreinsatz im Libanon befristet angelegt sei. "Israel hat keine territorialen Ambitionen im Libanon", sagt Saar bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin. Einziges Ziel der militärischen Präsenz sei der Schutz der Bevölkerung Israels. Daher sei es erforderlich, die radikal-islamische Hisbollah zu zerschlagen.
+++ 23:47 Zweites US-Handelsschiff verlässt Straße von Hormus +++
Mit dem Chemikalientanker "CS Anthem" verlässt das zweite unter US-Flagge fahrende Handelsschiff unter dem Schutz des US-Militärs die Straße von Hormus. Das Schiff habe die Durchfahrt sicher beendet, teilt der Betreiber Crowley-Stena Marine Solutions mit. Zuvor hat bereits der Autotransporter "Alliance Fairfax" der Maersk-Tochter Farrell Lines die Meerenge passiert. Das US-Militärkommando Centcom unterstützt nach eigenen Angaben mit Zerstörern der US-Marine die Wiederaufnahme der Handelsschifffahrt in der Region.
+++ 23:01 Israel: Liefern Deutschland Kerosin +++
Im Zuge der Energiekrise liefert Israel eigenen Angaben zufolge Kerosin nach Deutschland. Dies geschehe auf Anfrage des deutschen Energieministeriums und wegen der "Krise in der Straße von Hormus", teilen das israelische Außenministerium und das israelische Energieministerium mit. Außenminister Gideon Saar habe bei seinem heutigen Besuch in Berlin die deutsche Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche über den Schritt informiert, heißt es in einer Erklärung. Die Bundesregierung hat das noch nicht bestätigt. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte jüngst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt, dass Kerosinmangel für Deutschland kein Thema sei. Es gebe ausreichend Raffinerien, die Kerosin herstellen können.
+++ 22:38 Rubio: Haben Operation "Epic Fury" abgeschlossen +++
Der US-Militäreinsatz gegen den Iran ist nach Worten des amerikanischen Außenministers Marco Rubio bereits beendet. "Die Operation 'Epic Fury' (Gewaltiger Zorn) ist abgeschlossen. Wir haben die Ziele dieser Operation erreicht", sagt er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump habe den Kongress entsprechend darüber in Kenntnis gesetzt. "Diese Phase haben wir hinter uns. (...) Jetzt widmen wir uns dem 'Project Freedom'." Mit dieser Initiative wollen die USA die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr und damit für den weltweiten Ölhandel öffnen.
+++ 22:15 Rubio unterstellt Hisbollah Blockade eines Friedensvertrags mit Israel +++
Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz blockiert aus Sicht der USA einen Friedensvertrag zwischen dem Libanon und Israel. "Das Problem zwischen Israel und dem Libanon ist nicht Israel oder der Libanon, es ist die Hisbollah", sagt Außenminister Marco Rubio in Washington. Eigentlich sei ein Friedensvertrag zwischen beiden Staaten rasch erreichbar.
+++ 22:03 Frachtschiff in Straße von Hormus getroffen +++
Ein Frachtschiff wird in der Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen. Dies teilt die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO mit. Weitere Details nennt UKMTO nicht.
+++ 21:40 "Nicht nur reaktiv dasitzen" - Nouripour kritisiert Wadephuls fehlende Iran-Initiative +++
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour von den Grünen bemängelt fehlende Eigeninitiative der Bundesregierung im Umgang mit dem Iran. Das "höchste aller Gefühle", was Bundesaußenminister Johann Wadephul von der CDU bislang "von sich gibt, ist, kraftvoll seine Sorgen zum Ausdruck zu bringen", sagt Nouripour dem TV-Sender "Welt". "Das ist nicht initiativ, das bringt uns nicht zurück zum Verhandlungstisch", kritisiert er. Deutschlands Hauptproblem sei, "dass wir eigentlich nur noch reaktiv dasitzen und schauen: Was machen die Amerikaner? Was machen die Iraner", so Nouripour weiter. Die Bundesregierung reagiere darauf anstatt zu überlegen, "wie wir als europäische Staaten, die wir massiv betroffen sind, auch mit eigenen Initiativen an den Verhandlungstisch zurückkommen". Dies gelte ganz besonders für Wadephul. "Da muss ich sagen, dass ich den deutschen Außenminister doch sehr vermisse", sagt Nouripour.
+++ 21:07 Iranisches Militär streitet Angriffe auf Vereinigte Arabische Emirate ab +++
Das iranische Zentralkommando Chatam al-Anbija weist Vorwürfe zurück, in den vergangenen Tagen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verübt zu haben. Zugleich warnt es vor einer "vernichtenden Reaktion", sollten die VAE gegen den Iran vorgehen. Die Regierung in Abu Dhabi meldet dagegen den zweiten Tag in Folge Raketen- und Drohnenbeschuss aus dem Iran.
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